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Russland streicht Zollkontingent für Rohreis-Exporte außerhalb der EAWU

Die russische Regierung hat das Zollkontingent für Ausfuhren von ungeschältem Reis (Rohreis) in Länder außerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion gestrichen. Das Kontingent für 2026 hatte solche Lieferungen auf 200.000 Tonnen begrenzt, oberhalb der Grenze galt ein Zoll von 50%. Exporteure können Rohreis nun ohne Mengenbegrenzung und ohne Zoll ausführen.

Russland streicht Zollkontingent für Rohreis-Exporte außerhalb der EAWU

Regierung hebt Kontingent für Rohreis auf

Die russische Regierung hat das Zollkontingent gestrichen, das die Ausfuhr von ungeschältem Reis (Rohreis) in Länder außerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) begrenzte. Der Erlass wurde auf dem offiziellen Portal für Rechtsakte veröffentlicht und am 17. Juli unter anderem von TASS, Interfax und Wedomosti gemeldet.

Die Maßnahme beendet das System der Einzellizenzen für Rohreis-Lieferungen in Nicht-EAWU-Staaten, wie Lenta.ru und MK.ru berichten. Laut TASS wies der Erlass zudem dem Ministerium für Industrie und Handel (Minpromtorg) entsprechende Aufgaben zu. MK.ru weist darauf hin, dass das Kontingent Teil der umfassenderen Beschränkungen für Getreideausfuhren war.

Die Rücknahme erfolgt rund ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des Kontingents. Der veröffentlichte Erlass regelt die Aufhebung selbst; die zitierten Quellen nennen keine offizielle Begründung für die Änderung.

Was das Kontingent vorsah

Das zum 1. Januar eingeführte Kontingent begrenzte die Rohreis-Lieferungen 2026 auf 200.000 Tonnen. Innerhalb dieser Menge lag der Ausfuhrzoll bei null, während für Lieferungen oberhalb der Grenze ein Zoll von 50% des Zollwerts der Ware galt, wie Lenta.ru und MK.ru berichten. Mit dem Wegfall des Kontingents können Exporteure Rohreis nun ohne Mengenbegrenzung und ohne Zoll auf Auslandsmärkte liefern.

  • Kontingentsmenge 2026: 200.000 Tonnen
  • Ausfuhrzoll innerhalb des Kontingents: 0%
  • Zoll oberhalb des Kontingents: 50% des Zollwerts

MK.ru zufolge dürfte die Änderung die Belieferung ausländischer Märkte vereinfachen, da Exporteure nicht mehr an die Grenze und den Zoll gebunden sind.

Handelskontext und Ausblick

Russland ist ein vergleichsweise kleiner Reisexporteur, und Rohreis geht in der Regel an Abnehmer mit eigener Schälkapazität. Die Aufhebung der Grenze verschafft Händlern mehr Spielraum, Überschussmengen im Ausland zu platzieren; der Handel innerhalb der EAWU war von der Maßnahme nicht erfasst.

Längerfristige Prognosen deuten auf ein allmähliches Wachstum hin. Die OECD und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) erwarten, dass die russischen Reisausfuhren bis 2035 auf 283.000 Tonnen steigen, wie Lenta.ru unter Berufung auf entsprechende Zahlen berichtet. Dieselbe Prognose sieht die russischen Weizenausfuhren im kommenden Jahrzehnt bei 60,15 Millionen Tonnen und die Maislieferungen bis 2035 bei 4,9 Millionen Tonnen, was die wachsende Rolle des Landes auf den Getreidemärkten unterstreicht.

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