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Sabah hält knapp 24 Prozent an Malaysias Rohpalmölproduktion

Sabah blieb Malaysias zweitgrößter Produzent von Rohpalmöl und stellte im Vorjahr knapp 24 Prozent der nationalen Erzeugung. Angesichts alternder Palmen, hoher Kosten, Arbeitskräftemangels und Klimarisiken baut die Regierung Hilfen für Neupflanzung, Technologie und Zertifizierung aus.

Sabah hält knapp 24 Prozent an Malaysias Rohpalmölproduktion

Sabah stützt Malaysias Palmölangebot

Sabah blieb im Vorjahr Malaysias zweitgrößter Produzent von Rohpalmöl und stellte knapp 24 Prozent der gesamten nationalen Erzeugung. Das berichtete DagangNews unter Berufung auf die Ministerin für Plantagen und Rohstoffe, Datuk Seri Dr. Noraini Ahmad. Damit gehört der Bundesstaat zum Kern der malaysischen Rohstoffbasis; die Leistung seiner Plantagen ist für Verarbeiter, Händler und ausländische Käufer von unmittelbarer Bedeutung.

Noraini zufolge unterstreicht Sabahs Position sowohl seine Bedeutung für die nationale Palmölindustrie als auch die Rolle des Sektors als zentrale Einkommensquelle für Tausende Kleinbauern. Dauerhafte Veränderungen bei Erträgen oder Ernteflächen können deshalb die Versorgung der Mühlen und die für Verarbeitung und Auslandsmärkte verfügbaren Mengen beeinflussen.

Kleinbauern kämpfen mit alten Palmen und hohen Kosten

Kleinbauern bewirtschaften nach Angaben der Ministerin mehr als 15 Prozent der gesamten malaysischen Ölpalmenfläche. Staatliche Förderprogramme wirken sich damit direkt auf die nationale Produktivität aus, besonders in Sabah, wo die Branche erhebliche Bedeutung für die lokale Wirtschaft besitzt.

Die Erzeuger stehen jedoch vor einer Kombination aus alternden Ölpalmen, hohen Betriebskosten, Arbeitskräftemangel, Klimawandel und zunehmend komplexen Marktanforderungen. Alte Bäume können die Erträge begrenzen, während Personal- und Betriebskosten die Ernteeffizienz und die Wirtschaftlichkeit einer Neupflanzung bestimmen. Strengere Marktanforderungen erhöhen zudem die Bedeutung von Dokumentation und Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette.

Förderung für Neupflanzung und Technologie

Noraini erklärte, die Regierung verstärke ihre Hilfen für Neupflanzung, Schulung, Technologieeinsatz, Digitalisierung und Marktzugang. Die Maßnahmen laufen über die Nationale Agrarrohstoffpolitik 2021-2030, die Nachhaltigkeit, Produktivität und Wertschöpfung im Palmölsektor verbessern soll.

Neupflanzungen ermöglichen es den Erzeugern, alternde Bestände zu erneuern. Bis die neuen Palmen reif sind, fallen die betreffenden Flächen jedoch vorübergehend aus der Produktion. Technologie und digitale Systeme können Feldmanagement und Regelkonformität unterstützen; ein besserer Marktzugang kann zertifizierten Kleinbauern den Eintritt in Lieferketten mit strengeren Beschaffungsvorgaben erleichtern.

Zertifizierung deckt fast alle unabhängigen Flächen ab

Fast 30.384 Kleinbauern in Sabah haben eine Zertifizierung nach dem Standard Malaysian Sustainable Palm Oil erhalten. Sie umfasst mehr als 188.000 Hektar. Laut Noraini entspricht dies 97,17 Prozent der gesamten Ölpalmenfläche unabhängiger Kleinbauern in dem Bundesstaat.

Die Zahlen zeigen, dass die Zertifizierung den größten Teil der relevanten unabhängigen Anbaufläche Sabahs bereits erreicht. Diese Abdeckung zu halten, die Erträge zu steigern und alte Palmen zu ersetzen, ist entscheidend, um Sabahs Beitrag zum malaysischen Angebot zu sichern. Die alle zwei Jahre stattfindende Nationale Palmöl-Kleinbauernkonferenz 2026 in Kota Kinabalu, auf der Noraini die Zahlen vorlegte, diente zudem dem Technologieaustausch und der Information über Angebote des Ministeriums und des Malaysian Palm Oil Board.

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