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Russland überholt Deutschland als Europas größter Bierproduzent

Russland produzierte 2025 laut BarthHaas 90,098 Millionen Hektoliter Bier und belegte damit in Europa Rang eins sowie weltweit Rang fünf. Deutschland fiel nach einem Produktionsrückgang um 4,7 Millionen Hektoliter auf Platz sechs.

Russland überholt Deutschland als Europas größter Bierproduzent

Russland kehrt in die weltweiten Top Fünf zurück

Russland war 2025 Europas größter Bierproduzent und kehrte in die Gruppe der fünf führenden Erzeugerländer weltweit zurück. Das geht aus dem Jahresbericht des deutschen Brauwirtschaftsspezialisten BarthHaas hervor. Russische Brauereien produzierten 90,098 Millionen Hektoliter und lagen damit hinter China, den Vereinigten Staaten, Brasilien und Mexiko.

Mit diesem Ergebnis zog Russland an Deutschland vorbei, das traditionell zu den größten europäischen Braumärkten zählt. Die bessere Platzierung ging jedoch nicht mit einem Produktionsanstieg in Russland einher. 2024 hatte der Ausstoß bei rund 90,83 Millionen Hektolitern gelegen; damit sank er innerhalb eines Jahres um etwa 0,732 Millionen Hektoliter.

Deutschland verzeichnet Europas stärksten Rückgang

Deutschland fiel mit 79,238 Millionen Hektolitern auf Rang sechs zurück. Kommersant berichtete unter Berufung auf den BarthHaas-Bericht und TASS, dass die deutsche Produktion gegenüber 2024 um 4,7 Millionen Hektoliter sank. Dies war der stärkste Rückgang unter den europäischen Erzeugerländern. Deutschlands Anteil an der weltweiten Bierproduktion betrug 2025 4,2 %.

Der Abstand zwischen der russischen und der deutschen Produktion erreichte 10,86 Millionen Hektoliter. Russlands Aufstieg in der Rangliste beruhte somit auf einem relativ stabilen Ausstoß im eigenen Land bei einem deutlich stärkeren Einbruch in Deutschland. Die Zahlen zeigen, dass Russland trotz der rückläufigen europäischen Brauwirtschaft eine große Produktionsbasis behauptete.

Schwache etablierte Märkte drücken die Weltproduktion

Die weltweite Bierproduktion einschließlich alkoholfreier Sorten sank laut den von Kommersant veröffentlichten Zahlen um 0,7 % auf 189,6 Milliarden Liter. In Europa ging der Ausstoß um 1,6 % auf 51 Milliarden Liter zurück, in Asien um 1,2 % auf 59 Milliarden Liter. Nordamerika verzeichnete einen Rückgang um 1,9 % auf 34 Milliarden Liter. Australien und Ozeanien meldeten mit 2,4 % das stärkste regionale Minus.

China blieb mit mehr als einem Sechstel des weltweiten Volumens der größte Bierproduzent. BarthHaas erwartet 2026 keine Markterholung. Geschäftsführer Thomas Reiser prognostiziert stabile Mengen mit leichter Abwärtstendenz: Wachstum in Afrika und Südamerika werde durch Rückgänge in Europa und Nordamerika ausgeglichen. Nach Einschätzung des Unternehmens dürfte dies den Hopfenmarkt weiter unter Druck halten, was Erzeuger, Brauereien und Rohstofflieferanten bei ihrer Produktions- und Einkaufsplanung berücksichtigen müssen.

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