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Spanien vergibt 100 Millionen Euro an zwei grüne Wasserstoffprojekte

Spaniens Umweltministerium MITECO stellt rund 100 Millionen Euro aus EU-Aufbaumitteln für Projekte von Doña Urraca Energy und Repsol bereit. Die Anlagen in Albacete und Puertollano erreichen zusammen 42,27 MW Elektrolyseleistung.

Spanien vergibt 100 Millionen Euro an zwei grüne Wasserstoffprojekte

Spanien übernimmt Projekte von der EU-Reserveliste

Spaniens Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung, MITECO, stellt rund 100 Millionen Euro für zwei Projekte zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in Kastilien-La Mancha bereit. Die von Doña Urraca Energy und Repsol entwickelten Anlagen entstehen laut El Español in den Provinzen Albacete und Ciudad Real.

Beide Projekte hatten bei der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank genügend Punkte für die Reserveliste erhalten. Direkte Unterstützung der Europäischen Union bekamen sie jedoch nicht, weil das verfügbare Budget ausgeschöpft war. Spanien nahm sie anschließend in eine nationale Förderrunde auf, die mit Next-Generation-Mitteln aus dem Aufbauplan finanziert wird.

Anlagen in Albacete und Puertollano erreichen 42,27 MW

Das Projekt Quixotgen von Doña Urraca Energy in der Provinz Albacete erhält 50,2 Millionen Euro. Das Unternehmen plant eine Anlage mit 30 MW Elektrolyseleistung. Damit ist Quixotgen gemessen an der Leistung das größere der beiden Projekte in Kastilien-La Mancha.

Für Repsols Projekt P-HYNET in Puertollano in der Provinz Ciudad Real sind knapp 49,8 Millionen Euro vorgesehen. Die Anlage soll eine Leistung von 12,27 MW erreichen. Zusammen stehen Quixotgen und P-HYNET für geplante 42,27 MW Elektrolyseleistung und etwas mehr als 100 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln.

Die Zuschüsse gehören zu einem Förderpaket von 233,4 Millionen Euro für drei Projekte in Kastilien-La Mancha und Galicien. Dritter Begünstigter ist Repsols Projekt Atlas in Arteixo in der Provinz A Coruña. Es erhält mit 133,4 Millionen Euro den größten Einzelbetrag der drei Vorhaben.

Zahlungen hängen von zertifizierter Produktion ab

Für die Projekte liegen inzwischen positive endgültige Bescheide vor. Sie können höchstens zehn Jahre lang Zuschüsse erhalten, deren Höhe von der produzierten Menge an zertifiziertem, zu 100 % erneuerbarem Wasserstoff abhängt. Die Förderung ist damit an die tatsächliche Produktion und nicht allein an den Bau von Elektrolysekapazität gebunden. Das Geld stammt aus einem nationalen Förderaufruf über 440,5 Millionen Euro, den das Institut für Energiediversifizierung und Energieeinsparung, IDAE, nach Ausschöpfung des europäischen Auktionsbudgets auflegte.

Nach Angaben von MITECO sollen die Projekte fossile Brennstoffe durch Wasserstoff aus erneuerbarem Strom ersetzen und so den Kohlendioxidausstoß der Industrie senken. Das Ministerium betrachtet erneuerbaren Wasserstoff zudem als strategische Technologie für Industrie und Schwerverkehr sowie als Instrument zur Stärkung der spanischen Energieautonomie.

Die neuen Mittel ergänzen Programme wie H2 Pioneros, H2 Cadena de Valor, H2 Valles und wichtige Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse. Einschließlich dieser Instrumente und der aktuellen Zuschüsse hat IDAE bereits knapp 3 Milliarden Euro aus EU-Mitteln für die Entwicklung von grünem Wasserstoff in Spanien bereitgestellt. Für Projektentwickler und mögliche Industriekunden entscheidet sich nun, ob die geförderten Anlagen eine zertifizierte Produktion erreichen und während des Förderzeitraums dauerhaft Abnehmer finden.

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