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Südkoreas Pharmahersteller investieren in Kapazitäten für globale Märkte

GC Biopharma, Alteogen, Kukje Pharma und Ahn-Gook Pharmaceutical bauen ihre Produktion in Südkorea aus. Die Vorhaben betreffen Immunglobuline, Wirkstoffe und fertige Biopharmazeutika, Augentropfen sowie feste orale Arzneiformen.

Südkoreas Pharmahersteller investieren in Kapazitäten für globale Märkte

Investitionen in die Fertigung nehmen zu

Südkoreanische Pharma- und Biotechnologieunternehmen investieren erhebliche Mittel in heimische Produktionsanlagen. Damit wollen sie ihre Position auf internationalen Märkten ausbauen und mehr Kontrolle über die Herstellung gewinnen. Die Projekte umfassen Immunglobuline, Wirkstoffe und fertige Biopharmazeutika, Augentropfen sowie feste orale Arzneiformen.

Wie die Nachrichtenagentur Yonhap am 26. August berichtete, erweitern unter anderem GC Biopharma, Alteogen, Kukje Pharma und Ahn-Gook Pharmaceutical ihre Anlagen. Umfang und Produktschwerpunkt unterscheiden sich, doch alle Unternehmen sichern Kapazitäten, bevor die Nachfrage steigt und der Wettbewerb zunimmt.

GC Biopharma nimmt den US-Markt ins Visier

GC Biopharma will über acht Jahre bis 2033 insgesamt 530 Milliarden Won in sein Werk in Ochang bei Cheongju in der Provinz Nord-Chungcheong investieren. Davon sind 140 Milliarden Won für Produktionsanlagen für subkutanes Immunglobulin, kurz SCIG, vorgesehen.

Das Unternehmen zielt auf den US-Markt für Immunglobuline, dessen jährliches Volumen auf rund 20 Billionen Won geschätzt wird. Hinter der Investition steht außerdem die Erwartung, dass subkutane Präparate einen wachsenden Anteil der Immunglobulintherapie erreichen. SCIG wird unter die Haut statt intravenös verabreicht und benötigt daher eine eigene Formulierungs- und Produktionsinfrastruktur.

GC Biopharma entwickelt GC5136B, das sich noch in der präklinischen Phase befindet. Später will das Unternehmen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag für eine klinische Phase-III-Studie einreichen. Die Werksinvestition erfolgt damit vor dem geplanten Zulassungsantrag und vor einem möglichen Bedarf an kommerziellen Produktionsmengen.

Alteogen holt die Fertigung ins eigene Unternehmen

Alteogen investiert bis 2028 insgesamt 253,2 Milliarden Won in Produktionsanlagen für pharmazeutische Wirkstoffe und Fertigarzneimittel in Daejeon. Es wird der erste eigene Produktionsstandort des Unternehmens, das bislang Auftragshersteller eingesetzt hat.

Alteogen verfügt über eine Plattformtechnologie, mit der Arzneimittel von intravenösen auf subkutane Formulierungen umgestellt werden können. Gegenüber Yonhap erklärte das Unternehmen, eigene Kapazitäten seien für den Ausbau des Biologikageschäfts und die Bedienung globaler Märkte erforderlich. Mit einem wachsenden Produktportfolio werde die interne Fertigung wichtiger und ermögliche eine flexiblere Betreuung von Partnern.

Das Projekt verändert damit nicht nur die Kapazität, sondern auch die operative Stellung von Alteogen. Eine eigene Produktion schafft mehr direkte Kontrolle über Zeitplanung und Versorgung. Angaben zur geplanten Ausbringung oder zu einem genauen Starttermin jenseits des Investitionshorizonts 2028 wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Auch Augentropfen und Tabletten erhalten mehr Kapazität

Kukje Pharma will bis 2029 insgesamt 55,5 Milliarden Won in sein Werk in Ansan in der Provinz Gyeonggi investieren. Geplant sind Anlagen für Augentropfen und feste orale Arzneimittel sowie ein Produktlager. Das Unternehmen erwartet, die Produktion von Augentropfen um 133 % zu erhöhen und auch die Fertigung von Tabletten und anderen festen Formen deutlich auszubauen.

Ahn-Gook Pharmaceutical kündigte separat 48,5 Milliarden Won für die Erweiterung seines Werks in Hwaseong in der Provinz Gyeonggi an. Laut Yonhap wurde die Investition im Vormonat bekannt gegeben. Der Kapazitätsausbau reicht damit über die beiden größeren Biotechnologieprojekte hinaus.

Die vier Programme verbinden die Vorbereitung auf ein Entwicklungsprodukt, die Verlagerung ausgelagerter Fertigung ins eigene Unternehmen und den Ausbau etablierter Arzneimittellinien. Für Lieferanten, Bauunternehmen und Geschäftspartner hängen die Ergebnisse von den Bauplänen, der Qualifizierung der neuen Anlagen und bei GC Biopharma vom US-Zulassungsverfahren ab. Die angekündigten Summen zeigen dennoch, dass südkoreanische Hersteller Kapital einsetzen, bevor die kommerziellen Ergebnisse vollständig feststehen.

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