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Tadschikistan steigert Weizen- und Mehlimporte, während Zuckerzukäufe sinken

Tadschikistan importierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 660.800 Tonnen Weizen, 7,7 % mehr als im Vorjahr. Die Mehleinfuhren stiegen um 45,2 % auf 35.400 Tonnen, während die Zuckerimporte um 15,1 % zurückgingen.

Tadschikistan steigert Weizen- und Mehlimporte, während Zuckerzukäufe sinken

Weizenmenge und Importkosten steigen

Tadschikistan importierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 660.800 Tonnen Weizen, 7,7 % mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Das berichtete ZOL.ru unter Berufung auf Khaydarali Rajabzoda, den Leiter des staatlichen Antimonopoldienstes. Die zusätzliche Menge belief sich auf 47.500 Tonnen und unterstreicht die Bedeutung ausländischen Getreides für die Lebensmittelversorgung des Landes.

Der durchschnittliche Importwert stieg auf 259 $ je Tonne und lag damit 25 $ über dem Niveau von Januar bis Juni 2025. Sowohl die größere Menge als auch der höhere Stückwert erhöhten folglich die Beschaffungskosten. Da die veröffentlichten Angaben keine Herkunftsländer nennen, lässt sich der Zuwachs nicht einzelnen Exportstaaten zuordnen.

Für Mühlen und Getreidehändler deuten höhere Mengen bei steigenden Preisen auf eine stärkere Nachfrage nach importiertem Rohstoff hin. Zugleich nimmt ihre Abhängigkeit von Weltmarktpreisen, Transportkosten und Finanzierungsbedingungen zu. Das ist besonders relevant, weil die heimische Mehlproduktion im selben Zeitraum kräftig expandierte.

Mehlimporte wachsen parallel zur Inlandsproduktion

Die Mehleinfuhren erhöhten sich um 45,2 % auf 35.400 Tonnen im Wert von 11,3 Millionen $. Der Durchschnittspreis betrug 320 $ je Tonne. Das Wachstum war deutlich stärker als bei Weizen, obwohl die Menge des importierten Fertigprodukts weit unter den Getreideeinfuhren blieb.

Laut ZOL.ru sind auf dem tadschikischen Importmarkt für Mehl 19 Unternehmen tätig. Todj Tour erreichte mit 35,5 % den größten ausgewiesenen Anteil, knapp vor Sahad mit 34,8 %. Auf die staatliche Agentur für die Bereitstellung von Spezialvermögen entfielen 11,7 %, auf die übrigen Marktteilnehmer 18,1 %.

Die beiden führenden Unternehmen kontrollierten damit zusammen 70,3 % der Einfuhren. Ihre Einkaufsentscheidungen können Verfügbarkeit und Preise von Importmehl erheblich beeinflussen. Gleichzeitig erreichte die heimische Produktion von Januar bis Juni 399.400 Tonnen, 95.800 Tonnen oder 31,6 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Das gleichzeitige Wachstum von Weizenimporten, Mehleinfuhren und Inlandsproduktion spricht für ein breiteres Angebot und nicht für eine bloße Verdrängung lokaler Mühlen durch Fertigimporte. Die importierte Mehlmenge entsprach weniger als einem Zehntel der heimischen Produktion, während der eingeführte Weizen den Verarbeitern einen wesentlich größeren Rohstoffstrom bot. Angaben zu Verbrauch, Lagerbeständen und Wiederausfuhren fehlen, sodass sich die Aufnahme der zusätzlichen Mengen nicht vollständig bestimmen lässt.

Zuckerimporte sinken trotz höherer Preise

Die Zuckerimporte gingen dagegen um 15,1 % auf 80.800 Tonnen im Wert von 53,9 Millionen $ zurück. Der Durchschnittspreis stieg auf 667 $ je Tonne und übertraf den Wert des ersten Halbjahres 2025 um 38 $. Das geringere Volumen führte daher nicht zu einer proportionalen Entlastung der Beschaffungskosten.

Die Zollstatistik zeigt deutliche Preisunterschiede nach Herkunft. Zucker aus Russland kostete durchschnittlich 711 $ je Tonne, Lieferungen aus Belarus 975 $ und Ware aus Indien 556 $. Diese Spanne gibt Importeuren Anlass, Herkunft und Logistik gemeinsam zu bewerten; auch Qualität, Vertragsbedingungen und Liefertermine können die Werte beeinflussen. Insgesamt kaufte Tadschikistan mehr Weizen und Mehl zu höheren Durchschnittspreisen, während beim Zucker die Menge sank und der Stückpreis stieg.

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