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Südkorea dürfte den globalen Markt für Speicherchips bis 2031 anführen

Südkoreanische Speicherchiphersteller dürften ihre weltweite Führungsposition bis 2031 behaupten, während sich die KI-Nachfrage vom Training zur Inferenz verlagert. Nvidias Anteil an der HBM-Nachfrage soll von 66 % im Vorjahr auf 58 % in diesem Jahr sinken, da Technologiekonzerne mehr eigene KI-Chips einsetzen.

Südkorea dürfte den globalen Markt für Speicherchips bis 2031 anführen

KI-Inferenz verbreitert die Kundenbasis für HBM

Südkoreanische Hersteller von Speicherhalbleitern dürften ihre führende Stellung auf dem Weltmarkt bis 2031 behaupten. Gestützt wird der Ausblick durch die wachsende Nachfrage nach Hochbandbreitenspeicher und den geplanten Ausbau der heimischen Waferkapazität. KI-Anwendungen verlagern sich zunehmend vom groß angelegten Modelltraining zur Inferenz, bei der trainierte Modelle konkrete Dienste für Nutzer bereitstellen.

Die Maeil Business Newspaper berichtet unter Berufung auf das französische Marktforschungsunternehmen Yole Group, dass dieser Wandel den Kreis der HBM-Abnehmer erweitert. Die Nachfrage konzentrierte sich bislang stark auf Nvidias Beschleuniger. Google und andere große Technologiekonzerne entwickeln jedoch eigene KI-Prozessoren, die ebenfalls moderne Speicher benötigen.

Auf Nvidia entfielen dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr 66 % der HBM-Nachfrage. In diesem Jahr soll der Anteil auf 58 % sinken. Die Prognose deutet auf eine geringere Konzentration und nicht zwingend auf eine schwächere Gesamtnachfrage hin. Proprietäre Chips großer Technologiekonzerne sollen den adressierbaren Markt für HBM-Anbieter vergrößern.

Technologie und Ausbeute bleiben entscheidend

Kürzere Einführungszyklen bei Grafikprozessoren könnten zusätzliche Nachfrage schaffen. Jede Generation verlangt von Speicherherstellern eine erneute Produktqualifizierung, stabile Fertigung und die Anpassung der Designs an einzelne Kunden. Die Entwicklung von HBM4, verlässliche Ausbeuten und kundenspezifische Lösungen dürften daher die Wettbewerbsfähigkeit bestimmen.

Für südkoreanische Hersteller kann eine breitere Kundenbasis die Abhängigkeit von einem dominierenden Käufer verringern. Zugleich steigt der technische Aufwand für unterschiedliche Chiparchitekturen. Anbieter müssen verschiedene Qualifizierungspläne, Gehäuseanforderungen und Leistungsziele bewältigen, ohne Ausbeute oder Liefersicherheit zu beeinträchtigen.

Auch der Plan der südkoreanischen Regierung zum Ausbau der Waferkapazität gilt als Stütze für die Speicherindustrie. Das Quellenmaterial nennt weder eine Kapazitätszahl noch einen Zeitplan. Zusätzliche Waferproduktion könnte die Fertigungsbasis für moderne Speicher stärken, sofern Prozesstechnologie und qualifizierte Nachfrage Schritt halten.

Chinesischer Wettbewerb und Angebotsrisiken

Chinas Fortschritte bleiben eine potenzielle Herausforderung. Laut Maeil Business Newspaper haben führende chinesische Unternehmen inzwischen das Niveau aktueller Fertigungsprozesse erreicht. Weitere Investitionen der Wettbewerber könnten den Preisdruck erhöhen und die Sicherung der Profitabilität erschweren, auch wenn KI-Anwendungen neue Nachfrage erzeugen.

Ein weiteres Risiko ist das wachsende Angebot. Goldman Sachs hat vor einem möglichen HBM-Überangebot und Preisdruck nach 2026 gewarnt. Für Hersteller, Investoren und Käufer ist entscheidend, ob Inferenzanwendungen und proprietäre KI-Chips die neuen Kapazitäten aufnehmen können. Südkoreas erwartete Führung bis 2031 hängt deshalb nicht nur vom Produktionsumfang ab, sondern auch von HBM4, stabilen Ausbeuten und erfolgreichen Qualifizierungen bei einer weniger konzentrierten Kundschaft.

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