Sri Lanka lässt 30.000 Tonnen staatliche Rohreisbestände verarbeiten
Sri Lankas Kabinett hat die Verarbeitung von 30.000 Tonnen staatlichem Rohreis zu verpacktem Reis genehmigt. Registrierte private Mühlen übernehmen die Verarbeitung; der Absatz erfolgt über staatliche, genossenschaftliche und private Händler.
Kabinett genehmigt Freigabe staatlicher Bestände
Sri Lankas Kabinett hat ein Programm gebilligt, nach dem 30.000 Tonnen Rohreis des Paddy Marketing Board verarbeitet und als Reis auf dem heimischen Markt verkauft werden sollen. Das berichtete Daily Mirror am 11. August. Die Maßnahme soll das staatliche Aufkaufprogramm für Rohreis unterstützen und zugleich eine ausreichende Reisversorgung gewährleisten.
Die Entscheidung folgt einer Empfehlung der 34. Sitzung des Ausschusses für Lebensmittelpolitik und -sicherheit vom 22. Juli 2026. Auch Hiru News berichtete, der Ausschuss habe vorgeschlagen, Bestände des Paddy Marketing Board über das staatliche Großhandelssystem mahlen und den gewonnenen Reis vermarkten zu lassen.
Das Programm betrifft Rohreis und nicht das fertige Lebensmittel. Die Quellen nannten weder die Ausbeute nach dem Mahlen noch die erwartete Menge an verpacktem Reis, die Sorten oder einen Zeitplan für den Verkaufsstart. Diese Angaben entscheiden über den tatsächlichen Beitrag zur Versorgung der Verbraucher.
Registrierte Mühlen übernehmen Verarbeitung und Verpackung
Die Cooperative Wholesale Trading Corporation, kurz CWE, organisiert Verarbeitung und Verpackung. Sie wird Interessenbekundungen von Mühlenbetreibern einholen, die beim Paddy Marketing Board registriert sind. Die teilnehmenden Betriebe sollen den staatlichen Rohreis verarbeiten und Reis in Packungen zu 5 kg, 10 kg, 25 kg und 50 kg liefern.
Damit wird private Verarbeitungskapazität in ein staatlich gesteuertes Freigabeprogramm eingebunden. Die veröffentlichte Entscheidung nennt weder teilnehmende Unternehmen und Verarbeitungsentgelte noch die Verteilung des Rohreises auf einzelne Mühlen. Offen bleibt auch, ob die Ware auf einmal oder über einen längeren Zeitraum verkauft wird.
Ein aufgrund eines Kabinettsbeschlusses vom 15. Dezember 2025 eingesetzter Preisausschuss hat die Umwandlungsrate von Rohreis zu Reis und einen angemessenen Verkaufspreis festgelegt. Ihm gehören Vertreter des Paddy Marketing Board, der CWE, von Lanka Sathosa, des National Post-Harvest Management Institute und des Hector Kobbekaduwa Agricultural Research and Training Institute an. Die festgelegte Rate und der Verkaufspreis wurden nicht veröffentlicht.
Öffentliche und private Vertriebskanäle werden kombiniert
Der fertige Reis soll über Lanka Sathosa, genossenschaftliche Verkaufsstellen und private Anbieter vertrieben werden. Mehrere Kanäle können die Verfügbarkeit im Einzelhandel erhöhen. Die Wirkung hängt jedoch davon ab, wann die Ware in die Geschäfte gelangt, wie viel Reis beim Mahlen gewonnen wird und welchen Preis der Ausschuss festgesetzt hat.
Daily Mirror bezifferte Sri Lankas Tagesbedarf auf 6.000 Tonnen und bezeichnete 30.000 Tonnen als Vorrat für fünf Tage. Dieser Vergleich beruht auf dem Bruttogewicht des Rohreises. Da die Menge des fertigen Reises nach dem Mahlen geringer ist, reicht das Ergebnis beim genannten Verbrauch für weniger als fünf Tage. Ohne Angabe der Ausbeute ist keine genauere Schätzung möglich.
Für Landwirte und Mühlen hängt die Freigabe auch mit der Fähigkeit des Staates zusammen, vorhandene Lagerbestände abzubauen und den Rohreisaufkauf fortzusetzen. Für Händler und Verbraucher sind Endmenge, Zeitpunkt und Preis entscheidend. Der Verarbeitungs- und Vertriebsweg steht fest, doch die veröffentlichten Informationen reichen für eine Bewertung der Preiswirkung noch nicht aus.