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Spirituosenabsatz sinkt weltweit um 3 %, während indischer Whisky und Tequila wachsen

Der weltweite Spirituosenabsatz sank 2025 um 3 %, blieb ohne nationale Spirituosen wie chinesischen Baijiu jedoch weitgehend stabil. Indischer Whisky, Ultra-Premium-Tequila und preisgünstiger Gin behaupteten sich, während Cognac und Armagnac den stärksten Rückgang verzeichneten.

Spirituosenabsatz sinkt weltweit um 3 %, während indischer Whisky und Tequila wachsen

Nationale Spirituosen verstärken den globalen Rückgang

Der weltweite Spirituosenabsatz sank 2025 um 3 %, wie aus 2026 veröffentlichten IWSR-Daten hervorgeht, über die HorecaNews berichtete. Der Rückgang fiel stärker aus als das Minus von 2 % bei allen alkoholischen Getränken, das etwa 500 Millionen Neun-Liter-Kisten entsprach. Damit gingen die gesamten Alkoholmengen im dritten Jahr in Folge zurück.

Die Gesamtzahl für Spirituosen wurde stark von nationalen Produkten beeinflusst, insbesondere von chinesischem Baijiu. Ohne diese Getränke blieb das weltweite Volumen weitgehend stabil. Die Differenz zeigt, dass Kategorie, Preissegment und Region zunehmend wichtiger sind als ein vermeintlich einheitlicher Nachfragerückgang.

Indien trägt Whisky, während Scotch verliert

Whisky gehörte mit einem weltweiten Volumenplus von 2 % zu den wachsenden Kategorien. Der Zuwachs stammte fast vollständig von indischem Whisky im indischen Markt, wo das Segment 2025 um 4 % wuchs. IWSR meldete außerdem positive Ergebnisse im Premiumbereich und steigendes Interesse an indischen Single Malts, obwohl günstigere Produkte weiterhin den größten Marktanteil stellten.

In anderen Segmenten war das Bild gemischt. Irish Whiskey legte um 2 % zu, Scotch Whisky verlor 2 %, japanischer Whisky 3 % und kanadischer Whisky 1 %. Das Gesamtwachstum spiegelt daher vor allem Größe und Dynamik Indiens wider, nicht eine breite Erholung der wichtigsten Whisky-Herkünfte.

Auch Tequila legte weltweit um 2 % zu. Das Tempo blieb hinter der kräftigen Expansion von 2021 und 2022 zurück, doch das obere Marktsegment entwickelte sich weiterhin überdurchschnittlich: Ultra-Premium-Tequila wuchs um 8 %. Für Hersteller und Händler zeigt dies, dass Verbraucher trotz des schwächeren Gesamtmarktes für ausgewählte hochwertige Agavenprodukte mehr ausgeben.

Gin-Wachstum verlagert sich in günstigere Segmente

Das weltweite Gin-Volumen stieg um 1 %, doch die Wachstumstreiber unterschieden sich von denen des früheren Booms. Laut IWSR kamen die Zuwächse vor allem von lokal produziertem Gin im Niedrigpreis- und Value-Segment der Schwellenländer. Premium-Plus-Gin verlor weltweit 2 %, obwohl Brasilien, Indien, Japan und Frankreich positive Ergebnisse erzielten.

Bitters und Spirituosen-Aperitifs legten mengenmäßig um 2 % zu. Standardprodukte und günstigere Bitters trieben das Wachstum in Subsahara-Afrika und Südamerika, während Spirituosen-Aperitifs weltweit weiter expandierten. Europa blieb der zentrale Markt, stellte mehr als zwei Drittel des globalen Konsums von Spirituosen-Aperitifs und erzielte 2025 eine positive Entwicklung.

Cognac verzeichnet den stärksten Rückgang

Mehrere große internationale Kategorien blieben unter Druck. Wodka verlor 2 % und Rum 1 %, wobei der Rummarkt laut IWSR weiterhin über dem Niveau von 2019 lag. Cognac und Armagnac verzeichneten mit 7 % den stärksten Rückgang, nachdem es bereits 2023 und 2024 ähnliche Einbußen gegeben hatte.

Regionale Ausnahmen zeigen, dass globale Durchschnittswerte Lieferanten und Händlern nur einen Teil des Bildes liefern. In Südafrika erzielten sowohl Rum als auch Cognac und Armagnac 2025 zweistellige Zuwächse, obwohl die weltweiten Volumen sanken. Auch die Premiumisierung wirkte uneinheitlich: Sie stützte indischen Whisky und Tequila, konnte aber den globalen Rückgang bei Premium-Plus-Gin nicht verhindern.

Die Daten für 2025 teilen die Branche in klar erkennbare Wachstums- und Schwächezonen. Indien war der wichtigste Motor für Whisky, Europa behielt sein Gewicht bei Spirituosen-Aperitifs, und Schwellenländer stützten erschwinglichen Gin und Bitters. Für Hersteller, Importeure und Händler dürfte die Ausrichtung des Portfolios auf einzelne Länder und Preissegmente daher wichtiger sein, als das globale Minus von 3 % allein vermuten lässt.

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