← Zurück zu den Nachrichten

Russlands Weinimporte aus der EU steigen im Juli auf 60,9 Millionen Euro

Russland importierte im Juli EU-Wein im Wert von 60,9 Millionen Euro, 1,6-mal so viel wie im Juni und 8 % mehr als im Vorjahr. Italien stellte fast die Hälfte der Lieferungen, Lettland erreichte einen Rekordwert.

Russlands Weinimporte aus der EU steigen im Juli auf 60,9 Millionen Euro

EU-Lieferungen erreichen den höchsten Stand seit November

Russland steigerte seine Weinimporte aus der Europäischen Union im Juli gegenüber dem Vormonat auf das 1,6-Fache. Das berichtete Infox unter Berufung auf RIA Novosti und Daten von Eurostat. Der Lieferwert erreichte 60,9 Millionen Euro beziehungsweise rund 5,9 Milliarden Rubel. Damit wurde der höchste Monatswert seit November erzielt; zugleich lag das Ergebnis 8 % über dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Die Zahlen zeigen eine Erholung der europäischen Weinlieferungen nach einem schwächeren Juni. Russland belegte im Juli unter den Käufern von EU-Wein den sechsten Platz. Die Angaben beziehen sich auf den Warenwert und enthalten keine Informationen zu Liefermengen, Produktkategorien oder Durchschnittspreisen. Der Anstieg lässt sich daher nicht ausschließlich mit höheren physischen Mengen erklären. Auch Preise und eine veränderte Zusammensetzung der Einfuhren könnten den Gesamtwert beeinflusst haben.

Italien stellt fast die Hälfte des Gesamtwerts

Italien blieb der führende europäische Lieferant. Seine monatlichen Weinexporte nach Russland stiegen auf das 1,9-Fache und lagen 38 % über dem Vorjahreswert. Mit 29,9 Millionen Euro beziehungsweise rund 2,9 Milliarden Rubel erreichten sie den höchsten Stand seit Oktober. Italienische Lieferungen machten damit fast die Hälfte der gemeldeten russischen Weinimporte aus der EU aus und festigten die zentrale Stellung des Landes auf dem russischen Markt.

Lettland belegte mit Exporten im Wert von 11,2 Millionen Euro beziehungsweise 1,08 Milliarden Rubel den zweiten Platz. Das waren 50 % mehr als im Juni und 13 % mehr als ein Jahr zuvor. Für Lettland bedeutete dies einen Rekordwert. Die Statistik unterscheidet nicht zwischen in Lettland erzeugtem Wein und über das Land versandter Ware. Der starke Zuwachs zeigt jedoch, dass Lettland in den von den EU-Daten erfassten Lieferwegen an Bedeutung gewinnt.

Andere Lieferländer entwickeln sich unterschiedlich

Polen lieferte Wein für 4,9 Millionen Euro beziehungsweise rund 476,7 Millionen Rubel nach Russland. Der Wert stieg gegenüber dem Vormonat um 33 %, blieb jedoch 39 % unter dem Stand des vorherigen Juli. Frankreich exportierte Wein für knapp 4,1 Millionen Euro, ein monatliches Plus von 3 %. Die deutschen Lieferungen nahmen um 36 % auf 3,3 Millionen Euro zu. Zusammen mit Italien und Lettland bildeten diese Länder die fünf größten EU-Lieferanten im Berichtszeitraum.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Erholung im Juli ungleich auf die Exporteure verteilte. Italien verzeichnete sowohl monatlich als auch jährlich ein kräftiges Wachstum, während Lettland in beiden Vergleichen ebenfalls zulegte. Polen erholte sich gegenüber Juni, blieb aber deutlich unter dem Vorjahreswert; Frankreich erzielte nur ein moderates Monatsplus. Gleichzeitig fielen die jüngsten Zahlen eines anderen wichtigen Lieferlandes schwächer aus: Russlands Einfuhren georgischen Weins sanken im Mai im Jahresvergleich um 35,9 % auf 10,9 Millionen $, entsprechend 799 Millionen Rubel. Dennoch blieb Russland der größte Käufer georgischen Weins. Für Erzeuger, Händler und Importeure deuten die Daten auf wieder stärkere europäische Lieferungen im Juli hin, während sich die Beschaffung je nach Herkunftsland sehr unterschiedlich entwickelte.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.