Thailands Aquakultur wächst, Wolfsbarsch-Produktion übersteigt 65.000 Tonnen
Thailands Tilapia-Produktion liegt bei rund 270.000 Tonnen jährlich, während die Wolfsbarsch-Erzeugung 2569 um 6% auf 65.330 Tonnen stieg. Zuchtfortschritte, präzise Wasser- und Futtersteuerung sowie naturnahe Mischkulturen treiben das Wachstum.
Tilapia bleibt Thailands wichtigste Zuchtfischart im Süßwasser
Die thailändische Produktion wichtiger Süß- und Brackwasserarten ist in den vergangenen drei Jahren trotz vielfältiger Herausforderungen für die Aquakultur weiter gewachsen. Tilapia bleibt der am häufigsten gezüchtete Süßwasserfisch des Landes, während Wolfsbarsch zu einem schneller wachsenden und höherwertigen Segment wird.
Nach Angaben von Thansettakij nahm die Tilapia-Produktion im Durchschnitt um 3,18% pro Jahr zu. Im Jahr 2569 züchteten mehr als 330.000 Betriebe diese Art. Die jährliche Gesamtproduktion erreichte etwa 270.000 Tonnen und einen wirtschaftlichen Wert von mehr als 13,6 Milliarden Baht.
Der Tilapia-Markt ist fast vollständig auf das Inland ausgerichtet. Mehr als 98% der Produktion werden in Thailand verbraucht. Das Wachstum bedient damit vor allem die heimische Lebensmittelnachfrage und beruht nicht auf einer Exportoffensive. Der große Binnenmarkt bietet den Erzeugern eine breite Absatzbasis, macht die Branche aber abhängig von lokalem Konsum und Produktionskosten.
Zuchtfortschritte und geschlossene Systeme erhöhen die Überlebensrate
Verbesserte Tilapia-Stämme unterstützen den Produktionsanstieg. Die Betriebe setzen Fische ein, die widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind, schneller wachsen und festeres Fleisch liefern. Dadurch lassen sich Produktionszyklen verkürzen, Verluste verringern und Verarbeiter sowie Großhändler gleichmäßiger beliefern.
Auch die Haltungsverfahren verändern sich. Tilapia wird zunehmend in Käfigen in Fließgewässern sowie in Erdteichen mit intelligenten geschlossenen Systemen gehalten. Diese ermöglichen eine präzisere Steuerung von Wasserqualität und Fütterung und erhöhen damit die Überlebensrate der Jungfische. Für die Betriebe ergeben sich planbarere Ernten und eine effizientere Futterverwendung.
Die Verbreitung kontrollierter Systeme ist besonders relevant, weil Futter, Fischgesundheit und Wasserbedingungen die Margen unmittelbar beeinflussen. Robustere Jungfische und eine engmaschige Überwachung senken biologische Risiken. Gleichmäßigere Partien erleichtern Käufern zugleich die Planung von Verarbeitung und Vertrieb.
Wolfsbarsch-Produktion übersteigt 65.000 Tonnen
Wolfsbarsch wächst deutlich schneller. Thansettakij meldete für 2567 eine Produktion von 59.407 Tonnen und für 2568 von 61.631 Tonnen, ein Plus von 3,7%. Im Jahr 2569 erreichte die Erzeugung 65.330 Tonnen und legte damit nochmals um 6% zu. Die Art erwirtschaftet für die Betriebe laut der Publikation jährlich rund 60 Milliarden Baht.
Ein Wachstumsfaktor ist die Einführung naturnaher Mischkulturen. Einige Betriebe halten Wolfsbarsch und Tilapia gemeinsam in Erdteichen, wobei junge Tilapia als natürliche Nahrungsquelle dienen. Das verringert die Abhängigkeit von pelletiertem Futter und kann einen der größten Betriebskostenblöcke der intensiven Fischzucht reduzieren.
Staat und Privatwirtschaft fördern zudem standardisierte Verfahren zur Erzeugung robuster Wolfsbarsch-Setzlinge. Diese können in mehr Produktionsgebiete geliefert werden, darunter salzhaltige Binnengewässer im Nordosten Thailands. Die Kombination aus widerstandsfähigem Besatz und anpassungsfähigen Systemen erweitert die geografische Produktionsbasis und gibt den Betrieben mehr Spielraum bei Menge, Qualität und Futterausgaben.