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Südkoreas Getränkekonzerne reagieren unterschiedlich auf den Trend zum Trinken zu Hause

Südkoreas Alkoholmarkt schrumpft, während sich der Konsum von Restaurants und Bars ins eigene Zuhause verlagert, berichtet NewsPim. OB Beer expandiert in den Soju-Markt, während HiteJinro und Lotte Chilsung Beverage auf alkoholärmere und zuckerfreie Produkte setzen.

Südkoreas Getränkekonzerne reagieren unterschiedlich auf den Trend zum Trinken zu Hause

Konsum verlagert sich aus Restaurants und Bars

Südkoreas führende Hersteller alkoholischer Getränke reagieren mit unterschiedlichen Ansätzen auf einen schrumpfenden Markt, da immer mehr Konsum von Restaurants und Bars ins eigene Zuhause wandert. Nach Angaben von NewsPim haben OB Beer, HiteJinro und Lotte Chilsung Beverage gegensätzliche Antworten auf die veränderten Trinkorte und Konsumgewohnheiten gewählt.

Die Verlagerung betrifft mehr als nur den Ort des Konsums. Trinken zu Hause verändert Kaufanlässe, Verpackungsentscheidungen und den Wettbewerb um das Haushaltsbudget. NewsPim beschreibt einen Markt, der kleiner wird, weil der Heimkonsum einen Teil der zuvor in Restaurants und Bars entstandenen Nachfrage ersetzt.

Die Hersteller müssen somit Wachstum erzielen, ohne sich auf eine Expansion des Gesamtmarktes verlassen zu können. Die von NewsPim beschriebenen Strategien folgen zwei grundsätzlichen Wegen: dem Eintritt in eine zusätzliche Getränkekategorie oder der Entwicklung weiterer Varianten innerhalb bestehender Produktlinien.

OB Beer expandiert in den Soju-Markt

OB Beer entscheidet sich für eine Erweiterung nach Kategorien. Die Brauerei steigt in den Soju-Markt ein und verbreitert ihr Geschäft über das traditionelle Biersegment hinaus. Dadurch erhält sie Zugang zu einer wichtigen koreanischen Spirituosenkategorie und zu Verbrauchern, deren Getränkeauswahl sich verändert.

Der Schritt verschiebt auch die Wettbewerbsposition von OB Beer. Statt ausschließlich mit neuen Bierformaten zu reagieren, wird das Unternehmen in einem größeren Teil des heimischen Alkoholmarktes antreten. Für Händler und Einzelhändler könnte das breitere Sortiment von OB Beer die Produktauswahl und die Verteilung der Regalflächen zwischen Bier und Soju beeinflussen.

Die Expansion in eine neue Kategorie stellt andere geschäftliche Anforderungen als die Erweiterung eines vorhandenen Sortiments. Soju hat eigene Verbrauchererwartungen und ein eigenes Wettbewerbsumfeld. OB Beer muss sein Angebot in einem Segment etablieren, in dem konkurrierende Getränkekonzerne bereits über eingeführte Portfolios verfügen, und zugleich das Verhältnis zum Biergeschäft steuern.

Konkurrenten setzen auf Produktvielfalt

HiteJinro und Lotte Chilsung Beverage verfolgen einen anderen Weg. Laut NewsPim diversifizieren beide Unternehmen ihre bestehenden Produktgruppen und konzentrieren neue Angebote auf einen niedrigeren Alkoholgehalt und null Zucker. Damit wollen sie veränderte Präferenzen bedienen, ohne die Expansion in weitere Kategorien zur wichtigsten Antwort zu machen.

Die Positionierung mit weniger Alkohol und ohne Zucker bietet zusätzliche Möglichkeiten, die Nachfrage in einem kleineren Markt zu segmentieren. Sie richtet sich an Verbraucher, die weiterhin Alkohol trinken, aber Stärke, Zuckergehalt oder die Rolle des Trinkens im Alltag überdenken. Zugleich können etablierte Marken und Vertriebsnetze ein breiteres Sortiment stützen.

Die unterschiedlichen Strategien zeigen zwei Vorstellungen von Wachstum. OB Beer erweitert die Zahl seiner Kategorien, während HiteJinro und Lotte Chilsung die Vielfalt in ihren bestehenden Geschäften erhöhen. Beide reagieren auf dieselbe Einschränkung: Die Verlagerung zum Heimkonsum hat den Markt nicht vergrößert.

Die Ergebnisse werden entlang der gesamten Lieferkette spürbar sein. Hersteller müssen Produktionskapazitäten und Marketingaufwand zwischen traditionellen Produkten und neuen Varianten aufteilen. Handel und Vertrieb müssen etablierte Bier- und Soju-Sortimente gegen alkoholärmere und zuckerfreie Alternativen abwägen. In einem schrumpfenden Markt dürfte Wachstum eher durch Marktanteilsgewinne, besondere Konsumanlässe oder die Verdrängung bestehender Käufe entstehen als durch eine allgemeine Zunahme des Konsums.

Vollständige Marktanalyse

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