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Südaustralien legt 109-Millionen-$-Hilfspaket für Weinbranche auf

Südaustralien unterstützt Traubenerzeuger und Weingüter mit einem Paket über 109 Millionen $. Es umfasst staatlich abgesicherte Darlehen über 100 Millionen $ sowie Mittel für Rebflächen, Überschussbestände und Marktentwicklung.

Südaustralien legt 109-Millionen-$-Hilfspaket für Weinbranche auf

Darlehen bilden den Kern des Übergangspakets

Die Regierung von Südaustralien hat ein Hilfspaket über 109 Millionen $ für die Trauben- und Weinwirtschaft des Bundesstaates angekündigt. Es soll Erzeugern und Weingütern helfen, Überschussbestände, schwache Nachfrage und den Anpassungsdruck in der Produktion zu bewältigen. Das Paket verbindet staatlich abgesicherte Finanzierungen mit Zuschüssen für die Umstellung von Rebflächen, Abfallentsorgung, Bestandsmanagement und Marktentwicklung.

Der größte Posten sind staatlich abgesicherte Darlehen über 100 Millionen $ zur Finanzierung der Umstellung von Weinbergen. Damit sollen geeignete Betriebe Zugang zu Kapital für Veränderungen im Weinbau erhalten. Der von The Shout veröffentlichte Bericht nennt allerdings weder Kreditbedingungen und Auswahlkriterien noch einen Zeitplan für Anträge.

Weitere 1 Million $ sollen Winzern bei der Umstellung oder Diversifizierung ihrer Rebflächen helfen. Zudem fließen 2 Millionen $ in die Entwicklung von Entsorgungslösungen für Holzpfähle, die mit chromatiertem Kupferarsenat, kurz CCA, behandelt wurden. Bei der Rodung oder Erneuerung von Weinbergen entsteht ein Entsorgungsproblem, weil diese behandelten Pfähle sachgerecht gehandhabt werden müssen.

Geld für Lagerabbau und Marktentwicklung

Die Regierung stellt 500.000 $ für branchengeführte Maßnahmen gegen überschüssige Weinbestände bereit. Die Mittel zielen auf einen der unmittelbarsten betrieblichen Belastungsfaktoren. Im Vergleich zum Darlehensprogramm und zum Wert des in der Lieferkette lagernden Weins ist der Betrag jedoch gering. Welche konkreten Maßnahmen unterstützt werden, wurde nicht mitgeteilt.

Weitere 5 Millionen $ dienen dazu, das Global Wine Growth Program um zwei Jahre zu verlängern und auszubauen. Das Programm soll die Marktentwicklung fördern, während die Erzeuger nach zusätzlicher Nachfrage für südaustralische Weine suchen. Außerdem sind 675.000 $ für eine Werbekampagne zugunsten von Lebensmitteln und Wein aus Südaustralien vorgesehen.

Ein Wine Industry Coordinator soll während der Umstellung zwischen Regierung und Branche vermitteln. Damit erhalten Produzenten, Winzer und Verbände eine zentrale Koordinierungsstelle. Die Wirkung der Funktion wird davon abhängen, wie schnell die einzelnen Maßnahmen umgesetzt werden und ob die Finanzierung Betriebe mit wirtschaftlich tragfähigen Anpassungsplänen erreicht.

Branche fordert Unterstützung über den Bundesstaat hinaus

Kirsty Balnaves, Präsidentin der South Australian Wine Industry Association, begrüßte das Paket und die Zusammenarbeit der Regierung mit der Branche. Erzeuger und Weinproduzenten hätten eine außergewöhnlich schwierige Phase durchlaufen. Sie bezeichnete die Maßnahmen als Investition in Wettbewerbsfähigkeit, regionale Wirtschaftsräume und die Zukunft der Branche.

Auch Australian Grape & Wine begrüßte die Ankündigung. Geschäftsführer Lee McLean verwies darauf, dass Südaustralien rund die Hälfte der australischen Weintrauben und die Hälfte des abgefüllten Weins produziert. Das Paket sei deshalb für die nationale Branche relevant. Er bezeichnete die Maßnahmen als praktische Antwort auf Probleme, die der Verband gegenüber Regierungen angesprochen habe, unter anderem in seiner Eingabe vor dem Bundeshaushalt.

McLean betonte jedoch, dass die Belastungen nicht an der Grenze Südaustraliens enden. Australian Grape & Wine fordert die australische Bundesregierung auf, gemeinsam mit den Bundesstaaten eine gleichwertige Unterstützung im ganzen Land bereitzustellen. Für südaustralische Unternehmen bietet das Paket Finanzierung und gezielte Hilfen. Seine Wirkung auf Bestände und Nachfrage hängt jedoch von Entscheidungen über Rebflächen, der Umsetzung der Entsorgungs- und Bestandsprogramme sowie von zusätzlichen Verkäufen durch die Marktinitiativen ab.

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