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Russlands Bierimporte steigen von Januar bis Juli 2026 um 37% auf 205 Millionen Liter

Russland importierte von Januar bis Juli 2026 insgesamt 205 Millionen Liter Bier, 37% mehr als im Vorjahr. Belarus lieferte 73% der Menge, während die russische Bierproduktion im ersten Halbjahr um 2,4% sank.

Russlands Bierimporte steigen von Januar bis Juli 2026 um 37% auf 205 Millionen Liter

Importe erreichen 205 Millionen Liter

Russlands Bierimporte nahmen in den ersten sieben Monaten 2026 deutlich zu, während die heimische Produktion zurückging. Von Januar bis Juli erreichte die Einfuhr 205 Millionen Liter. Das waren 37% mehr als im entsprechenden Zeitraum 2025.

Der Verbrauch von Importbier stieg im Jahresvergleich um 27,5% auf 170,2 Millionen Liter. Der gemeldete Wert dieser Menge betrug 51,8 Milliarden Rubel. Die Differenz zwischen den eingeführten 205 Millionen Litern und den verbrauchten 170,2 Millionen Litern könnte mit Lagerbeständen, dem zeitlichen Abstand zwischen Zollabfertigung und Verkauf oder anderen Warenbewegungen in der Vertriebskette zusammenhängen. Die verfügbaren Angaben nennen jedoch keinen konkreten Grund.

Belarus stellt 73% der Lieferungen

Belarus war mit großem Abstand der wichtigste ausländische Lieferant. Das Land exportierte 150,2 Millionen Liter nach Russland und stellte damit 73% der gesamten Bierimporte. China folgte mit 27,2 Millionen Litern und einem Anteil von 13%. Zusammen lieferten beide Länder 177,4 Millionen Liter, etwa 87% der ausgewiesenen Importmenge.

Kasachstan, Armenien, Tschechien und Serbien belegten die nächsten Plätze, doch für diese Herkunftsländer wurden keine einzelnen Mengen genannt. Die Lieferstruktur zeigt eine starke Konzentration des russischen Importmarktes auf Belarus und China. Nachbarländer und ausgewählte europäische Produzenten decken deutlich kleinere Teile der Nachfrage.

Deutschland fiel mit nur 1 Million Litern beziehungsweise 0,5% der gesamten Einfuhr auf Rang acht zurück. Aus Belgien kamen 271.000 Liter, aus Irland 9.200 Liter. Diese Mengen verdeutlichen die begrenzte Rolle mehrerer traditionsreicher westeuropäischer Brauländer in der gegenwärtigen russischen Importstruktur.

Inländische Bierproduktion geht zurück

Die wachsenden Auslandslieferungen trafen auf eine sinkende russische Produktion. Die heimischen Brauereien erzeugten im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 459 Millionen Dekaliter, 2,4% weniger als im entsprechenden Zeitraum 2025. Ein Dekaliter entspricht 10 Litern, sodass sich die Halbjahresproduktion auf 4,59 Milliarden Liter belief.

Allein im Juni sank die russische Produktion im Jahresvergleich um 1,1% auf 90,7 Millionen Dekaliter oder 907 Millionen Liter. Die Inlandsproduktion bleibt damit wesentlich größer als das Importvolumen von sieben Monaten. Die gegenläufigen Entwicklungen sind dennoch wirtschaftlich relevant: Importeure und Händler setzen mehr ausländisches Bier um, während russische Brauereien weniger produzieren als ein Jahr zuvor.

Belarussische Anbieter profitieren am stärksten, denn ihre 150,2 Millionen Liter übertrafen die zusammengefasste ausgewiesene Menge aller anderen Herkunftsländer. Auch chinesische Brauer haben mit 13% eine bedeutende Position erreicht. Für russische Produzenten weisen die Zahlen auf mehr Wettbewerb in importgeprägten Segmenten hin, obwohl ausländisches Bier gegenüber der nationalen Gesamtproduktion weiterhin ein vergleichsweise kleines Volumen darstellt.

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