SGN startet Zuckerrohrausbau in Südsulawesi mit geplanten 510 Hektar
PT Sinergi Gula Nusantara hat in Bone auf Südsulawesi die ersten 8 Hektar einer neuen Zuckerrohrfläche bepflanzt. Die Lokalregierung will schrittweise 510 Hektar bereitstellen, während Indonesien seine Zuckerproduktion erhöhen und die Importabhängigkeit senken will.
Erste Pflanzung in Bone
PT Sinergi Gula Nusantara, kurz SGN, hat mit der Erweiterung des Zuckerrohranbaus im Regierungsbezirk Bone in Südsulawesi begonnen. Das Vorhaben ist Teil der Bemühungen, Indonesiens heimische Zuckerversorgung zu stärken. Laut Surya erfolgte die erste Pflanzung am 29. August 2026 auf zusätzlichen 8 Hektar. Die Fläche soll den Ausgangspunkt für eine größere Produktionsbasis im Osten Indonesiens bilden.
Die Regierung von Bone hat 510 Hektar für den Zuckerrohranbau vorbereitet und will das Land schrittweise bereitstellen. Landrat Andi Asman Sulaiman erklärte, die Kultur könne neue wirtschaftliche Chancen für die Bevölkerung schaffen und die Einkommen der Landwirte verbessern. Zwei Zuckerfabriken von SGN sind bereits in Bone angesiedelt. Das Projekt verfügt damit über eine bestehende Verarbeitungsbasis und muss keine vollständige industrielle Kette neu aufbauen.
SGN setzt auf Fläche und Produktivität
SGN-Präsident Mahmudi sieht im Osten Indonesiens erhebliches Potenzial für Zuckerrohr. Als Gründe nannte er verfügbare Flächen, die Unterstützung der Lokalregierung und Fabriken, die die Ernten der Landwirte verarbeiten können. Die Strategie beschränkt sich nicht auf größere Anbauflächen. SGN will die Erzeuger auch beraten und bessere Anbaumethoden fördern, um die Erträge und ihre Beteiligung an der nationalen Zuckerlieferkette zu steigern.
Das Programm weitet die Zuckerrohrentwicklung über Java hinaus aus, wo ein großer Teil der etablierten indonesischen Produktion konzentriert ist. Eine größere Rohstoffbasis rund um Bone könnte die Auslastung der beiden örtlichen Fabriken verbessern. Das wirtschaftliche Ergebnis hängt jedoch davon ab, wie schnell die übrigen Flächen übergeben, bepflanzt und auf ein stabiles Ertragsniveau gebracht werden. Die Abstimmung zwischen SGN, der Verwaltung von Bone und den beteiligten Landwirten entscheidet somit darüber, ob aus den ersten 8 Hektar ein dauerhaftes Produktionscluster entsteht.
Produktion steigt auf dem Weg zur Selbstversorgung
Nach Angaben von ANTARA verarbeitete Indonesien im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 3.129.398 Tonnen Zuckerrohr. Das waren rund 20 % mehr als die 2.601.130,55 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Die Zuckerproduktion stieg um etwa 26 % von 141.568,91 auf 178.763 Tonnen. Damit wuchs die Zuckererzeugung schneller als die Rohrverarbeitung, doch die Quellen enthalten keine gesonderte Ertrags- oder Ausbeuteberechnung für das Projekt in Bone.
Die Regierung will zugleich die Produktivität bestehender Flächen erhöhen. Landwirtschaftsminister Amran Sulaiman erklärte, dass 86 % der Zuckerrohrflächen von Kleinbauern im Plasma-Modell nicht neu bepflanzt worden seien und dafür nun Haushaltsmittel bereitstünden. VIVA zufolge unterstützt die Regierung ein nationales Produktionsziel von 3 Millionen Tonnen Zucker und strebt einen Zuckerrohrertrag von 100 Tonnen je Hektar an. Amran nannte den Verzicht auf Weißzuckerimporte als Ziel. Bone trägt durch zusätzliche Flächen und die Anbindung von Landwirten an bestehende Fabriken dazu bei; die Wirkung auf das Gesamtangebot hängt aber von Anbauumfang, Flächenertrag und Zuckerausbeute ab.
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