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Spanien genehmigt 903 Hektar neue Rebflächen für 2026 und damit 57 % der Anträge

Spanien hat für 2026 neue Weinreben auf 903 Hektar genehmigt, beantragt waren 1.584 Hektar. Die Regierung verweist auf Überangebotsrisiken und den sinkenden weltweiten Weinkonsum; gekürzt wird vor allem die Fläche je Betrieb, weniger die Zahl erfolgreicher Antragsteller.

Spanien genehmigt 903 Hektar neue Rebflächen für 2026 und damit 57 % der Anträge

Genehmigte Rebfläche bleibt deutlich unter den Anträgen

Das spanische Landwirtschaftsministerium hat für 2026 neue Weinreben auf 903 Hektar genehmigt. Das entspricht 57 % der von den Erzeugern beantragten 1.584 Hektar, berichtet La Gaceta. Damit bleiben 681 Hektar ohne Genehmigung. Zugleich setzt sich der Rückgang der nationalen Quote fort: von 928 Hektar im Jahr 2024 über 914 Hektar 2025 auf 903 Hektar 2026.

Die genehmigte Fläche entspricht 0,1 % der bestehenden spanischen Rebfläche. Nach den Vorschriften der Europäischen Union dürfen Mitgliedstaaten Neuanpflanzungen von bis zu 1 % der im Vorjahr bestockten Fläche zulassen. Für Spanien entspräche der volle Spielraum rund 9.000 Hektar und damit etwa dem Zehnfachen der für 2026 freigegebenen Fläche.

Nach Anwendung einer Obergrenze von fünf Hektar je Antragsteller stufte das Ministerium zunächst 1.290 Hektar als zulässig ein. Das administrative Punktesystem und die nationale Quote reduzierten die endgültige Zuteilung anschließend auf 903 Hektar. Bevorzugt werden unter anderem junge Neueinsteiger sowie kleine und mittlere Betriebe, die zusammen höchstens 3,5 Punkte erhalten können. Erwartete Rentabilität, wirtschaftliche Tragfähigkeit oder vorhandene Absatzmöglichkeiten werden dagegen nicht unmittelbar priorisiert.

Castilla-La Mancha trägt den größten Flächenverlust

Auf Castilla-La Mancha, Spaniens größte Weinbauregion, entfiel der größte Teil der nicht genehmigten Fläche. Die Erzeuger beantragten dort 1.158 Hektar, erhielten aber Genehmigungen für lediglich 653 Hektar. Somit wurden 505 Hektar beziehungsweise 43,6 % der beantragten Fläche nicht bewilligt.

La Rioja verzeichnete anteilig die stärkste Kürzung. Sieben Hektar wurden beantragt, aber nur ein Hektar genehmigt; damit wurden 85,7 % der gewünschten Fläche abgelehnt. In Extremadura blieben 48,6 % und in Katalonien 38,5 % der beantragten Hektar unberücksichtigt.

Gemessen an der Zahl der Anträge fiel die Wirkung geringer aus. Von landesweit 889 eingereichten Anträgen wurden 789 genehmigt und 100 abgelehnt. Das zeigt, dass das System vor allem die einzelnen Betrieben zugeteilte Fläche verringerte, statt einen vergleichbaren Anteil der Antragsteller vollständig auszuschließen.

Geschützte Herkunftsgebiete können kaum wachsen

Besonders streng waren die Beschränkungen in mehreren geschützten Ursprungsbezeichnungen. Rioja erhielt trotz 5,3 zulässiger Hektar eine Quote von 0,1 Hektar. Für Cava wurde ebenfalls eine Obergrenze von 0,1 Hektar festgelegt, letztlich aber keine Neuanpflanzung genehmigt. Ribera del Duero wurde auf 0,1 Hektar beschränkt, Rueda auf einen Hektar. Das Ministerium folgte dabei den Empfehlungen der jeweiligen Kontrollräte.

Die Regierung begründet die Einschränkungen mit dem Risiko eines Überangebots und dem Schutz des Ansehens bestimmter Herkunftsbezeichnungen. Hinzu kommt die schwächere Weinnachfrage. Laut dem Strategieplan der spanischen Weinbranchenorganisation sinkt der weltweite Verbrauch seit 2017 und erreichte 2024 mit 214 Millionen Hektolitern den niedrigsten Stand seit drei Jahrzehnten. Die Branche setzt deshalb stärker auf einen höheren Verkaufswert als auf steigende Mengen.

Die Organisation will die spanische Rebfläche bei rund 911.000 Hektar stabilisieren. Eine vollständige Nutzung des EU-Spielraums könnte ihrer Einschätzung nach in drei oder vier Jahren zusätzliche Produktion schaffen, wenn die neuen Reben erstmals tragen. Für Erzeuger begrenzt die Entscheidung den Zugang zu künftiger Kapazität, selbst wenn Land und Investitionspläne vorhanden sind. Für Weingüter und Herkunftsgebiete bremst die engere Quote dagegen ein mögliches Angebotswachstum, während der Konsum langfristig unter Druck steht.

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