← Zurück zu den Nachrichten

Russland strebt bis 2050 Kohleexporte von 350 Millionen Tonnen und 24–27 % Marktanteil an

Russlands aktualisiertes Kohleprogramm sieht bis 2050 eine Steigerung der Jahresförderung von 443 Millionen auf 662 Millionen Tonnen vor. Die Exporte sollen 350 Millionen Tonnen erreichen und der Anteil am weltweiten Kohlehandel von 13 % auf 24–27 % steigen.

Russland strebt bis 2050 Kohleexporte von 350 Millionen Tonnen und 24–27 % Marktanteil an

Russland hebt Ziele für Kohleförderung und Export an

Russland will seinen Anteil am weltweiten Kohlehandel bis 2050 von derzeit 13 % auf 24–27 % erhöhen. Die Zielwerte sind Bestandteil eines aktualisierten Entwicklungsprogramms für die Branche, das der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak vorgestellt hat, wie Rambler Finance und Business Magazine berichten.

Das Programm sieht vor, die jährliche Kohleförderung von 443 Millionen auf 662 Millionen Tonnen zu steigern. Die Exporte sollen von 198 Millionen auf 350 Millionen Tonnen wachsen. Bei vollständiger Umsetzung würden damit jährlich 219 Millionen Tonnen mehr gefördert und 152 Millionen Tonnen mehr ausgeführt als heute.

Östliche Regionen sollen den größten Zuwachs liefern

Neue Projekte in Ostsibirien und im russischen Fernen Osten sollen den Hauptteil der zusätzlichen Förderung bereitstellen. Durch diese geografische Verteilung wird die Transportinfrastruktur zu einem Kernelement des Vorhabens: Deutlich größere Kohlemengen müssen von Minen im Landesinneren zu russischen Abnehmern oder in die Exportkanäle gelangen.

Das Programm soll zugleich den Kohleverbrauch innerhalb Russlands erhöhen. Als mögliche Wachstumsfelder werden Kohleverstromung, Kohlechemie, eine tiefere Verarbeitung des Rohstoffs und die Energieversorgung von Rechenzentren genannt. Diese Bereiche könnten einen Teil der zusätzlichen Förderung aufnehmen. Die veröffentlichten Angaben beziffern jedoch nicht, wie viel Nachfrage jeweils entstehen soll.

Technik, Sicherheit und Bergbauregionen

Ein weiterer Schwerpunkt ist die technologische Modernisierung. Die Regierung will in Russland hergestellte Ausrüstung und Technologien entwickeln, darunter automatisierte Fördersysteme, die den Einsatz von Menschen in gefährlichen Bereichen reduzieren. Außerdem sollen die Unfallhäufigkeit und die Zahl der Arbeitsverletzungen in der Kohleindustrie um mehr als die Hälfte sinken.

Der geplante Kapazitätsausbau verbindet damit zusätzliche Minenleistung mit heimischer Technologieentwicklung und Arbeitsschutz. Für Produzenten könnte die Automatisierung Betriebsabläufe und die Beschaffung von Ausrüstung verändern. Maschinenbauer könnten von der angestrebten Nutzung russischer Systeme profitieren, wenn Minen erweitert oder bestehende Anlagen ersetzt werden.

Das Programm befasst sich auch mit der wirtschaftlichen Lage der Förderregionen. Die Behörden wollen die Einkommen der Bergleute erhöhen und gleichzeitig die Abhängigkeit von Städten mit nur einem dominierenden Wirtschaftszweig durch Diversifizierung verringern. Daraus ergibt sich ein doppeltes Ziel: Die landesweite Kohleförderung soll wachsen, während einzelne Gemeinden weniger abhängig von der Branche werden sollen.

Um 350 Millionen Tonnen zu exportieren, müsste Russland jährlich 152 Millionen Tonnen mehr im Ausland absetzen als die derzeit genannten 198 Millionen Tonnen. Der angestrebte Welthandelsanteil von 24–27 % hängt nicht nur von der russischen Förderung, sondern auch vom Umfang des globalen Kohlehandels im Jahr 2050 ab. Investitionsbedarf, Zeitpläne, Annahmen zur Transportkapazität und Zielmärkte werden in den Quellen nicht genannt. Für Produzenten, Händler und Infrastrukturbetreiber bleiben dies die entscheidenden Unsicherheiten.

Wir verwenden Cookies, um Ihr Surferlebnis zu verbessern, personalisierte Inhalte bereitzustellen und unseren Traffic zu analysieren. Durch Klicken auf "Alle akzeptieren" stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Sie können Ihre Einstellungen verwalten oder mehr erfahren in unserer Datenschutzrichtlinie.