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Saudi-Arabiens Kaffeemarkt steuert bei 90.000 Tonnen Verbrauch auf 40,54 Mrd. Riyal zu

Saudi-Arabien verbraucht in der Saison 2025/2026 rund 90.000 Tonnen Kaffee und ist damit der zweitgrößte arabische Markt. Sukuk Capital erwartet für Cafés und Kaffeeketten bis 2033 ein Volumen von 40,54 Milliarden Riyal.

Saudi-Arabiens Kaffeemarkt steuert bei 90.000 Tonnen Verbrauch auf 40,54 Mrd. Riyal zu

Saudi-Arabien trinkt täglich 36 Millionen Tassen

Saudi-Arabien verbraucht in der Saison 2025/2026 rund 90.000 Tonnen Kaffee. Damit liegt das Königreich unter den arabischen Ländern hinter Algerien mit etwa 123.000 Tonnen auf Rang zwei, wie aus einem Branchenbericht von Sukuk Capital hervorgeht. Die saudische Bevölkerung trinkt täglich fast 36 Millionen Tassen, monatlich 1,08 Milliarden und jährlich mehr als 13,1 Milliarden.

Der durchschnittliche Jahresverbrauch liegt bei rund 2,55 Kilogramm pro Kopf. In dem vom Bericht angeführten internationalen Vergleich belegt Saudi-Arabien damit Platz 15. Sukuk Capital erwartet bis 2030 einen Anstieg des Gesamtverbrauchs um 19,4% auf 107.500 Tonnen, während der Pro-Kopf-Wert auf etwa 2,63 Kilogramm steigt. Rund 80% der zusätzlichen Nachfrage sollen aus dem Bevölkerungswachstum stammen, die übrigen 20% aus einem höheren individuellen Verbrauch.

Cafés und Spezialitätenkaffee expandieren

Der gesamte saudische Kaffeemarkt wurde 2024 auf rund 1,14 Milliarden $ geschätzt. Bis 2032 soll er bei einem jährlichen Wachstum von 5,62% auf 1,82 Milliarden $ zulegen. Das Segment Spezialitätenkaffee, dessen Volumen 2025 etwa 0,95 Milliarden $ betrug, könnte bis 2033 mit jährlich 10,5% auf 2,11 Milliarden $ wachsen.

Cafés und Kaffeeketten bilden einen deutlich größeren Dienstleistungsmarkt. Sein Volumen belief sich 2023 auf rund 23,44 Milliarden Riyal und dürfte bis 2033 auf mehr als 40,54 Milliarden Riyal steigen. Das entspricht einem Zuwachs von über 17 Milliarden Riyal innerhalb eines Jahrzehnts. Die Zahl aktiver Restaurant- und Café-Lizenzen erhöhte sich von 91.618 im Jahr 2022 auf 119.902 im Jahr 2024, ein Plus von fast 31%.

Das schnelle Wachstum verschärft den Wettbewerb

Mit der wachsenden Zahl der Betriebe steigt zugleich der Druck auf die Betreiber. In der Fünf-Kräfte-Analyse von Sukuk Capital erreicht die Wettbewerbsintensität 90 von 100 Punkten, die Verhandlungsmacht der Kunden 85 und die Gefahr neuer Marktteilnehmer 80. Betriebliche Effizienz, Produktqualität und klare Differenzierung dürften daher wichtiger sein als die reine Zahl der Filialen.

Die Verbrauchsgewohnheiten tragen mehrere Segmente zugleich. Moderne Zubereitungsarten und Spezialitätenkaffee haben den traditionellen saudischen Kaffee nicht verdrängt: Verbraucher trinken am selben Tag einen Latte oder Filterkaffee und Kaffee aus der Dallah zu Hause oder bei Familientreffen. Spezialitätencafés haben außerdem das Interesse an Herkunft, Sorte, Röstung und Extraktion erhöht. Daraus entstehen Chancen für Röster, Schulungsanbieter, Ausrüster und eigenständige saudische Marken.

Lokales Angebot wächst, Importe bleiben unverzichtbar

Die staatliche Unterstützung für saudische Kaffeebauern stieg von 11,9 Millionen Riyal im Jahr 2022 auf rund 20,7 Millionen Riyal im Jahr 2023. Die Zahl der Begünstigten erhöhte sich von 1.290 auf 1.933 Landwirte. Die Maßnahmen fördern die heimische Wertschöpfung, darunter den seit Langem betriebenen Anbau von Khawlani-Kaffee im Süden Saudi-Arabiens.

Der Markt bleibt dennoch stark von importierten Bohnen abhängig. Als zentrale Herausforderungen nennt der Bericht schwankende Weltmarktpreise, Qualitätsunterschiede zwischen Cafés und Röstereien, hohe Betriebs- und Mietkosten sowie eine geringe Differenzierung vieler Marken. Höherwertige Chancen sieht er bei Röstung, Verarbeitung, Spezialitätenkaffee, trinkfertigen Produkten, Lieferketten, Technologie und Ausbildung. Investitionen in diese Bereiche könnten saudischen Unternehmen einen größeren Anteil am wachsenden Markt sichern und den Aufbau international ausbaufähiger Marken unterstützen.

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