Tadschikistans Kartoffelernte steigt um 6,8 %, Gemüseproduktion um 5,3 %
Tadschikistan erzeugte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 286.040 Tonnen Kartoffeln und 1,2815 Millionen Tonnen Gemüse. Zuwächsen bei Kartoffeln, Gemüse und Zwiebeln standen deutliche Rückgänge bei Obst, Trauben, Melonen und Futterpflanzen gegenüber.
Kartoffeln und Gemüse tragen das Produktionswachstum
Tadschikistan hat von Januar bis Juni 2026 mehr Kartoffeln und Gemüse erzeugt, während die Mengen in mehreren anderen Pflanzenkategorien zurückgingen. Wie Interfax unter Berufung auf die Statistikagentur beim Präsidenten Tadschikistans berichtete, produzierten Betriebe aller Kategorien in den sechs Monaten 286.040 Tonnen Kartoffeln und 1,2815 Millionen Tonnen Gemüse.
Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 nahm die Kartoffelproduktion um 6,8 % und die Gemüseproduktion um 5,3 % zu. Beide großen Nahrungsmittelkategorien wuchsen damit trotz unterschiedlicher Dynamik und verbreiterten die inländische Versorgungsbasis. Kartoffeln sind ein wichtiges Grundnahrungsmittel; Gemüse stellte in den Halbjahresdaten der Behörde die größte ausgewiesene Produktionsmenge.
Zwiebelernte erreicht 429.350 Tonnen
Auf Zwiebeln entfielen 429.350 Tonnen der Gemüseproduktion. Mit einem Plus von 9,9 % gegenüber dem Vorjahr verzeichneten sie das stärkste Wachstum unter den im Bericht einzeln genannten expandierenden Kategorien. Der Zuwachs übertraf die Steigerungsraten bei Gemüse insgesamt und bei Kartoffeln und stellt Großhändlern, Verarbeitern und Einzelhändlern zusätzliche Ware bereit.
Die Statistikagentur erfasste außerdem 565.570 Tonnen Melonen und Kürbisgewächse. Anders als bei Kartoffeln, Gemüse und Zwiebeln sank deren Produktion jedoch um 4,3 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. Die gegenläufige Entwicklung zeigt, dass sich das Wachstum auf einzelne Kulturen konzentrierte und nicht den gesamten Gartenbausektor Tadschikistans erfasste.
Obst- und Traubenmengen gehen zurück
Die Obstproduktion belief sich auf 258.710 Tonnen und lag damit 13,1 % unter dem Vorjahresniveau. Darin enthalten waren 25.840 Tonnen Äpfel, ein Minus von 15,5 %, und 119.870 Tonnen Aprikosen, ein Rückgang um 28,9 %. Die Aprikosen verzeichneten damit den stärksten prozentualen Einbruch unter den von Interfax genannten Kulturen.
Die Traubenproduktion beschränkte sich auf 2.910 Tonnen und sank gegenüber Januar bis Juni 2025 um 22,2 %. Für Erzeuger und Abnehmer ergibt sich bei Obst somit ein deutlich schwächeres Angebotsbild als bei Kartoffeln und Gemüse. Zu den Ursachen der Rückgänge sowie zu Erzeuger- oder Großhandelspreisen enthalten die Daten keine Angaben.
Uneinheitliche Ernte prägt die Inlandsversorgung
Die Produktion von Futterpflanzen erreichte 443.790 Tonnen in Futtereinheiten und ging im Jahresvergleich um 10,7 % zurück. Ein geringeres Futterangebot betrifft nicht nur den Pflanzenbau, sondern auch die Kostenbasis der Tierhalter. Die Halbjahresbilanz verbindet daher höhere Mengen bei mehreren Grundnahrungsmitteln mit einem geringeren Angebot an Obst, Trauben, Melonen und Futtermitteln.
Nach Einschätzung der Statistikagentur bestätigen die Ergebnisse die anhaltend wichtige Rolle des Pflanzenbaus für die Versorgung des tadschikischen Agrarmarktes und die Ernährungssicherheit des Landes. Dafür sprechen Zuwächse von 6,8 % bei Kartoffeln, 5,3 % bei Gemüse und 9,9 % bei Zwiebeln. Die zweistelligen Rückgänge bei Obst, Äpfeln, Aprikosen, Trauben und Futterpflanzen zeigen allerdings, dass sich die Lage nicht in der gesamten Landwirtschaft verbessert hat.