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Saudi-Arabisches Unternehmen prüft 300.000-Tonnen-Futterprojekt in Syrien

Syriens Landwirtschaftsministerium und die saudische United Feed Company haben eine auf 25 Jahre angelegte Absichtserklärung für die Prüfung eines integrierten Futterprojekts unterzeichnet. Geplant sind bis zu 30.000 Hektar und ein Werk mit einer Jahreskapazität von 300.000 Tonnen, vor allem für den syrischen Markt.

Saudi-Arabisches Unternehmen prüft 300.000-Tonnen-Futterprojekt in Syrien

Saudi-Arabische Gruppe prüft integrierte Investition

Das syrische Landwirtschaftsministerium hat mit der saudischen United Feed Company, die zur Al Muhaidib Group gehört, eine Absichtserklärung unterzeichnet. Gegenstand ist eine Studie zur Errichtung von Farmen und Tierfutterwerken in der östlichen Region Syriens. Die geplante Investition soll das heimische Futterangebot erhöhen, Tierhalter unterstützen und die Lebensmittelproduktion des Landes stärken.

Nach Angaben von Khaberni unterzeichneten Syriens Landwirtschaftsminister Basel Al-Suwaidan und der Unternehmensvorsitzende Imad Al Muhaidib die Vereinbarung. Untersucht werden soll die Bewirtschaftung einer geschätzten Fläche von bis zu 30.000 Hektar mit Futterpflanzen. Vorgesehen sind Kreisberegnungs- und lineare Bewässerungssysteme.

Die Farmen sollen mit Futterwerken sowie Verarbeitungs-, Lager- und Logistikanlagen verbunden werden. Das Konzept reicht damit über den reinen Pflanzenbau hinaus und verknüpft die Erschließung und Bewirtschaftung von Flächen mit Verarbeitung, Transport und Vermarktung.

Werk soll jährlich 300.000 Tonnen produzieren

Laut dem syrischen Landwirtschaftsministerium hat die Absichtserklärung eine Laufzeit von 25 Jahren. Sie sieht die Prüfung eines Futterwerks mit einer Jahreskapazität von bis zu 300.000 Tonnen vor. Die Produktion soll hauptsächlich den Bedarf des syrischen Marktes decken und heimische Tierhalter versorgen.

Langfristig könnte überschüssige Produktion in benachbarte Märkte exportiert werden. In den vorliegenden Quellen wurden weder der Investitionswert noch ein Bauzeitplan, ein geplanter Inbetriebnahmetermin oder ein Exportvolumen genannt. Die Vereinbarung betrifft zunächst eine Machbarkeitsstudie und bestätigt noch keinen Baubeginn.

Die Verfügbarkeit von Futtermitteln ist für Rinder-, Milch- und andere Tierhaltungsbetriebe entscheidend, weil sie Kosten und Bestandsentwicklung beeinflusst. Die Verbindung von Pflanzenbau und industrieller Verarbeitung könnte dem Betreiber mehr Kontrolle über Rohstoffversorgung, Herstellung und Vertrieb geben. Die tatsächlichen Folgen hängen jedoch von der Studie und der späteren Umsetzung ab.

Bewässerungstechnik und Beschäftigung

Al-Suwaidan erklärte, das Projekt könne Arbeitsplätze schaffen und die Fähigkeiten der Landwirte durch moderne Technik und saudische Erfahrung verbessern. Zudem verwies er auf die Unterstützung des Ministeriums für intelligente Landwirtschaft, Vertragsanbau und eine bessere Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Mohammed Al-Salman, Investitionsvertreter der Al Muhaidib Group, sagte, das Projekt solle den Futterbedarf Syriens sichern und zugleich eine Exportoption offenhalten. Moderne Maschinen könnten nach seinen Angaben die Produktivität steigern, den Wasserverbrauch begrenzen und die Produktionskosten senken. Für ein Vorhaben auf mehreren Zehntausend Hektar mit bewässerten Futterkulturen sind diese Faktoren besonders relevant.

Breiteres saudisches Interesse an Syriens Agrarsektor

Die Absichtserklärung ist Teil umfassenderer saudischer Aktivitäten im syrischen Agrar- und Lebensmittelsektor. Khaberni zufolge unterzeichneten Syriens Staatsfonds und die Al Muhaidib Group im Juli eine Vereinbarung zur Prüfung von Investitionen in die Lebensmittelindustrie. Dazu zählen Rinderhaltung sowie die Produktion von Milch, Käse und weiteren Milcherzeugnissen.

Das Landwirtschaftsministerium erörterte außerdem mit dem saudischen Unternehmen Alkhorayef Industries Investitionsmöglichkeiten in moderne Bewässerungssysteme. Die Initiativen zeigen Interesse an einer Verbindung von Agrarproduktion, Wassermanagement und Lebensmittelverarbeitung. Entscheidend sind nun der Abschluss der Studie und eine mögliche Kapitalzusage für Farmen, Verarbeitung, Lagerung und Logistik.

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