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Senegals Zementproduktion steigt im Juni 2026 um 9,3 Prozent, Exporte um 38,6 Prozent

Die Zementproduktion im Senegal legte im Juni 2026 gegenüber dem Vormonat um 9,3 Prozent zu, die Exporte um 38,6 Prozent und die Inlandsverkäufe um 12,8 Prozent, wie Daten der Statistikbehörde ANSD zeigen. Im Jahresvergleich fällt das Plus noch deutlicher aus: 27,7 Prozent bei der Produktion und 48,8 Prozent bei den Ausfuhren. Die Differenz zwischen Produktion und Absatz erklärt ANSD mit Lagerbewegungen.

Senegals Zementproduktion steigt im Juni 2026 um 9,3 Prozent, Exporte um 38,6 Prozent

Die senegalesische Zementindustrie hat im Juni 2026 eine breite Erholung verzeichnet: Die Produktion stieg gegenüber dem Vormonat um 9,3 Prozent, wie aus Daten der nationalen Statistik- und Demografiebehörde Agence nationale de la statistique et de la démographie (ANSD) hervorgeht. Begleitet wurde der Anstieg von höheren Verkäufen sowohl im Inland als auch im Export.

Exporte trieben die Erholung im Monatsvergleich

Alle drei von der Behörde erfassten Kennzahlen legten im Juni zu, allerdings in sehr unterschiedlichem Tempo. Am stärksten wuchsen die Exportlieferungen, und auch die Inlandsverkäufe stiegen schneller als die Produktion selbst.

  • Zementproduktion: plus 9,3 Prozent gegenüber dem Vormonat
  • Zementexporte: plus 38,6 Prozent gegenüber dem Vormonat
  • Inlandsverkäufe: plus 12,8 Prozent gegenüber dem Vormonat

Dass die Produktion um 9,3 Prozent zulegte, beide Absatzkanäle aber zweistellig wuchsen, bedeutet: Die Auslieferungen liefen der Fertigung im Juni voraus. ANSD stellt ausdrücklich fest, dass sich Abweichungen zwischen Produktionsniveau und In- sowie Auslandsverkäufen durch Lagerbewegungen erklären lassen. Ein Teil der Juni-Lieferungen stammte also aus Beständen und nicht aus der Produktion des Monats.

Jahresvergleich stärker als die Monatsbewegung

Gegenüber Juni 2025 ist die Beschleunigung ausgeprägter. Die Produktion lag 27,7 Prozent höher, die Exporte stiegen um 48,8 Prozent, die Inlandsverkäufe um 32,4 Prozent. Die Erholung im Juni baut damit auf einer Basis auf, die bereits deutlich über dem Vorjahresniveau lag, und holt nicht nur einen einzelnen schwachen Monat nach. ANSD beschreibt den Zeitraum als Beschleunigung der Aktivität in der Zementbranche – auf der Produktions- wie auf der Absatzseite.

Die Reihenfolge der Jahreswerte ist für alle relevant, die Baustoffströme in Westafrika verfolgen: Die Exporte wuchsen schneller als die Inlandsverkäufe, und beide schneller als die Produktion. Über zwölf Monate betrachtet wird die senegalesische Kapazität gleichzeitig von Nachfrage im Inland und aus dem Ausland gezogen, wobei der Exportkanal schneller expandiert.

Überarbeitete Datenreihe umfasst nun Cimaf

ANSD teilte zudem mit, die Datenreihe sei aktualisiert worden, um die Produktion von Ciments de l'Afrique (Cimaf) zu berücksichtigen; das erlaube eine vollständigere Messung der Branchenaktivität. Für Analysten und Investoren mit eigenen Modellen des senegalesischen Zementangebots ist diese Revision wesentlich: Die für Juni 2026 veröffentlichten Wachstumsraten beruhen auf der breiteren Grundlage, absolute Niveaus aus früheren ANSD-Veröffentlichungen sind daher nicht direkt mit der aktuellen Reihe vergleichbar.

Die Aufnahme eines weiteren Herstellers in die amtliche Statistik verändert auch, was die Kennzahlen abbilden. Die Erfassung spiegelt nun einen größeren Teil der im Land installierten Produktionskapazität wider, was sowohl das ausgewiesene Produktionsniveau als auch die Gewichtung der einzelnen Kanäle am Gesamtabsatz beeinflusst.

Was die Veröffentlichung nicht zeigt

Die publizierten Werte sind ausschließlich prozentuale Veränderungen. Die berichteten ANSD-Daten nennen keine absoluten Mengen in Tonnen für Produktion, Inlandsverkäufe oder Exporte im Juni 2026 und schlüsseln die Ausfuhren weder nach Zielmärkten noch die Produktion nach einzelnen Herstellern auf. Das begrenzt Aussagen zu Preisen, Margen und zur Zielstruktur hinter dem Exportplus von 38,6 Prozent im Monatsvergleich.

Für Produzenten, Verarbeiter und Händler in der Region bleiben damit Richtung und Ausmaß der Bewegung maßgeblich: ein zweistelliges Jahresplus bei der senegalesischen Zementproduktion, ein Exportwachstum, das sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich über dem Zuwachs der Inlandsverkäufe liegt, und eine von der Statistik selbst eingeräumte Rolle des Lagerabbaus bei der Differenz zwischen Produktion und Absatz.

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