Tesla erreicht zwei Drittel der südkoreanischen Import-EV-Zulassungen
In Südkorea wurden im Juli 2026 insgesamt 15.428 importierte Elektroautos neu zugelassen, entsprechend 49,8 % aller importierten Pkw. Auf Tesla Model Y und Model 3 entfielen zusammen 10.236 Zulassungen, während heimische Marken sechs Plätze in den gesamten Elektroauto-Top-10 belegten.
Importmarkt nähert sich einer elektrischen Mehrheit
Reine Elektroautos stellten im Juli 2026 fast die Hälfte aller Neuzulassungen importierter Pkw in Südkorea. Das unterstreicht das schnelle Wachstum des Segments, zeigt aber auch seine Abhängigkeit von wenigen volumenstarken Modellen. Nach Zahlen der Korea Automobile Importers & Distributors Association, über die Auto Tribune berichtete, wurden im Monatsverlauf 15.428 importierte Elektroautos neu zugelassen. Ihr Anteil an sämtlichen importierten Pkw erreichte 49,8 %.
Tesla dominierte diesen Markt. Model Y und Model 3 kamen gemeinsam auf 10.236 Zulassungen und damit auf ungefähr zwei Drittel des importierten Elektrovolumens. Die größere Modellauswahl hat folglich noch nicht zu einer gleichmäßigen Marktverteilung geführt: Der Absatz bleibt stark auf zwei Tesla-Modelle konzentriert.
Model Y setzt sich deutlich ab
Das Model Y war mit 8.705 Zulassungen das erfolgreichste reine Elektroauto Südkoreas im Juli. Es lag 5.238 Einheiten vor dem zweitplatzierten Kia EV3, der 3.467 Zulassungen erreichte. Der Kia EV5 folgte mit 3.434 Einheiten; zwischen Platz zwei und drei lagen damit nur 33 Fahrzeuge.
Den größten monatlichen Zuwachs unter den führenden Modellen erzielte das Model 3. Seine Zulassungen stiegen von 414 im Juni auf 1.531 im Juli, ein Plus von 1.117 Fahrzeugen beziehungsweise 269,8 %. Der EV3 legte um 629 Einheiten zu, während der Kia EV6 um 30,5 % wuchs und in die Top 10 einzog. Auto Tribune weist darauf hin, dass sich Verschiffung, Zertifizierung und Kundenauslieferung importierter Elektroautos in einzelnen Monaten bündeln können. Eine einzelne Monatsrate bildet den langfristigen Bedarf daher nur eingeschränkt ab.
Heimische Marken bieten die größte Modellbreite
Die zehn führenden Elektroautomodelle erreichten zusammen 24.913 Zulassungen. Sechs stammten von südkoreanischen Marken, vier waren Importmodelle. Kia platzierte EV3, EV5, Ray EV und EV6 in der Liste; zusammen kamen sie auf 9.305 Zulassungen. Hyundai war mit Ioniq 5 und Ioniq 9 vertreten. Heimische Hersteller deckten somit eine größere Modellspanne ab, obwohl Tesla das führende Einzelmodell stellte.
Auch der gesamte Elektromarkt war stark konzentriert. Allein das Model Y stand für 34,9 % der Top-10-Zulassungen. Model Y, EV3 und EV5 erreichten gemeinsam 62,6 %. Dahinter folgten der Ioniq 5 mit 1.833, das Model 3 mit 1.531 und der Ray EV mit 1.334 Zulassungen. Dass SUV, Limousine und kompakter Kastenwagen in ähnlichen Größenordnungen konkurrierten, verweist auf Nachfrage sowohl für Pendler- als auch für Familienzwecke.
BYD hält zwei Top-10-Plätze
Der BYD Dolphin erreichte im Juli 1.264 Zulassungen. Das waren 55,3 % weniger als die 2.828 Einheiten im Juni, dennoch behauptete das Modell Rang sieben. Der Sealion 7 belegte mit 1.060 Zulassungen den zehnten Platz. Zusammen kamen beide Modelle auf 2.324 Einheiten beziehungsweise 81,7 % aller BYD-Zulassungen in Südkorea.
Am unteren Ende der Rangliste blieb der Wettbewerb eng: Zwischen dem neuntplatzierten EV6 und dem Sealion 7 lagen lediglich 10 Zulassungen. Für Hersteller und Händler zeigen die Julizahlen zwei parallele Entwicklungen. Südkoreanische Käufer haben eine größere Auswahl an Elektroautos, doch das relevante Volumen konzentriert sich weiterhin auf Teslas Model Y und eine begrenzte Zahl elektrischer SUV von Kia.