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Südkorea baut 120 Hektar Langkornreis-Basis in Haenam und Jangheung auf

Das Agrartechnologie-Institut Jeonnam-Gwangju hat eine 120 Hektar große Produktionsbasis für Langkornreis aufgebaut: 100 Hektar in Haenam, 20 Hektar in Jangheung. Haenam liefert bereits an den ersten südkoreanischen Chipotle-Standort, in diesem Jahr 50 Tonnen, bis 2027 sollen es 150 Tonnen pro Jahr sein.

Südkorea baut 120 Hektar Langkornreis-Basis in Haenam und Jangheung auf

Das Agrartechnologie-Institut Jeonnam-Gwangju hat in den Kreisen Haenam und Jangheung im Südwesten Südkoreas eine 120 Hektar große Produktionsbasis für Langkornreis aufgebaut. Ziel sind Gastronomie, Verarbeitung und Export, nicht der heimische Markt für Tafelreis, wie youngnong.co.kr berichtet.

Langkornreis unterscheidet sich von den kurzkörnigen Sorten, die den Verbrauch in koreanischen Haushalten prägen: Die Körner sind lang und schmal, die Klebrigkeit ist gering, und dieser Typ ist in Südostasien und auf weiteren Weltmärkten Grundnahrungsmittel. Die Nachfrage in Südkorea wächst dem Bericht zufolge stetig, weil die Zahl ausländischer Einwohner steigt und die Speisekarten vielfältiger werden. Das Projekt stützt sich auf zwei Standorte – 100 Hektar in Haenam und 20 Hektar in Jangheung – und soll Anbauverfahren für Klima und Böden der jeweiligen Region etablieren sowie die Kette von der Fläche über die Verarbeitung bis zum Vertrieb ordnen.

Haenam: 100 Hektar und eine eigene Reismühle

In Haenam entstand die 100 Hektar große Demonstrationsanlage in zwei Jahren, von 2025 bis 2026, mit Projektkosten von insgesamt 800 Millionen Won. Angebaut werden koreanische Langkornsorten, darunter IPS und CJ6; eine eigene Reismühle ist fertiggestellt und sichert die Anbindung an den Vertrieb.

Das kommerzielle Ergebnis dieses Jahres ist die Direktbelieferung von Chipotle: Der erste südkoreanische Standort der US-Kette für mexikanische Küche, die Filiale in Gangnam, verwendet Langkornreis aus Haenam. Die Menge beginnt in diesem Jahr bei 50 Tonnen und soll bis 2027 auf 150 Tonnen pro Jahr steigen.

Jangheung: Sorten, Lagerung und Marke

Die 20 Hektar in Jangheung wurden in diesem Jahr über das Programm zur Verbreitung neuer Technologien der koreanischen Behörde für ländliche Entwicklung angelegt. Angebaut wird vor allem die koreanische Sorte ‚Amihyang‘. Bis 2027 fließen weitere 400 Millionen Won in Schau- und Vermehrungsflächen für neue Langkornsorten sowie in spezialisierte Lager- und Verarbeitungsanlagen. Parallel laufen die Entwicklung einer eigenen Marke, von Verpackungen und von Vertriebswegen.

  • Haenam: 100 Hektar, 800 Millionen Won in den Jahren 2025 und 2026, Sorten IPS und CJ6, eigene Reismühle in Betrieb.
  • Jangheung: 20 Hektar, 400 Millionen Won bis 2027, Sorte ‚Amihyang‘, Lager- und Verarbeitungskapazität sowie eigene Marke im Aufbau.
  • Lieferungen aus Haenam an Chipotle: 50 Tonnen im Jahr 2026, bis 2027 150 Tonnen pro Jahr.

Ausweitung hängt an den Versuchsergebnissen

Das Institut will Anpassungsfähigkeit und Produktivität an beiden Demonstrationsstandorten auswerten, die Anbautechnik für stabile Erträge der Betriebe weiterentwickeln und die Produktionsfläche schrittweise ausweiten. Park In-gu, Leiter der Abteilung für Technologieverbreitung am Institut, erklärte, Langkornreis konkurriere nicht mit dem traditionellen Markt für Tafelreis, sondern schaffe neue Nachfrage bei ausländischen Verbrauchern, in der spezialisierten Gastronomie sowie in Verarbeitung und Export. Das Institut werde die Standorte Haenam und Jangheung eng verknüpfen, um Langkornreis als neue spezialisierte Reisbranche der Region Jeonnam-Gwangju zu verankern.

Hektarerträge, Erzeugerpreise und angestrebte Exportmärkte wurden für beide Standorte nicht genannt, weitere Mengen außerhalb des Chipotle-Vertrags ebenfalls nicht. Für Verarbeiter und Importeure ist die an die Flächen gekoppelte Mühlen- und Lagerkapazität das entscheidende Detail: Ohne sie liefert eine Basis von 120 Hektar Rohreis statt Fertigware und kann die Gastronomiekunden, die das Projekt tragen, nicht direkt bedienen.

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