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Russlands Sonnenblumenöl-Exporte nach Indien steigen um 34,7% auf 1,17 Milliarden Dollar

Russland lieferte von Januar bis Juli 859.000 Tonnen Sonnenblumenöl im Wert von 1,17 Milliarden Dollar nach Indien, ein Plus von 34,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie Daten des indischen Handelsministeriums zeigen. Allein im Juli brachten die Ausfuhren 120,2 Millionen Dollar. Die Sojaöl-Lieferungen gingen dagegen um rund zwei Drittel zurück.

Russlands Sonnenblumenöl-Exporte nach Indien steigen um 34,7% auf 1,17 Milliarden Dollar

Russland hat von Januar bis Juli Sonnenblumenöl im Wert von 1,17 Milliarden Dollar nach Indien exportiert, 34,7% mehr als die 868,8 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das berichtete die Agentur Interfax unter Berufung auf Daten des indischen Ministeriums für Handel und Industrie.

Mengenmäßig stiegen die Lieferungen in den sieben Monaten auf 859.000 Tonnen nach 730.400 Tonnen ein Jahr zuvor. Russland bleibt der führende Sonnenblumenöl-Lieferant Indiens und hält einen erheblichen Anteil an den indischen Einfuhren dieses Produkts; zweitgrößter Lieferant ist Argentinien, so Interfax.

Juli-Lieferungen fast verdoppelt

Die Monatsdaten zeigen eine Beschleunigung zur Jahresmitte. Der Exporterlös erreichte im Juli 120,2 Millionen Dollar, mehr als doppelt so viel wie die 54,1 Millionen Dollar im Juli des Vorjahres. Die Menge stieg von 45.100 auf 85.600 Tonnen.

Ein einziger Monat lieferte damit rund ein Zehntel der Siebenmonatsmenge, und der Juli-Zuwachs von etwa 40.500 Tonnen steht für knapp ein Drittel des gesamten Plus von 128.600 Tonnen im Berichtszeitraum. Die Vergleichsbasis war niedrig: Der Juli des Vorjahres zählte zu den schwächsten Monaten des vorangegangenen Handelsjahres.

Erlöse wachsen schneller als Mengen

Der Wert legte rund doppelt so schnell zu wie die Tonnage: 34,7% Erlösplus gegenüber etwa 17,6% mehr Menge. Die Differenz erklärt sich über den Preis, nicht über zusätzliche Ladungen. Rechnerisch ergeben sich für sieben Monate rund 1.360 Dollar je Tonne gegenüber etwa 1.190 Dollar im Vorjahr; die Juli-Lieferungen entsprechen fast 1.400 Dollar je Tonne.

  • Januar bis Juli, Sonnenblumenöl: 859.000 Tonnen für 1,17 Milliarden Dollar
  • Januar bis Juli im Vorjahr: 730.400 Tonnen für 868,8 Millionen Dollar
  • Juli: 85.600 Tonnen für 120,2 Millionen Dollar
  • Juli im Vorjahr: 45.100 Tonnen für 54,1 Millionen Dollar

Dasselbe Muster zeigte der indische Markt im vergangenen Jahr insgesamt. Indiens Sonnenblumenöl-Importe sanken 2025 auf 2,89 Millionen Tonnen nach 3,74 Millionen Tonnen 2024, die Rechnung dafür ging jedoch nur von 3,7 auf 3,46 Milliarden Dollar zurück – im Schnitt rund 1.200 Dollar je Tonne gegenüber etwa 990 Dollar im Jahr davor.

Sojaöl läuft in die Gegenrichtung

Das zweite russische Pflanzenölgeschäft mit Indien schrumpft. Die Sojaöl-Lieferungen fielen in sieben Monaten auf 39.100 Tonnen im Wert von 47,8 Millionen Dollar, nach 122.600 Tonnen für 133,3 Millionen Dollar ein Jahr zuvor, berichtet Interfax. Die Menge sank um rund zwei Drittel, der Erlös um etwa 64%.

Damit entfällt der weit überwiegende Teil der russischen Pflanzenölerlöse in Indien auf Sonnenblumenöl: 1,17 Milliarden Dollar gegenüber 47,8 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor lag das Verhältnis bei 868,8 Millionen zu 133,3 Millionen Dollar und damit deutlich ausgeglichener.

Erholung nach schwachem 2025

Das diesjährige Wachstum folgt auf einen starken Einbruch. 2025 lieferte Russland 1,298 Millionen Tonnen Sonnenblumenöl nach Indien, ein Drittel weniger als die 1,923 Millionen Tonnen im Jahr 2024; der Exporterlös sank von 1,89 auf 1,57 Milliarden Dollar.

Gemessen an dieser Basis entsprechen die 859.000 Tonnen aus sieben Monaten bereits rund zwei Dritteln der gesamten Jahresmenge 2025, und 1,17 Milliarden Dollar Erlös decken fast drei Viertel der 1,57 Milliarden Dollar des Vorjahres – bei noch fünf ausstehenden Kalendermonaten.

Auf russisches Öl entfielen rund 45% der 2,89 Millionen Tonnen Sonnenblumenöl, die Indien 2025 importierte. Mit Argentinien auf Platz zwei arbeiten indische Raffinerien mit einer schmalen Lieferantenbasis für ein Produkt, das im heimischen Speiseölmarkt direkt mit Palm- und Sojaöl konkurriert.

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