Südafrika hebt Maisernteprognose 2025/26 auf 17,363 Millionen Tonnen an
Südafrikas Crop Estimates Committee erwartet für 2025/26 eine um 4,3 % höhere Maisernte von 17,363 Millionen Tonnen. Davon entfallen 9,391 Millionen Tonnen auf weißen und 7,972 Millionen Tonnen auf gelben Mais.
Ausschuss hebt Ernteschätzung an
Südafrikas Landwirte dürften in der Saison 2025/26 insgesamt 17,363 Millionen Tonnen Mais ernten, teilte das staatliche Crop Estimates Committee mit. Die sechste Prognose für die Sommerkulturen liegt 4,3 % über den 16,65 Millionen Tonnen der vorherigen Saison.
Die neue Projektion übertrifft zudem die Schätzung des Ausschusses vom 25. Juni, die bei 17,255 Millionen Tonnen gelegen hatte. Durch die Revision steigt die erwartete Ernte um 108.000 Tonnen, womit sich die Aussicht auf ein höheres südafrikanisches Maisangebot weiter festigt.
Weißer Mais bleibt der größte Bestandteil
Die Prognose setzt sich aus 9,391 Millionen Tonnen weißem Mais und 7,972 Millionen Tonnen gelbem Mais zusammen. Der überwiegend für die menschliche Ernährung verwendete weiße Mais stellt etwas mehr als die Hälfte der erwarteten Landesernte. Gelber Mais wird hauptsächlich als Tierfutter eingesetzt.
Reuters veröffentlichte die Zahlen nach der jüngsten Prognose des Ausschusses; auch Devdiscourse nannte die amtliche Gesamtschätzung und die Aufteilung auf beide Kategorien. Die Quellen enthalten keinen getrennten Vorjahresvergleich für weißen und gelben Mais. Der Zuwachs von 4,3 % bezieht sich daher auf die gesamte Produktion.
Größere Ernte stärkt regionale Versorgung
Die höhere Schätzung deutet auf eine bessere inländische Verfügbarkeit für Lebensmittelverarbeiter, Futtermittelhersteller und Getreidehändler hin. Die Menge an weißem Mais ist besonders für den Lebensmittelmarkt relevant, während die Prognose für gelben Mais das Angebot für die Vieh- und Geflügelfütterung prägt.
Eine Ernte von 17,363 Millionen Tonnen könnte Exporteuren zudem mehr Spielraum für Lieferungen an regionale Abnehmer geben, sobald der Inlandsbedarf gedeckt ist. Die veröffentlichten Schätzungen enthalten jedoch weder eine Exportprognose noch Angaben zu Zielmärkten, Anbaufläche, Erträgen oder erwarteten Preisen. Die Folgen für die Handelsströme hängen deshalb vom endgültigen Ernteergebnis, dem Inlandskonsum und den tatsächlich vermarktbaren Mengen beider Maissorten ab.
Gemessen an der gesamten Ernte fällt die Anhebung gegenüber Juni gering aus. Dennoch liefert sie den Marktteilnehmern im weiteren Saisonverlauf ein klareres Bild des Angebots. Erzeuger und Händler werden prüfen, ob die erwarteten Mengen größere vermarktbare Überschüsse schaffen, während Verarbeiter und Futtermittelhersteller auf Verfügbarkeit und Preise von weißem und gelbem Mais achten.