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Südafrikas Brauer warnen bei geplanter Verbrauchsteuerreform vor Jobverlusten und Schwarzmarkt

Südafrikas Brauer fordern, die Alkoholsteuer an die Inflation zu koppeln, statt ein Stufenmodell einzuführen, das die Abgabe auf die meisten Biere um bis zu 20 % erhöhen könnte. Die Branche warnt vor Belastungen für Arbeitsplätze, Investitionen und den legalen Absatz; Gesundheitspolitiker unterstützen dagegen höhere Steuern auf alkoholstärkere Produkte.

Südafrikas Brauer warnen bei geplanter Verbrauchsteuerreform vor Jobverlusten und Schwarzmarkt

Branche fordert Bindung an die Inflation

Südafrikas Bierbranche wehrt sich gegen geplante Änderungen des Alkoholsteuersystems. Sie warnt, stärkere Erhöhungen könnten die Verbraucherpreise anheben, legale Hersteller schwächen und den illegalen Absatz fördern. South African Breweries (SAB) und die Beer Association of South Africa (BASA) brachten ihre Einwände bei den Konsultationen des Finanzministeriums zur künftigen Alkoholbesteuerung vor.

SAB fordert, die jährlichen Anpassungen an den Verbraucherpreisindex zu koppeln. Eine inflationsgebundene Formel würde nach Ansicht des Unternehmens die Staatseinnahmen real sichern und Brauern, Zulieferern und Händlern mehr Planungssicherheit geben. Business Report zitierte Zoleka Lisa, SAB-Vizepräsidentin für Unternehmensangelegenheiten, mit der Einschätzung, eine berechenbare Politik stärke das Vertrauen der Unternehmen in Investitionen, Beschäftigung und langfristige Planung.

Der Konflikt ist Teil einer umfassenderen Prüfung, mit der das Finanzministerium Einnahmeziele und öffentliche Gesundheit miteinander verbinden will. Die Regierung hat noch kein endgültiges Modell bekannt gegeben. Solange die Vorschläge konsultiert werden, bleibt für die Hersteller offen, welche Sätze und Kategorien in den kommenden Jahren gelten könnten.

Bis zu 20 % mehr Steuer auf die meisten Biere

Nach Angaben von Business Report schätzt BASA, dass das vorgeschlagene Modell die Verbrauchsteuer auf die meisten in Südafrika verkauften Biere um bis zu 20 % erhöhen könnte. Bier mit einem Alkoholgehalt zwischen 2,5 % und 9 % würde mit dem 1,2-Fachen des derzeitigen Satzes besteuert. Laut BASA fällt der überwiegende Teil des südafrikanischen Bierkonsums in diese Spanne.

Business Day berichtete gesondert, dass das Stufenmodell Biere mit 4 % bis 6 % Alkohol stärker belasten würde. SAB geht dem Bericht zufolge davon aus, dass bereits etwa jedes fünfte alkoholische Getränk in Südafrika aus illegalen Quellen stammt. Eine weitere deutliche Anhebung würde nach Auffassung des Brauers den Preisabstand zwischen versteuerten Produkten und unregulierten Alternativen vergrößern.

Die Branche erwartet Auswirkungen weit über die großen Brauereien hinaus. Höhere Abgaben könnten Landwirte, Verpackungshersteller und weitere Zulieferer, Vertriebspartner, Einzelhändler, Tavernen und Gastronomiebetriebe belasten. BASA-Interimschef Nirishi Trikamjee erklärte, die Steuerpolitik beeinflusse Verbraucherverhalten, Investitionen, Beschäftigung, Staatseinnahmen und die Zukunft einer Branche, die Tausende Existenzen trägt.

Gesundheitsziele treffen auf Einnahmerisiken

Die Brauer erkennen das Ziel der Regierung an, alkoholbedingte Schäden zu verringern, bezweifeln jedoch die Wirkung steiler Steuererhöhungen. Verbraucher könnten auf illegale Ware ausweichen, statt weniger zu trinken. Das würde die Steuerehrlichkeit schwächen und lizenzierte Hersteller benachteiligen. SAB verlangt deshalb ein stabiles, inflationsgebundenes System anstelle wiederholter Erhöhungen oberhalb der Inflation.

Gesundheitspolitische Organisationen vertreten eine andere Position. Business Day berichtete, die Southern African Alcohol Policy Alliance unterstütze das vorgeschlagene Stufenmodell als Instrument für bessere Gesundheitsergebnisse. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, wie die Regierung dieses Ziel gegen Einnahmensicherung und die Bedenken legaler Hersteller abwägt. Für Brauer und ihre Lieferketten geht es darum, ob sich Preise und Investitionen künftig anhand eines berechenbaren Maßstabs planen lassen oder ein neues System alkoholstärkere Biere höher besteuert.

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