Täglicher Tabakkonsum in der EU sinkt 2025 auf 16,5 %, Spanien mit stärkstem Rückgang
Der Anteil der Menschen ab 16 Jahren, die in der EU täglich Tabak und verwandte Produkte konsumieren, sank von 17,5 % im Jahr 2022 auf 16,5 % im Jahr 2025. Spanien und Luxemburg verzeichneten die stärksten Rückgänge, Kroatien und Litauen die größten Zuwächse.
Täglicher Konsum geht EU-weit zurück
Der Anteil der Menschen ab 16 Jahren, die in der Europäischen Union täglich Tabak und verwandte Produkte konsumierten, sank 2025 auf 16,5 %. Das geht aus Eurostat-Daten hervor, über die ConSalud berichtete. 2022 hatte die Quote noch bei 17,5 % gelegen. Die Kategorie umfasst neben Tabak auch E-Zigaretten, Nikotinbeutel und erhitzte Tabakprodukte und bildet die Nutzung des Nikotinmarktes damit breiter ab als eine reine Zigarettenstatistik.
Laut Eurostat nutzten 77,5 % der Menschen diese Produkte nicht oder hatten sie in den zwölf Monaten vor der Datenerhebung nicht konsumiert. Die Zahl der täglichen Nutzer in der EU nimmt somit schrittweise ab, zugleich bleiben die Unterschiede zwischen Ländern und Bevölkerungsgruppen erheblich. Für Tabakunternehmen, Einzelhändler und Zulieferer signalisiert der Rückgang weiteren Druck auf die reife EU-Nachfrage, jedoch keinen gleichmäßigen Einbruch in sämtlichen Märkten und Produktsegmenten.
Männer und Menschen mittleren Alters weisen die höchsten Quoten auf
Unter Männern lag die tägliche Nutzungsquote bei 20,8 %, unter Frauen bei 12,6 %. Beide Werte gingen gegenüber 2022 zurück, als 22,2 % der Männer und 13,1 % der Frauen täglich konsumierten. Der deutlichere Rückgang bei Männern trug wesentlich zur Abnahme des EU-Gesamtwertes bei.
Die höchste Quote verzeichnete 2025 die Altersgruppe von 35 bis 49 Jahren mit 21,3 %. Es folgten die 25- bis 34-Jährigen mit 19,9 % und die 50- bis 64-Jährigen mit 19,8 %. Die jüngste und die älteste Altersgruppe kamen mit 12,1 % beziehungsweise 9,1 % auf die niedrigsten Werte. Die Konzentration auf Menschen im Erwerbsalter bleibt wirtschaftlich relevant, da diese Gruppen trotz des EU-weiten Rückgangs weiterhin die stärkste regelmäßige Nachfrage stellen.
Nationale Märkte entwickeln sich unterschiedlich
Bulgarien wies mit 26,3 % den höchsten Anteil täglicher Nutzer in der EU auf, gefolgt von Schweden mit 23,9 % und Kroatien mit 23,6 %. Am unteren Ende lagen die Niederlande mit 9,9 %, Irland mit 11,7 %, Belgien mit 13,6 % und Luxemburg mit 13,8 %. Der Abstand zwischen Bulgarien und den Niederlanden betrug 16,4 Prozentpunkte und verdeutlicht die stark unterschiedlichen Entwicklungen der nationalen Tabak- und Nikotinmärkte innerhalb desselben Wirtschafts- und Regulierungsraums.
Zwischen 2022 und 2025 ging der tägliche Konsum in 17 EU-Ländern zurück. Spanien und Luxemburg meldeten mit jeweils 2,1 Prozentpunkten die stärksten Abnahmen. Kroatien und Litauen entwickelten sich in die entgegengesetzte Richtung und legten jeweils um 2,7 Prozentpunkte zu. Für Hersteller, Großhändler und Einzelhändler sind diese Unterschiede bei der Bestands- und Budgetplanung entscheidend: Der EU-Durchschnitt sinkt, doch Märkte mit hoher oder steigender Nutzung folgen einem anderen Nachfragepfad als Spanien und Luxemburg.
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