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Russlands Reisexporte steigen im ersten Halbjahr 2026 auf das 2,3-Fache

Russland exportierte von Januar bis Juni 2026 rund 24.000 Tonnen Reis im Wert von etwa 17 Millionen $. Die Menge stieg auf das 2,3-Fache und der Wert auf das 1,9-Fache, wobei Belarus, die Türkei und Kasachstan die wichtigsten Abnehmer waren.

Russlands Reisexporte steigen im ersten Halbjahr 2026 auf das 2,3-Fache

Ausfuhrmenge wächst schneller als der Erlös

Russland exportierte von Januar bis Juni 2026 rund 24.000 Tonnen Reis im Wert von etwa 17 Millionen $, wie News.ru unter Berufung auf Schätzungen des föderalen Zentrums Agroexport berichtete. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 stieg die Ausfuhrmenge auf das 2,3-Fache, der Exportwert dagegen auf das 1,9-Fache.

Die Zahlen enthalten noch keine Daten zum russischen Handel mit den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion im Juni. Der endgültige Wert für das erste Halbjahr könnte sich deshalb nach Einbeziehung dieser Warenströme ändern. Schon die verfügbaren Daten zeigen jedoch eine deutliche Expansion für Russland, das am internationalen Reismarkt weiterhin eine vergleichsweise kleine Rolle spielt.

Die physische Exportmenge wuchs schneller als der Erlös. Aus den gemeldeten Veränderungsraten ergibt sich damit ein niedrigerer durchschnittlicher Exportwert je Tonne als im Vergleichszeitraum 2025. Die Quellen erläutern nicht, ob dies auf den Produktmix, die Absatzmärkte, Vertragspreise oder andere Faktoren zurückzuführen war.

Belarus und die Türkei dominieren die Käufe

Belarus war gemessen am Wert der größte Abnehmer russischen Reises und kaufte Ware für mehr als 5,6 Millionen $. Die Türkei folgte mit mehr als 5,2 Millionen $, während Kasachstan Reis für rund 1,4 Millionen $ importierte. Gemeinsam standen die drei Märkte für mehr als 12,2 Millionen $ der gemeldeten Exporterlöse von etwa 17 Millionen $.

Die Zielländer umfassen zwei benachbarte Märkte der Eurasischen Wirtschaftsunion sowie die Türkei als wichtiges regionales Zentrum des Lebensmittelhandels. Belarus und Kasachstan bieten russischen Lieferanten geografisch nahe Absatzmärkte. Die Türkei eröffnet den Zugang zu einem größeren und kommerziell stärker diversifizierten Markt. Agroexport ordnete die Zielländer nach Einkaufswert und nicht nach physischer Menge.

Geschliffener Reis erwirtschaftete 86 % der Exporterlöse und bildete damit eindeutig die Grundlage des russischen Auslandsgeschäfts. Auf Braunreis entfielen 9 %, auf Bruchreis 3 %. Die veröffentlichten Kategorien decken zusammen 98 % der Erlöse ab; die Quellen weisen den verbleibenden Anteil nicht gesondert aus.

Rohreisexporte bleiben begrenzt

In den ersten sechs Monaten 2026 exportierte Russland etwa 500 Tonnen Rohreis, wiederum ohne die Juni-Daten für die Länder der Eurasischen Wirtschaftsunion. Im Verhältnis zu den gesamten Reisexporten war diese Menge gering. Damit kam das Wachstum im ersten Halbjahr vor allem von verarbeitetem Reis und nicht von unverarbeitetem Getreide.

Zol.ru berichtete, dass Russland die Exportbeschränkungen für Rohreis zum 21. Juli aufhebt. Zuvor galt für das Produkt eine Ausfuhrquote von 200.000 Tonnen. Auch News.ru stellte den Halbjahreswert in den Zusammenhang mit der Aufhebung dieser Quote. Die vor der Änderung ausgeführten 500 Tonnen entsprachen nur einem Bruchteil der bisherigen Quote. Die unmittelbare Wirkung der Liberalisierung wird deshalb vom verfügbaren Angebot, der Nachfrage der Käufer und der Wirtschaftlichkeit des Rohreisexports gegenüber dem Verkauf an inländische Verarbeiter abhängen.

Für Erzeuger und Händler zeigen die Halbjahreszahlen eine stärkere Auslandsnachfrage, zugleich blieb der Erlöszuwachs hinter dem Mengenwachstum zurück. Verarbeiter behalten ihre zentrale Stellung, weil geschliffener Reis den überwiegenden Teil der Exporteinnahmen lieferte. Vollständige Handelsdaten der Eurasischen Wirtschaftsunion und die Lieferzahlen nach Aufhebung der Rohreisbeschränkungen werden zeigen, ob das Wachstum anhält und sich der Produktmix verändert.

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