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Studie weist Blei in 99 von 100 in den USA gekauften Katzenfuttern nach

Das Clean Label Project wies in 99 % von 100 in den USA gekauften Katzenfuttern Blei nach, bezeichnete den Vergleich jedoch nicht als Sicherheitsbewertung. Fischhaltige Produkte und Trockenfutter zeigten bei einzelnen Schadstoffen höhere Werte als andere Proben.

Studie weist Blei in 99 von 100 in den USA gekauften Katzenfuttern nach

Metalle in fast allen Proben nachgewiesen

Das Clean Label Project untersuchte 100 Katzenfutter von 62 Marken auf mehr als 122 Schadstoffe, wie myfin.by berichtet. Blei wurde in 99 % der Proben nachgewiesen, Cadmium in 96 % und Arsen in 94 %. Zu den getesteten Produkten gehörten einzelne Artikel von Royal Canin, Purina, Hill's, Sheba, Acana und Orijen sowie weiteren international bekannten Marken.

Untersucht wurden konkrete Produkte, die in den USA gekauft worden waren. Die Ergebnisse gelten daher weder für das gesamte Sortiment der genannten Marken noch automatisch für Futter, das in anderen Ländern produziert oder verkauft wird. Für internationale Anbieter ist diese Abgrenzung wichtig, weil sich Rezepturen, Rohstoffquellen und Produktionsstandorte je nach Markt unterscheiden können.

Das Clean Label Project betonte zudem, dass der Nachweis eines Stoffes allein nicht bedeutet, dass ein Futter unsicher ist. Die Untersuchung verglich die ausgewählten Proben und war keine formelle Sicherheitsbewertung der einzelnen Produkte. Der Bericht von myfin.by enthält auch keine Hinweise auf Rückrufe oder behördliche Maßnahmen infolge der Tests.

Höhere Werte bei Fisch und Trockenfutter

Der größte Unterschied zwischen den Zutatenkategorien zeigte sich bei Fisch und Meeresfrüchten. In diesen Proben lag der Quecksilbergehalt etwa 18-mal höher als in den übrigen untersuchten Futtern. Die Autoren erklärten nicht jedes Fischfutter für gefährlich, empfahlen bei dauerhafter Fütterung solcher Rezepturen aber einen Wechsel der Proteinquellen zu erwägen.

Auch zwischen den Futterarten bestand ein deutlicher Abstand. Die untersuchten Trockenfutter enthielten etwa dreimal so viel Blei wie Nassfutter und luftgetrocknete Produkte. Das könnte Hersteller und Rohstoffeinkäufer veranlassen, Rezepturen, Zutaten und Verarbeitung zu prüfen. Welche dieser Größen den Unterschied verursacht hat, zeigt die Studie jedoch nicht.

Neben Metallen umfasste das Testprogramm Pestizide, Glyphosat, Phthalate und weitere Chemikalien. Glyphosat wurde in einem Teil der Proben gefunden. Bei 35 der 100 Futter war die zuerst deklarierte Fleisch- oder Fischzutat tatsächlich nicht der mengenmäßig größte Bestandteil unter den ersten zehn Zutaten.

Folgen für Marken und Handel

Der Zutatenbefund ergänzt die Schadstofffrage um ein Thema für Kennzeichnung und Produktpositionierung. Das Clean Label Project rät, die vollständige Zutatenliste zu prüfen und sich nicht nur auf die zuerst genannte Fleisch- oder Fischzutat zu verlassen. Bei lose verkauftem Futter ist die Rückverfolgbarkeit schwieriger, weil Originalverpackung, genaue Produktbezeichnung oder Chargendaten fehlen können.

Mars, zu dessen Portfolio Royal Canin, Whiskas, Sheba und Iams gehören, erklärte, Rohstoffe und Fertigprodukte während sämtlicher Produktionsstufen zu kontrollieren und Qualitätsstandards einzuhalten. Ein Teil dieser Markenprodukte für Belarus wird häufiger in russischen Mars-Werken hergestellt. Die russische Pressestelle des Unternehmens verwies auf die Einhaltung russischer und belarussischer Qualitätsstandards.

Für Hersteller und Händler erhöht die Studie den Druck, chargenbezogene Prüfungen verständlich zu dokumentieren, obwohl sie die untersuchten Produkte nicht als unsicher einstuft. Rückrufe oder strengere Grenzwerte würden belastbare Sicherheitsschwellen, eine Expositionsanalyse und Entscheidungen der zuständigen Behörden erfordern. Vorerst liefern die Ergebnisse einen Vergleich von 100 in den USA gekauften Produkten und kein Urteil über ganze Marken oder den weltweiten Katzenfuttermarkt.

Vollständige Marktanalyse

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