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Südkorea will fünf staatliche Stromerzeuger zusammenlegen

Südkorea bereitet die Zusammenlegung von fünf staatlichen Stromerzeugern zu einer Gesellschaft mit dem vorläufigen Namen Korea Power vor. Der Start ist für Oktober kommenden Jahres geplant; im Mittelpunkt stehen Investitionen in erneuerbare Energien und die Stilllegung von Kohlekraftwerken.

Aus fünf Erzeugern soll ein Unternehmen werden

Südkorea hat mit den Vorbereitungen begonnen, fünf staatliche Stromerzeuger in einer Gesellschaft mit dem vorläufigen Namen Korea Power zusammenzuführen. Nach Angaben des Ministeriums für Klima, Energie und Umwelt vom 4. soll das fusionierte Unternehmen im Oktober kommenden Jahres starten.

Die fünf Erzeuger sollen zu einem Zeitpunkt unter eine gemeinsame Führung gestellt werden, an dem das Land mehr in erneuerbare Energien investieren und Kohlekraftwerke stilllegen will. Die neue Gesellschaft soll beide Aufgaben steuern und damit zu einem zentralen Instrument der staatlichen Strompolitik werden.

Investitionen in Erneuerbare und Kohleausstieg

Die Zusammenlegung könnte Investitionsentscheidungen, Projektentwicklung und die Verwaltung von Erzeugungsanlagen in einer größeren Organisation bündeln. Korea Power soll den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben und zugleich die betrieblichen und personellen Folgen der Stilllegung von Kohlekapazitäten bewältigen.

Beide Aufgaben hängen unmittelbar zusammen. Kohlekraftwerke sichern Beschäftigung und Aufträge für lokale Unternehmen, während Projekte für erneuerbare Energien an anderen Standorten entstehen und andere Qualifikationen verlangen können. Eine Fusion erleichtert die zentrale Planung, garantiert aber nicht, dass Ersatzinvestitionen oder neue Arbeitsplätze die von Schließungen betroffenen Gemeinden erreichen.

Standort und Personalverteilung sind noch offen

Die Regierung arbeitet an der Wahl des künftigen Hauptsitzes und an der Neuverteilung des Personals. Diese Entscheidungen bestimmen die Folgen für Beschäftigte, bestehende Regionalbüros und die heutigen Standorte der fünf Unternehmen. Sie können zudem Tempo und Kosten der Integration von Management, Beschaffung und Investitionsfunktionen beeinflussen.

Die Begrenzung der Beschäftigungs- und Wirtschaftsschäden in kohleabhängigen Regionen gilt als größte Herausforderung. Für Stromerzeuger und Projektentwickler könnte die neue Struktur einen einzigen großen Vertragspartner für erneuerbare Energien und Stilllegungsprogramme schaffen. Kohlelieferanten und Dienstleister von Wärmekraftwerken werden dagegen stärker von zentral beschlossenen Schließungen abhängig. Die Marktwirkung der Fusion hängt deshalb nicht nur vom Start von Korea Power ab, sondern auch vom Stilllegungsplan, den Standorten neuer Projekte und den Hilfen für Beschäftigte und Regionen.

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