← Zurück zu den Nachrichten

Russlands Haferexporte steigen dank Mongolei und Kasachstan um 8,2 %

Russlands Haferexporte stiegen von Januar bis Mai 2026 laut AB-Center auf Basis gespiegelter Zollstatistiken um 8,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Mongolei und Kasachstan glichen geringere chinesische Käufe aus, während die Türkei als Absatzmarkt zurückkehrte.

Russlands Haferexporte steigen dank Mongolei und Kasachstan um 8,2 %

Exportwachstum trotz schwächerer Nachfrage aus China

Russlands Haferexporte stiegen von Januar bis Mai 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,2 %. Das berichtete ZOL unter Berufung auf eine aktualisierte Studie von AB-Center zum russischen Hafermarkt. Die Schätzung beruht auf gespiegelten Zollstatistiken der Käuferländer und nicht auf russischen Ausfuhrdaten.

Hinter dem Gesamtwachstum verbargen sich stark gegenläufige Entwicklungen in den einzelnen Märkten. China, die Mongolei und Kasachstan waren 2026 die drei größten Abnehmer russischen Hafers, ihre Käufe entwickelten sich jedoch sehr unterschiedlich. Nach Angaben der chinesischen Zollverwaltung gingen Chinas Käufe von russischem Hafer im Jahresvergleich um 28,4 % zurück.

Mongolei und Kasachstan liefern den Zuwachs

Die Mongolei erhöhte ihre Käufe auf das 4,1-Fache. Noch größer war der relative Anstieg in Kasachstan: Berechnungen von AB-Center auf Grundlage von Kazstat-Daten beziffern die Einfuhren auf das 51,5-Fache des Vorjahreswerts. Der Vergleich beruht allerdings auf einer sehr niedrigen Basis, da Kasachstan von Januar bis Mai des Vorjahres praktisch keinen russischen Hafer importiert hatte.

Die Zahlen zeigen, dass Russlands Exportwachstum auf einer raschen Ausweitung in benachbarten Märkten und nicht auf einer gleichmäßigen Belebung der etablierten Absatzländer beruhte. Die Mongolei und Kasachstan halfen den Exporteuren, die schwächere Entwicklung in China auszugleichen. Die Quelle nennt jedoch weder die gesamte Exportmenge im Fünfmonatszeitraum noch den absoluten Zuwachs oder die Verkaufspreise. Eine Beurteilung der Exporterlöse ist deshalb nicht möglich.

Türkei kehrt zurück, Lieferungen nach Serbien enden

Nach einer langen Unterbrechung gehörte die Türkei wieder zu den Zielländern. Laut TurkStat importierte sie von Januar bis Mai 2026 insgesamt 4.000 Tonnen russischen Hafer. Der wiederaufgenommene Warenstrom eröffnet russischen Anbietern einen zusätzlichen Absatzkanal und verbreitert den Markt über die drei führenden asiatischen und eurasischen Ziele hinaus.

In anderen Märkten schwächte sich der Handel ab. Die Lieferungen nach Serbien kamen im Berichtszeitraum vollständig zum Erliegen, während Georgien und Armenien ihre Käufe laut der Studie von AB-Center etwas reduzierten. Für diese drei Länder wurden keine Mengen genannt, sodass sich ihr Beitrag zum Gesamtergebnis nicht beziffern lässt.

Breitere Beschleunigung im April und Mai

Im April und Mai 2026 nahmen die Ausfuhren in alle wichtigen Zielländer deutlich zu. Allein im Mai importierte China 32.000 Tonnen russischen Hafer, die Mongolei erhielt 5.400 Tonnen und Kasachstan 9.000 Tonnen. Zusammen erreichten diese ausgewiesenen Ströme 46.400 Tonnen. Sie bilden jedoch nicht die gesamten russischen Monatsausfuhren ab, da Mengen für weitere Märkte fehlen.

Für Getreidehändler ist die Beschleunigung am Ende des Zeitraums relevant, weil China trotz des Rückgangs um 28,4 % über die gesamten fünf Monate ein bedeutender Großabnehmer blieb. Zugleich schufen die höheren Lieferungen in die Mongolei und nach Kasachstan zusätzliche regionale Nachfrage. Ob der Gesamtzuwachs von 8,2 % Bestand hat, hängt davon ab, ob diese Märkte ihr Kauftempo halten und Chinas höheres Mai-Volumen in den Folgemonaten anhält.

Vollständige Marktanalyse

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.