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Südafrika senkt Zitrusexportprognose wegen Konflikt, Fluten und Hafenproblemen erneut

Südafrika hat seine Prognose für die Zitrusexporte in dieser Saison zum zweiten Mal gesenkt, von 209,4 Millionen auf 196,5 Millionen 15-kg-Kisten. Laut FreshFruitPortal belasten der Krieg im Iran, Unwetter, Hafenengpässe und schwächere Absatzmärkte die Lieferungen.

Südafrika senkt Zitrusexportprognose wegen Konflikt, Fluten und Hafenproblemen erneut

Prognose fällt auf 196,5 Millionen Kisten

Südafrikas Zitrusbranche hat ihre Exportprognose in dieser Saison zum zweiten Mal gesenkt. Statt der zu Kampagnenbeginn erwarteten 209,4 Millionen 15-kg-Kisten werden nun 196,5 Millionen Kisten veranschlagt. Laut FreshFruitPortal liegt die neue Schätzung 6 % unter den ursprünglichen Erwartungen der Branche.

Damit wurden 12,9 Millionen Kisten aus der anfänglichen Prognose gestrichen. Eine vorherige Anpassung war Anfang August veröffentlicht worden; damals verwies die Branche auf übliche Korrekturen der Erzeuger im Saisonverlauf. Die neue Kürzung ist breiter angelegt und spiegelt logistische, wirtschaftliche und wetterbedingte Belastungen für Produktion und Zugang zu Auslandsmärkten wider.

Navelorangen verzeichnen stärksten Rückgang

In der jüngsten Prognose der Citrus Growers’ Association wurden alle Zitruskategorien außer Zitronen nach unten korrigiert. Bei Navelorangen ist der Rückgang am größten: Die Exportprognose sank um 19 % von ursprünglich 30 Millionen auf 24,3 Millionen Kisten. Das entspricht einem Minus von 5,7 Millionen Kisten.

Die Grapefruitlieferungen werden nun auf 16,1 Millionen Kisten geschätzt, fast 2 Millionen weniger als zu Saisonbeginn und ein Rückgang um 9,5 %. Die Prognose für Mandarinen sank um 6,5 % auf 49,3 Millionen Kisten, jene für Valenciaorangen um 8 % auf 56,6 Millionen.

Valenciaorangen befinden sich in der Hochsaison, doch ihre Prognose wurde Anfang September bereits zum dritten Mal gesenkt. Der Branchenverband bezeichnete die Kampagne als „ungewöhnliche Saison“. Damit setzten sich die Anpassungen auch nach den übergreifenden Revisionen der gesamten Zitrusexporte fort.

Zitronen bilden die einzige Ausnahme. Ihre Exportprognose stieg um 9,3 %, von knapp 46 Millionen 15-kg-Kisten zu Saisonbeginn auf mehr als 50 Millionen. Der Zuwachs gleicht die Rückgänge bei Orangen, Grapefruits und Mandarinen teilweise aus, verhindert aber nicht das Minus in der Gesamtprognose.

Nahostzugang und Hafenlogistik unter Druck

Boitshoko Ntshabele, Geschäftsführer der Citrus Growers’ Association, führte die jüngste Revision darauf zurück, dass mehrere externe Risiken gleichzeitig eingetreten seien. FreshFruitPortal zufolge haben die Folgen des Krieges im Iran die Kosten erhöht und vor allem den Zugang zum Nahen Osten versperrt. Die Region nimmt normalerweise 20 % der südafrikanischen Zitrusverkäufe ab und gehört zu den größten Märkten der Branche.

Die Produktion wurde zudem zu Jahresbeginn zweimal von Starkregen und Überschwemmungen getroffen. Ntshabele zufolge wurden einige Plantagen zerstört. Gleichzeitig kämpfen Exporteure weiterhin mit Störungen und Engpässen in den Häfen, die den Abtransport der Früchte während der Verschiffungssaison begrenzen.

Die CGA verwies außerdem auf schwache Bedingungen in wichtigen Absatzmärkten, in denen die Kaufkraft der Verbraucher im vergangenen Jahr zurückgegangen ist. Das Zusammenspiel aus geringerem Exportangebot, eingeschränktem Marktzugang und Hafenproblemen schafft je nach Zitruskategorie unterschiedliche Risiken: starke Volumenverluste bei Navelorangen, niedrigere Prognosen für Valenciaorangen, Mandarinen und Grapefruits sowie ein größeres Zitronenangebot, für das Käufer gefunden werden müssen.

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