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Russlands Fischexporte nach China steigen um 50 % auf 2,64 Milliarden $

Russlands Fisch- und Meeresfrüchteexporte nach China stiegen von Januar bis Juli 2026 auf das 1,5-Fache und erreichten 2,64 Milliarden $. Der Anteil am chinesischen Importmarkt wuchs dank Seelachs, Krabben, Hering, Fischmehl und Plattfisch auf 16,7 %.

Russlands Fischexporte nach China steigen um 50 % auf 2,64 Milliarden $

Russland baut seine Führung auf Chinas Fischmarkt aus

Russlands Exporte von Fisch und Meeresfrüchten nach China stiegen von Januar bis Juli 2026 auf das 1,5-Fache und erreichten 2,64 Milliarden $, berichtete TASS am 27. August unter Berufung auf den russischen Fischereiverband VARPE. Russland blieb damit Chinas größter Lieferant von Fischprodukten und erhöhte seinen Anteil an den chinesischen Einfuhren auf 16,7 %.

Nach Angaben von VARPE gewann Russland in den sieben Monaten drei Prozentpunkte am chinesischen Fischimportmarkt hinzu. Verbandspräsident German Zverev bezeichnete dies als den größten Zuwachs unter allen Lieferländern. Russland habe zugleich seinen Vorsprung vor den Wettbewerbern vergrößert; deren Marktanteile und Lieferwerte nannte der Verband jedoch nicht.

Seelachs und Krabben erzielen die höchsten Erlöse

Nahezu alle wichtigen Produktgruppen verzeichneten Wachstum. Die russischen Seelachsexporte nach China nahmen um 63 % auf 808,6 Millionen $ zu und waren damit die größte in den Verbandszahlen ausgewiesene Kategorie. Die Krabbenlieferungen stiegen um 33 % auf 793,3 Millionen $, die Heringsexporte um 70 % auf 136,4 Millionen $. Seelachs und Krabben erbrachten zusammen mehr als 1,6 Milliarden $.

VARPE führte die Entwicklung auf mehrere Angebots- und Marktfaktoren zurück. Stabile Seelachsfänge und Rekordergebnisse der Heringssaison erhöhten die verfügbaren Exportmengen. Auch die Vermarktungsstrategie russischer Unternehmen im chinesischen Krabbenmarkt trug zum Wachstum bei. Eine unerwartet starke Nachfrage nach Plattfisch ließ die russischen Lieferungen auf das 3,3-Fache und ihren Wert auf 59,5 Millionen $ steigen.

Fischmehlnachfrage und Zollrisiken prägen den Ausblick

Eine schwache Fangsaison in Peru und die geringere Fischmehlproduktion verstärkten laut Zverev Chinas Nachfrage nach russischem Fischmehl. Die Lieferungen nahmen um 30 % auf 126,7 Millionen zu; in der von TASS wiedergegebenen Verbandsmitteilung fehlt für diese Zahl die Einheit beziehungsweise Währung. Peru hat erheblichen Einfluss auf den internationalen Fischmehlmarkt, weshalb Produktionsänderungen dort für alternative Anbieter relevant sind.

Als größtes Risiko für die Ausfuhren nach China nannte VARPE eine mögliche Rückkehr russischer Exportzölle. Niedrigere chinesische Zollbarrieren seien zugleich eine noch ungenutzte Chance, da Wettbewerber bei einzelnen Produkten günstigere Sätze erhalten. Eine VARPE-Studie aus dem Jahr 2024 bezifferte das Potenzial der russischen Fischexporte nach China bis 2030 auf 1,8 Millionen Tonnen im Wert von 4,87 Milliarden $. Dafür müsste Russland seine Fangmengen sichern, seine Stellung bei margenstarken Krabben und Seelachs verteidigen und bessere Zollbedingungen im chinesischen Markt erreichen.

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