Sarawaks Holzexporte erreichen bis Juni 1,16 Milliarden Ringgit
Die Exporte von Holz und Holzprodukten aus dem malaysischen Bundesstaat Sarawak erreichten bis Juni 1,16 Milliarden Ringgit, berichtet Bernama. Die Zahl wurde zusammen mit einem Interview mit PUSAKA-Geschäftsführer Datuk Zainal Abidin Abdullah über das Potenzial von Bambus als neue Wirtschaftsressource veröffentlicht. Eine Aufschlüsselung nach Produkten und Zielmärkten fehlt.
Die Exporte von Holz und Holzprodukten aus dem Bundesstaat Sarawak erreichten bis Juni 1,16 Milliarden Ringgit. Das berichtet die malaysische Nachrichtenagentur Bernama. Die Zahl wurde zusammen mit einem Interview mit Datuk Zainal Abidin Abdullah veröffentlicht, dem Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft für die Holzindustrie Sarawaks (Perbadanan Kemajuan Perusahaan Kayu Sarawak, kurz PUSAKA), das in seinem Büro geführt wurde.
PUSAKA ist die staatliche Körperschaft, die für Entwicklung und Regulierung der Holzindustrie in Sarawak zuständig ist. Sarawak ist flächenmäßig der größte Bundesstaat Malaysias und eines der wichtigsten Zentren der Holzverarbeitung des Landes. Zum Auftrag der Gesellschaft gehören Branchenentwicklung und die Förderung der Weiterverarbeitung, womit sie bei jeder Verschiebung im Produktmix des Bundesstaats eine zentrale Rolle spielt.
Bambus als neue Wirtschaftsressource
Im Mittelpunkt des Interviews mit Bernama stand das Potenzial von Bambus als neue Wirtschaftsressource für Sarawak. Die Holzindustrie des Bundesstaats stützt sich auf tropisches Hartholz aus Naturwald und in jüngerer Zeit auf Plantagenwald. Bambus wäre eine andere Rohstoffbasis, mit einem Wachstumszyklus von Jahren statt der Jahrzehnte, die Sägerundholz benötigt.
Bernama nannte weder Investitionssummen noch Anbauflächen, Verarbeitungskapazitäten oder einen Zeitplan für die Bambusentwicklung. Für Marktteilnehmer liegt die Bedeutung in der Richtung, nicht in veröffentlichten Zielwerten: Die Behörde, die den Holzsektor des Bundesstaats beaufsichtigt, diskutiert öffentlich einen Rohstoff außerhalb der üblichen Kette aus Rundholz, Schnittholz und Sperrholz.
Damit Bambus zu einer Exportposition wird, braucht es eigene Verarbeitungsanlagen, Produktstandards und einen Abnehmerkreis. Keines dieser Elemente wurde im berichteten Material beziffert, auch politische Instrumente, Anreizprogramme oder Pflanzinitiativen wurden nicht beschrieben.
Was die Zahl von 1,16 Milliarden Ringgit umfasst
Der genannte Betrag ist ein einziger Sammelwert für Holz und Holzprodukte, die bis Juni aus Sarawak verschifft wurden. In der malaysischen Handelsstatistik umfassen Holzprodukte üblicherweise Schnittholz, Sperrholz, Furnier, Profilleisten und Möbelteile neben Rundholz, die Zusammensetzung hinter der Zahl des Bundesstaats wurde jedoch nicht angegeben.
Mehrere Angaben, die Käufer, Händler und Verarbeiter üblicherweise zur Einordnung heranziehen, fehlen:
- eine Aufteilung nach Produkten zwischen Rundholz, Schnittholz, Sperrholz und weiteren Verarbeitungsstufen;
- Zielmärkte und deren jeweilige Anteile;
- ein Vorjahresvergleich oder eine prozentuale Veränderung;
- ein Exportziel für das Gesamtjahr.
Ohne diese Angaben bleibt der Halbjahreswert ein Orientierungspunkt, erlaubt aber keine Aussage darüber, ob Mengen, Preise oder der Produktmix das Ergebnis getragen haben.
Warum die Diversifizierung zählt
Die Holzerlöse Sarawaks hängen von den Einschlagsmengen in lizenzierten Waldgebieten ab, von der Verarbeitungskapazität im Bundesstaat und von der Nachfrage in den Märkten, die Sperrholz und Schnittholz abnehmen. Jede dieser Größen kann einen Halbjahreswert für sich bewegen, der veröffentlichte Sammelwert trennt sie nicht.
Eine schnell wachsende Faserpflanze würde die Rohstoffbasis grundsätzlich verbreitern und den Abstand zwischen Pflanzung und Verarbeitung verkürzen, was die Abhängigkeit von Rundholz aus Natur- und Plantagenwald verringert. Ob daraus Exporterlöse werden, hängt vom eingesetzten Kapital in der Verarbeitung und von gesicherten Abnehmern ab. Zu beidem liegen keine Details vor.
Solange PUSAKA keine Aufschlüsselung nach Produkten und Zielmärkten veröffentlicht und den Umfang eines Bambusprogramms nicht benennt, bleibt der Halbjahreswert von 1,16 Milliarden Ringgit der wichtigste veröffentlichte Referenzpunkt für den Sektor. An ihm wird das zweite Halbjahr gemessen.