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Tadschikistan strebt bei der Baumwollernte 400.000 Tonnen Rohbaumwolle an

In Tadschikistan hat auf 180.000 Hektar die Baumwollernte begonnen. Bis zum Ende des Herbstes sollen 400.000 Tonnen Rohbaumwolle für die weitere Verarbeitung und Versorgung heimischer Textilbetriebe eingebracht werden.

Tadschikistan strebt bei der Baumwollernte 400.000 Tonnen Rohbaumwolle an

Ernte beginnt in der Region Chatlon

Tadschikistan hat die Baumwollernte eröffnet. Als Erste nahmen Landwirte in der Region Chatlon die Feldarbeit auf. Laut MIR 24 umfasst die Kampagne landesweit 180.000 Hektar und soll bis November dauern.

Bis zum Ende des Herbstes wollen die Betriebe 400.000 Tonnen Rohbaumwolle einbringen. Das Erreichen dieses Ziels ist sowohl für die Landwirtschaft des Landes als auch für Textilhersteller wichtig, die auf eine stetige Versorgung mit heimischen Baumwollfasern angewiesen sind.

Die Ernte bleibt arbeitsintensiv. Begam Umarow, der seit mehr als zehn Jahren eine Baumwollpflückerbrigade leitet, sagte MIR 24, sein Team bestehe aus mehr als 70 Personen und pflücke zweimal täglich. Umarow selbst erntet pro Tag bis zu 50 Kilogramm Rohbaumwolle.

Lokale Sorten und erste Aufbereitung

In einem Landwirtschaftsbetrieb im Bezirk Dusti stehen 350 Hektar unter Baumwolle. Dort werden die Sorten Flash und Maya angebaut. Die Landwirte bevorzugen Maya, weil die Sorte gut an das lokale Klima angepasst ist und hohe Erträge sowie eine gute Faserqualität liefert.

Nach dem Pflücken wird die Rohbaumwolle direkt in spezielle Lagerhallen gebracht. Dort trocknet sie drei Tage lang und wird von Fremdstoffen gereinigt. Diese erste Behandlung ist notwendig, bevor die Ernte industriell verarbeitet werden kann.

Anschließend gelangt die Baumwolle in einen Verarbeitungsbetrieb. Das fertige Rohmaterial wird gesammelt, zu großen Partien zusammengestellt und danach an Textilhersteller geliefert. Damit ist die Feldkampagne unmittelbar mit Tadschikistans heimischer Spinnerei- und Textilversorgungskette verbunden.

Rohstoffziel für die Textilindustrie

Die geplanten 400.000 Tonnen beziehen sich auf Rohbaumwolle und nicht auf verarbeitete Baumwollfasern. Die den Textilunternehmen letztlich zur Verfügung stehende Menge hängt daher von der Trocknung, Reinigung und anschließenden Verarbeitung ab. Auch die Faserqualität bestimmt, für welche textilen Anwendungen sich die Ernte eignet.

Für die heimischen Verarbeiter entscheiden Verlauf und fristgerechter Abschluss der Ernte über die Rohstoffverfügbarkeit nach November. Eine erfolgreiche Kampagne würde den örtlichen Fabriken das benötigte Produktionsmaterial sichern. Die Bildung großer Handelspartien ermöglicht zugleich koordinierte Lieferungen an die Textilbetriebe. Die Landwirte wollen die Saison mit guten Ergebnissen abschließen und den Bedarf der heimischen Industrie decken.

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