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Tadschikistans Obsternte erreicht 326.558 Tonnen, darunter 85.668 Tonnen Trauben

Tadschikistan hatte bis zum 11. September 326.558 Tonnen Obst geerntet, darunter 85.668 Tonnen Trauben. Die Trauben werden frisch verkauft, eingelagert oder getrocknet; Mengen je Absatzkanal wurden nicht veröffentlicht.

Tadschikistans Obsternte erreicht 326.558 Tonnen, darunter 85.668 Tonnen Trauben

Obsternte übersteigt 326.000 Tonnen

Die Betriebe Tadschikistans hatten bis zum 11. September 326.558 Tonnen Obst geerntet, wie die nationale Nachrichtenagentur Khovar unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium meldete. Davon entfielen 85.668 Tonnen auf Trauben, also etwas mehr als ein Viertel des bis dahin eingebrachten Obstvolumens. EastFruit bezifferte die Ernte ebenfalls auf rund 326.500 Tonnen, darunter etwa 85.600 Tonnen Trauben.

Die Ernte lief zum Erhebungszeitpunkt noch, insbesondere bei Trauben. Khovar zufolge werden Trauben in einigen nördlichen Dörfern des Hissor-Tals erst im Oktober vor dem Einsetzen der Kälte gelesen. Die Septemberdaten bilden daher das zwischenzeitliche saisonale Angebot und noch kein endgültiges Produktionsergebnis ab.

Große Obst- und Weinbauflächen stützen das Angebot

Das Land verfügt über 165.570 Hektar tragende Obstgärten und 36.435 Hektar Weinberge, so die von Khovar zitierten Ministeriumsdaten. In 35 Jahren Unabhängigkeit wurden mehr als 119.000 Hektar neue Obstgärten und Weinberge angelegt. Laut der Quelle entspricht dies dem 2,3-Fachen des Vergleichswerts von 1991 und zeigt die langfristige Ausweitung der Dauerkulturflächen.

Der Staat fördert diese Entwicklung mit dem Programm zur Entwicklung von Obstbau, Weinbau und Zitrusanbau in Tadschikistan für 2025–2029. Nach Angaben von Khovar soll die Umsetzung die Weinbaufläche vergrößern. Für Erzeuger und Verarbeiter bedeutet die breitere Anbaubasis mehr Ware für den Frischmarkt sowie zusätzliche Rohstoffe zum Trocknen und für andere Verarbeitungsformen.

Trauben gehen in Frischverkauf, Lagerung und Trocknung

Die Weinbauern beliefern derzeit den Verbrauchermarkt, lagern Trauben ein und trocknen einen Teil der Ernte, berichtete Khovar. Die Quellen nennen keine Mengenaufteilung auf diese drei Kanäle. Diese fehlende Angabe ist für den Markt relevant: Das Verhältnis zwischen sofortigem Verkauf und Konservierung entscheidet darüber, wie viel Ware während der Haupternte angeboten wird und wie viel im Winter und Frühjahr verfügbar bleibt.

Traditionelle Lagerung verlängert die Verkaufssaison, sodass nicht alle Trauben unmittelbar zur Ernte vermarktet werden müssen. Khovar beschreibt spezielle Räume namens „Angurkhona“ in Weinbaugemeinden im nördlichen Hissor-Tal. Die Trauben werden an von der Decke hängenden Schnüren befestigt, nachdem sie mehrere Stunden in der Sonne lagen und die feuchten Stiele angetrocknet sind. Nach Angaben der von der Agentur zitierten Fachleute lassen sie sich so bis in den Winter und das Frühjahr lagern.

Sortenvielfalt bedient mehrere Marktsegmente

Tadschikistan baut frühe, mittelreife, spätere und für Wein bestimmte Rebsorten an. Khovar nennt weißen Chillagii, Zarifi und frühen Hissori unter den frühen Sorten; mehrere schwarze und weiße kernlose Typen, weißen Husayni und Sultoni unter weiteren Tafeltrauben sowie Saperavi, Rkatsiteli, roten Muskateller, Riesling, Pinot und Aligoté unter den Weintrauben. Diese Vielfalt eröffnet den Betrieben Optionen für Frischverzehr, Trocknung, Lagerung und Verarbeitung.

Die Bedeutung der Ernte reicht über die kurzfristige Obstversorgung hinaus. Khovar bezeichnet den Obstbau als Quelle von Rohstoffen für Verarbeiter, ländlicher Beschäftigung, Nahrungsmitteln und Exportpotenzial. Da bis zum 11. September bereits 85.668 Tonnen Trauben eingebracht waren und die Ernte mancherorts bis Oktober dauert, hängt der saisonale Marktdruck davon ab, wie effizient die Betriebe die Ware auf Frischverkauf, Lagerung und Trocknung verteilen. Die veröffentlichten Daten zeigen die Größenordnung des Angebots, aber weder die endgültige Ernte noch die Mengen je Absatzkanal.

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