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Spanien verliert 527.600 Hektar Anbaufläche, während Dauerkulturen zulegen

Spaniens Anbaufläche schrumpfte zwischen 2015 und 2024 um 527.600 Hektar auf 16,50 Millionen Hektar. Dauerkulturen gewannen 425.400 Hektar hinzu, während Acker- und Brachflächen zurückgingen.

Spanien verliert 527.600 Hektar Anbaufläche, während Dauerkulturen zulegen

Anbaufläche sinkt binnen zehn Jahren um 3%

Spaniens Anbaufläche ist zwischen 2015 und 2024 um 527.600 Hektar zurückgegangen. Das berichtet Agroinformación unter Berufung auf das Statistische Jahrbuch 2025 des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung. Insgesamt sank die Fläche um 3% von 17,03 Millionen Hektar im Jahr 2015 auf 16,50 Millionen Hektar im Jahr 2024.

Die Entwicklung zeigt einen schrittweisen Rückgang der unmittelbar für den Pflanzenbau genutzten Flächen. Zugleich verändert sich die Zusammensetzung der spanischen Landwirtschaft deutlich: Flächen für krautige Kulturen und Brachen nehmen ab, während sich Dauerkulturen weiter ausbreiten.

Die Anbaufläche ist von der gesamten durch landwirtschaftliche Betriebe bewirtschafteten Fläche zu unterscheiden. Spanien zählte 2024 insgesamt 784.089 landwirtschaftliche und tierhaltende Betriebe, die zusammen 27,55 Millionen Hektar bewirtschafteten. Diese breitere Kennzahl umfasst auch Flächen außerhalb der 16,50 Millionen Hektar ausgewiesener Anbaufläche.

Dauerkulturen gewinnen Fläche

Krautige Kulturen belegten 2024 insgesamt 8,97 Millionen Hektar, verglichen mit 9,04 Millionen Hektar im Jahr 2015. Der Rückgang blieb über das gesamte Jahrzehnt relativ gering, verkleinerte aber die Flächenbasis für einjährige und andere krautige Kulturen.

Deutlich stärker schrumpften die Brachflächen. Sie gingen von 3,28 Millionen Hektar im Jahr 2015 auf 2,41 Millionen Hektar im Jahr 2024 zurück, ein Minus von 870.000 Hektar. Einen Teil der veränderten Flächenbilanz glichen Dauerkulturen aus: Ihre Fläche wuchs um 425.400 Hektar von 4,69 Millionen auf 5,12 Millionen Hektar.

Diese Verschiebung verändert das Produktionsprofil der spanischen Landwirtschaft. Bei krautigen Kulturen können Landwirte ihre Anbauentscheidungen in der Regel von Saison zu Saison anpassen. Dauerkulturen binden dagegen Fläche und Kapital über längere Zeiträume. Ein größerer Bestand an Dauerkulturen erhöht damit die Spezialisierung und begrenzt die Geschwindigkeit, mit der Erzeuger auf veränderte Preise einjähriger Kulturen, Kosten oder Nachfrage reagieren können.

Wetter und geringe Rentabilität gefährden weitere Flächen

Nach Angaben von Agroinformación könnte sich der Rückgang der Anbaufläche fortsetzen. Großbrände, Starkregen, Stürme und in Spanien als DANA bezeichnete isolierte Höhentiefs belasten den Sektor. Gleichzeitig hat die geringe Rentabilität Warnungen vor sinkender Produktion und der Aufgabe von Kulturen ausgelöst.

Für Verarbeiter, Händler und Transportunternehmen kann eine kleinere und anders strukturierte Produktionsbasis neue Beschaffungsgebiete, veränderte Saisonmengen und eine andere Frachtnachfrage bedeuten. Entscheidend ist, welche Kulturen aus der Produktion fallen und wo Dauerkulturen expandieren. Auch die regionale Konzentration spielt eine Rolle: In Kastilien und León bewirtschafteten landwirtschaftliche und tierhaltende Betriebe 5,98 Millionen Hektar, in Andalusien 5,46 Millionen Hektar. In Andalusien lagen zudem 251.820 der landesweit 784.089 Betriebe.

Die Daten für das Jahrzehnt zeigen weder den konkreten Produktionsverlust noch, ob höhere Erträge den Flächenrückgang ausgeglichen haben. Klar ist jedoch, dass Spanien insgesamt weniger Land für den Pflanzenbau nutzt und einen größeren Anteil davon Dauerkulturen zuweist. Für Rohstoffkäufer und Lieferanten hängt die künftige Verfügbarkeit daher nicht nur von der Hektarzahl ab, sondern auch von den Kulturen, die den krautigen Anbau ersetzen, sowie davon, ob Wetterrisiken und geringe Erträge die Flächenaufgabe beschleunigen.

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