SABIC Agri-Nutrients vor FID für siebte Ammoniak- und Harnstoffanlage
SABIC Agri-Nutrients bereitet eine finale Investitionsentscheidung für seine siebte Ammoniak- und Harnstoffanlage vor, die den Absatz um rund 54 Prozent steigern soll. Die Anlage soll 1,2 Mio. t Ammoniak und rund 2,6 Mio. t Harnstoff liefern, so ChemAnalyst.
Die SABIC Agri-Nutrients Company (SABIC AN), ein führender Düngemittelhersteller in Saudi-Arabien und mehrheitlich von SABIC mit 50,1 Prozent gehalten, bereitet laut ChemAnalyst eine finale Investitionsentscheidung (FID) für eine geplante siebte Ammoniak- und Harnstoffanlage vor. Der Schritt setzt die Strategie fort, die Kapazität für Stickstoffdünger auszubauen und Saudi-Arabiens Rolle unter den großen globalen Anbietern zu stärken.
Siebte Anlage soll Absatz um rund 54 Prozent steigern
Die siebte Anlage soll laut ChemAnalyst 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr (mtpa) konventionelles Ammoniak und rund 2,6 Millionen mtpa Harnstoff produzieren können. Vorstandschef Fahad Albattar erklärte gegenüber der arabischen Finanzplattform Argaam, dass das neue Projekt die Absatzmengen von SABIC AN voraussichtlich um rund 54 Prozent erhöhen werde. Das spiegelt die Erwartung des Unternehmens an eine anhaltende Nachfrage nach Ammoniak und Harnstoff für Dünger und industrielle Anwendungen wider.
Für Importeure von Stickstoffdünger sind zusätzliche saudische Kapazitäten bedeutsam, denn das Königreich zählt bereits zu den führenden Exporteuren stickstoffbasierter Produkte. Neue, auf den Export ausgerichtete Mengen erweitern das Angebot für Käufer in Agrarregionen, die auf importierten Harnstoff angewiesen sind.
Rohstoff im März gesichert
Ein wichtiger Meilenstein wurde im März erreicht, als das saudische Energieministerium die Zuteilung des für die Anlage benötigten Einsatzstoffs genehmigte. Die Rohstoffzuteilung ist ein entscheidender Schritt für Petrochemie- und Düngemittelprojekte, da sie die für den Langzeitbetrieb nötigen Rohstoffe sichert. Mit dieser Genehmigung rückt SABIC AN der finalen Investitionsentscheidung und den nächsten Projektphasen näher.
Sechste Anlage zielt auf CO2-armes blaues Ammoniak
Neben der siebten Anlage treibt SABIC AN eine sechste Produktionsstätte in der Industriestadt Jubail voran. Anders als die siebte Anlage mit konventioneller Produktion ist die sechste Anlage auf 1,2 Millionen mtpa CO2-armes blaues Ammoniak ausgelegt, im Einklang mit dem Ziel, die Emissionen gegenüber der traditionellen Herstellung zu senken.
Das Projekt für blaues Ammoniak hängt weiterhin vom Abschluss einer langfristigen Abnahmevereinbarung ab. Albattar sagte, das Unternehmen sei bereit, mit dem Bau zu beginnen, sobald ein geeigneter langfristiger Abnehmer feststehe, und das Projekt gehe voran, wenn eine solche Vereinbarung im laufenden oder im folgenden Jahr unterzeichnet werde. Wie das siebte Projekt erhielt auch die sechste Anlage im März die Rohstoffzuteilung des Energieministeriums. Die Anlage in Jubail soll Saudi-Arabiens Ambition stützen, ein führender globaler Produzent und Exporteur CO2-armer Wasserstoffderivate, einschließlich blauem Ammoniak, zu werden.
Kosten und Zeitpläne noch nicht offengelegt
SABIC AN hat laut ChemAnalyst Kapazitäten und technische Details beider Anlagen veröffentlicht, den Gesamtinvestitionswert jedoch für keines der Projekte offengelegt. Weitere Angaben zu Kosten, Bauplänen und Inbetriebnahmeterminen werden nach Abschluss zentraler kommerzieller Entscheidungen erwartet.
- Siebte Anlage: 1,2 Mio. mtpa konventionelles Ammoniak und rund 2,6 Mio. mtpa Harnstoff; Absatzplus von rund 54 Prozent.
- Sechste Anlage: 1,2 Mio. mtpa CO2-armes blaues Ammoniak in Jubail, abhängig von einer langfristigen Abnahmevereinbarung.
- Beide Projekte erhielten im März die Rohstoffzuteilung des Energieministeriums.
Zusammen positionieren die beiden Projekte SABIC AN für Wachstum sowohl bei konventionellen Düngern als auch bei CO2-armem Ammoniak, im Einklang mit Saudi-Arabiens Zielen zur industriellen und energetischen Diversifizierung.