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Südkoreas Masthähnchenproduzenten stellen sich gegen CPTPP-Beitritt

Der koreanische Verband der Masthähnchenproduzenten warnt vor stärkerem Wettbewerb durch importiertes Hähnchenfleisch, während Futter- und Arbeitskosten bereits steigen. Er fordert einen Stopp des Beitrittsprozesses, Konsultationen mit Agrarverbänden und transparente Folgenabschätzungen für einzelne Branchen.

Südkoreas Masthähnchenproduzenten stellen sich gegen CPTPP-Beitritt

Verband fordert sofortigen Stopp

Südkoreas Masthähnchenbranche hat die Regierung aufgefordert, ihre Bemühungen um einen Beitritt zum Umfassenden und Fortschrittlichen Abkommen für eine Transpazifische Partnerschaft einzustellen. Eine weitere Marktöffnung könnte nach Einschätzung der Produzenten den Druck auf die heimische Geflügelwirtschaft erhöhen.

In einer Erklärung vom 24. August verlangte der koreanische Verband der Masthähnchenproduzenten die Aussetzung des Beitrittsprozesses, da keine Einigung mit Organisationen aus Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei erzielt worden sei. Laut Nongmin wird der Verband von Moon Jung-jin geleitet.

Der Verband erklärte, die Branche leide bereits unter wachsenden Hähnchenfleischimporten sowie höheren Futter- und Arbeitskosten. Unter diesen Bedingungen könne eine zusätzliche Marktöffnung infolge eines CPTPP-Beitritts die Existenz der Betriebe ernsthaft bedrohen und die heimische Produktionsbasis schwächen.

Importe und Kosten belasten die Betriebe

Im Mittelpunkt der Kritik steht das gleichzeitige Auftreten von Importwettbewerb und steigenden Produktionskosten. Die Erklärung nennt keine Zahlen zu Importmengen, heimischer Erzeugung, Preisen oder Kostensteigerungen. Sie beschreibt die Zunahme importierten Hähnchenfleischs jedoch als bereits bestehende Belastung und nicht nur als mögliches Ergebnis des CPTPP-Beitritts.

Ein größeres ausländisches Angebot könnte die Erzeugerpreise beeinflussen, während Futter und Arbeit wichtige Betriebskosten bleiben. Der Verband fordert deshalb, eine weitere Marktöffnung erst dann voranzutreiben, wenn konkrete Maßnahmen zum Schutz der Masthähnchenwirtschaft sowie der Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei vorliegen.

Die Organisation wandte sich außerdem gegen einen Prozess, der vor allem die wirtschaftlichen Vorteile einer Handelsausweitung hervorhebt. Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei dürften nicht erneut die Kosten einer breiter angelegten Handelspolitik tragen. Die Stellungnahme zeigt die Sorge, dass sich Nutzen und Belastungen eines Beitritts ungleich auf die Branchen verteilen könnten.

Branche verlangt Mitsprache und Transparenz

Der Verband forderte die Einrichtung eines substanziellen Beratungsgremiums unter Beteiligung der Organisationen aus Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei. Zudem sollten die erwarteten Schäden für jede Branche transparent veröffentlicht werden, damit betroffene Produzenten die Folgen vor weiteren Schritten der Regierung bewerten können.

Damit stehen Konsultationen, Offenlegung und Schutzmaßnahmen im Zentrum des Konflikts. Nach Ansicht des Verbandes muss die Regierung zuerst konkrete und wirksame Instrumente zum Schutz der heimischen Masthähnchenproduktion und anderer Primärsektoren entwickeln. Landwirte und Branchenverbände seien unmittelbar Betroffene, deren Beteiligung für eine gesellschaftlich akzeptierte Entscheidung erforderlich sei.

Das von Nongmin veröffentlichte Material enthält weder eine Reaktion der Regierung noch einen Beitrittszeitplan oder ein vorgesehenes Hilfspaket. Die Erklärung ist daher eine Warnung der Branche und keine angekündigte Änderung der südkoreanischen Handels- oder Zollpolitik.

Produzenten drohen mit gemeinsamem Widerstand

Der Verband kündigte eine entschlossene Reaktion gemeinsam mit Masthähnchenbetrieben im ganzen Land und weiteren Organisationen aus Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei an, sollte die Regierung den CPTPP-Beitritt einseitig weiterverfolgen und ihre Bedenken ignorieren.

Entscheidend ist nun, ob die Regierung die Konsultationen ausweitet und branchenspezifische Bewertungen veröffentlicht. Für die Produzenten geht es darum, wie zusätzlicher Importwettbewerb mit steigenden Futter- und Arbeitskosten zusammenwirkt. Für Lieferanten und andere Marktteilnehmer schafft die Debatte politische Unsicherheit; die Quelle nennt jedoch keine bereits beschlossene Änderung der derzeitigen Marktzugangsbedingungen.

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