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Slovalco will Aluminiumhütte in der Slowakei am 29. August neu starten

Slovalco bereitet nach rund dreieinhalb Jahren Stillstand die Wiederaufnahme der Primäraluminiumproduktion in Žiar nad Hronom vor. Der Neustart soll etwa 100 Millionen € kosten und hängt von höheren Energiekostenausgleichen sowie einem neuen Stromvertrag ab.

Slovalco will Aluminiumhütte in der Slowakei am 29. August neu starten

Produktionsstart für den 29. August geplant

Slovalco bereitet nach rund dreieinhalb Jahren Stillstand den Neustart der Primäraluminiumproduktion in seinem Werk in Žiar nad Hronom vor, berichtet die slowakische Wirtschaftszeitung Hospodárske noviny. Geschäftsführer Milan Veselý strebt den 29. August als Starttermin an. An diesem Tag wurde 1953 in Žiar nad Hronom erstmals Aluminium produziert.

Mit dem Neustart würde eine der größten Industrieanlagen der Slowakei wieder in Betrieb gehen. Die Drosselung der Produktion und das schrittweise Abschalten der Öfen begannen vor vier Jahren. Die Herstellung von Primäraluminium ruht seit ungefähr dreieinhalb Jahren.

Die Erhaltung des Werks im Bereitschaftsbetrieb kostet rund 2 Millionen € pro Monat, sagte Veselý gegenüber Hospodárske noviny. Für den eigentlichen Neustart werden etwa 100 Millionen € benötigt. Dies ist bereits vor dem regelmäßigen Einkauf von Rohstoffen und Strom eine erhebliche industrielle Investition.

Regierungsgespräche änderten die Pläne der Eigentümer

Slovalco gehört Norsk Hydro und Penta, wobei Penta Minderheitsaktionär ist. Laut Veselý standen die Eigentümer kurz davor, sich mit einem Ende ihrer Aktivitäten in der Slowakei abzufinden, bevor sie sich im Dezember mit Regierungsvertretern trafen.

Veselý und der Vorstandsvorsitzende von Norsk Hydro, Eivind Kallevik, trafen in dieser Gesprächsrunde Ministerpräsident Robert Fico. Veselý zufolge beauftragte Fico anschließend Umweltminister Tomáš Taraba, Wirtschaftsministerin Denisa Saková und Finanzminister Ladislav Kamenický damit, das weitere Vorgehen zu vereinbaren. Nach schwierigen Verhandlungen wurde schließlich ein Memorandum zur Unterstützung des Neustarts unterzeichnet.

Zwei Faktoren ermöglichen die Wiederaufnahme der Produktion: höhere Ausgleichszahlungen für energieintensive Unternehmen und ein Stromliefervertrag mit dem staatlichen Wasserkraftbetreiber Vodohospodárska výstavba. Die Maßnahmen setzen bei den Stromkosten an, die zu den wichtigsten Belastungen der Primäraluminiumproduktion in der Slowakei und in Europa gehören.

Stromversorgung bleibt der entscheidende Engpass

Bei Vollauslastung benötigt die Slovalco-Hütte jährlich 2,5 Terawattstunden Strom. Im Rahmen des neuen Vertrags wird das Unternehmen von Vodohospodárska výstavba eine Strommenge beziehen, die etwa ein Drittel seiner Kapazität abdeckt, sagte Veselý. Genaue Konditionen und Preise des Vertrags wurden im Ausgangsmaterial nicht genannt.

Vodohospodárska výstavba erzeugt jährlich rund 2,2 bis 2,5 Terawattstunden und könnte die Hütte damit theoretisch bei voller Produktion versorgen. Die Erzeugung hängt jedoch von den hydrologischen Bedingungen ab. Veselý wies darauf hin, dass Trockenheit eine ausreichende Stromproduktion verhindern kann. Dieses Risiko trat auch in Norwegen auf.

Slovalco muss somit einen kostspieligen Neustart bewältigen und bleibt zugleich von Stromverfügbarkeit, hohen Elektrizitätspreisen und der Konkurrenz durch günstigeres Importaluminium abhängig. Der 29. August markiert den Beginn des Hochfahrens, nicht die garantierte Rückkehr zur vollen Kapazität. Für die Slowakei würde das Projekt die heimische Primäraluminiumproduktion wiederherstellen. Seine langfristige Bedeutung für europäische Metallabnehmer hängt davon ab, wie schnell das Werk die Produktion steigert und über die erste Vertragsmenge hinaus verlässlichen Strom sichert.

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