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Russlands Maisexporte steigen im ersten Halbjahr 2026 auf über 2,6 Millionen Tonnen

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 mehr als 2,6 Millionen Tonnen Mais und damit das 2,7-Fache des Vorjahresvolumens. Die Erlöse stiegen auf fast 580 Millionen $, während Iran, die Türkei und China zu den wichtigsten Käufern zählten.

Russlands Maisexporte steigen im ersten Halbjahr 2026 auf über 2,6 Millionen Tonnen

Halbjahresmenge übertrifft das Gesamtjahr 2025

Russland exportierte im ersten Halbjahr 2026 mehr als 2,6 Millionen Tonnen Mais. Das war das 2,7-Fache der Menge im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie das föderale Zentrum Agroexport der Nachrichtenagentur Interfax mitteilte. Die Exporterlöse stiegen auf das 2,4-Fache und erreichten fast 580 Millionen $.

Die Menge aus sechs Monaten lag bereits über Russlands gesamten Maisexporten des Jahres 2025. Das zeigt eine deutliche Beschleunigung der Lieferungen, obwohl Agroexport weder Monatsdaten noch Mengen für einzelne Zielländer oder den genauen Gesamtwert für 2025 veröffentlichte. Da die physische Menge schneller wuchs als der Erlös, deuten die gemeldeten Wachstumsraten zudem auf niedrigere durchschnittliche Einnahmen je exportierter Tonne hin.

Nachfrage aus dem Nahen Osten und Asien

Iran, die Türkei, China, die Republik Korea und Kasachstan waren im ersten Halbjahr die wichtigsten Abnehmer von russischem Mais. Weitere Lieferungen gingen nach Afghanistan, Irak, Turkmenistan und in andere Märkte. Damit erstreckte sich der Kundenkreis über den Nahen Osten, Zentralasien und Ostasien.

Die breite Verteilung der Absatzmärkte ist für Getreidehändler relevant, weil sie die Abhängigkeit von einzelnen Käufern verringert. Iran und die Türkei bieten große, relativ nahe Absatzmärkte. Verkäufe nach China und in die Republik Korea verbinden russische Anbieter mit bedeutenden asiatischen Futtermittelmärkten. Kasachstan und weitere zentralasiatische Käufer schaffen zusätzliche regionale Nachfrage. Wie sich die 2,6 Millionen Tonnen auf die einzelnen Länder verteilten, gab Agroexport nicht bekannt.

Albanien und Tadschikistan kehren als Käufer zurück

Russland nahm 2026 seine Maisexporte nach Albanien wieder auf, nachdem sie seit 2023 ausgesetzt gewesen waren. Auch die Lieferungen nach Tadschikistan wurden nach einer Unterbrechung seit 2022 wieder aufgenommen. Für beide Handelsrouten wurden keine Mengen genannt. Ihre Rückkehr erweitert jedoch die geografische Reichweite und eröffnet den Exporteuren zusätzliche Absatzkanäle neben den wichtigsten Zielmärkten.

Dem Exportanstieg war 2025 eine größere russische Maisernte vorausgegangen. Nach Angaben der Statistikbehörde Rosstat wurden 14,8 Millionen Tonnen eingebracht, verglichen mit 13,9 Millionen Tonnen im Jahr 2024. Die Mehrproduktion vergrößerte das potenzielle Angebot für heimische Verarbeiter, Tierhalter und ausländische Kunden. Die Daten lassen offen, welche Mengen im Inland verbraucht, eingelagert oder exportiert wurden.

Erlöse wachsen langsamer als die Menge

Für Erzeuger und Händler spricht der starke Mengenanstieg für eine aktive Exportkampagne und robuste Auslandsnachfrage. Wirtschaftlich relevant ist jedoch auch der Abstand zwischen dem 2,7-fachen Exportvolumen und den auf das 2,4-Fache gestiegenen Erlösen. Die deutlich höheren Liefermengen führten somit nicht zu einem gleich schnellen Anstieg der Dollareinnahmen.

Die weitere Entwicklung hängt vom verfügbaren Maisangebot nach Deckung der Inlandsnachfrage sowie von Preisen und Kaufaktivität in den genannten Ländern ab. Dass Russland schon nach sechs Monaten das gesamte Exportvolumen von 2025 übertroffen hat, zeigt vorerst ein erheblich höheres Tempo im Jahr 2026. Ein breiteres Absatznetz und die größere Ernte von 2025 stützen diesen Verlauf.

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