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Tadschikistans Agrarproduktion erreicht 2025 einen Wert von 85 Milliarden Somoni

Tadschikistans Agrarproduktion erreichte 2025 einen Wert von 85 Milliarden Somoni, berichtete Interfax unter Berufung auf die nationale Statistikbehörde. Die heimische Produktion deckt inzwischen mehr als 85 % des Bedarfs an Grundnahrungsmitteln, bei Eiern bleibt die Versorgung jedoch unter der genannten Norm.

Tadschikistans Agrarproduktion erreicht 2025 einen Wert von 85 Milliarden Somoni

Agrarproduktion erreicht 85 Milliarden Somoni

Tadschikistan erzeugte 2025 Agrarprodukte im Wert von 85 Milliarden Somoni, berichtete Interfax unter Berufung auf die Statistikagentur beim Präsidenten des Landes. Beim im Bericht genannten Wechselkurs von 1 $ zu 9,24 Somoni entspricht dies rund 9,2 Milliarden $.

Laut Interfax stieg die Agrarproduktion in den vorangegangenen 24 Jahren um das 122-Fache. Derselbe Bericht beziffert die Produktion von 2025 zugleich auf das 3,7-Fache des Niveaus von 1991. Ob für beide Vergleiche unterschiedliche Bewertungsmethoden, Preisbasen oder Kennzahlen verwendet wurden, erläuterte die Publikation nicht. Ohne weitere statistische Angaben sind die Werte daher nicht direkt vergleichbar.

Obst verzeichnet den stärksten Zuwachs

In mehreren wichtigen Pflanzenkategorien nahm die Produktion deutlich zu. Im Zeitraum der amtlichen Statistik stieg die Getreideproduktion auf das Sechsfache, die Kartoffelproduktion auf das Zwölffache und die Gemüseproduktion auf das Elffache. Den stärksten Zuwachs unter den genannten Kategorien erzielte Obst mit einer Steigerung auf das 48-Fache.

Die Zahlen zeigen eine deutliche Ausweitung des inländischen Nahrungsmittelangebots. Die Landwirtschaft steht für mehr als 21 % des tadschikischen Bruttoinlandsprodukts und sichert Beschäftigung für mehr als 61 % der Bevölkerung. Produktionsveränderungen beeinflussen damit nicht nur die Lebensmittelversorgung, sondern auch ländliche Einkommen, die Verarbeitung sowie die Nachfrage nach Landtechnik und Lagerinfrastruktur.

Mehrere Lebensmittel übertreffen die Versorgungsnorm

Präsident Emomali Rahmon erklärte, dass die heimische Produktion inzwischen mehr als 85 % des Bedarfs der Bevölkerung an Grundnahrungsmitteln decke. Seit der Unabhängigkeit erreichte das Kartoffelangebot 135,4 % der physiologischen Verbrauchsnorm. Bei Gemüse lag die Versorgung beim 2,4-Fachen der Norm, bei Zwiebeln beim Vierfachen. Karotten und Melonen erreichten jeweils das 3,9-Fache.

Die Versorgung mit Obst und Trauben erreichte 100 % der angegebenen Norm. Bei Fleisch waren es 104,1 %, bei Milch 100 %. Eier bildeten mit 74 % eine Ausnahme. Die heimische Produktion erreicht in dieser Kategorie die genannte Vorgabe bislang nicht.

Überschüsse brauchen Lagerung, Verarbeitung und Absatz

Eine Produktion oberhalb der inländischen Verbrauchsnormen kann insbesondere bei Zwiebeln, Karotten, Melonen und Gemüse Spielraum für Verarbeitung, Lagerung oder Verkäufe außerhalb lokaler Märkte schaffen. Die Quelle nennt jedoch weder Exportmengen und Zielländer noch Erzeugerpreise oder Nachernteverluste. Diese Daten wären nötig, um zu beurteilen, welcher Teil des gemeldeten Überschusses tatsächlich wirtschaftlich exportiert werden kann.

Für Produzenten und Investoren gewinnen Produktivität und Kapazität der Lieferketten mit steigenden Mengen an Bedeutung. Größere Ernten erfordern Sortierung, Kühlung, Verpackung, Transport und verlässlichen Zugang zu Abnehmern. Die tadschikische Regierung betrachtet Ernährungssicherheit als strategisches Ziel, und die jüngsten Zahlen zeigen breite Fortschritte beim heimischen Angebot. Das Defizit bei Eiern und die fehlenden detaillierten Handelsdaten verdeutlichen zugleich, dass sich die Produktgruppen unterschiedlich entwickeln und der Markt nicht allein anhand des Gesamtwerts beurteilt werden kann.

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