Russland hebt Kartoffel-Einfuhrverbot für Punjab auf, lässt 101 Exporteure zu
Russland hat das pflanzengesundheitliche Einfuhrverbot für Kartoffeln aus der pakistanischen Provinz Punjab aufgehoben und lässt 101 Exporteure ab dem 7. Juli wieder zu. Zwei Exporteure bleiben wegen Quarantäneverstößen im Jahr 2025 ausgeschlossen. Pakistan sucht Abnehmer für einen Exportüberschuss von rund 4 Millionen Tonnen.
Russland lässt 101 pakistanische Exporteure zu
Russland hat sein Einfuhrverbot für Kartoffeln aus der pakistanischen Provinz Punjab aufgehoben und erlaubt 101 Exporteuren, ab dem 7. Juli wieder zu liefern, wie Dawn und ProPakistani berichten. Die Entscheidung folgte auf eine Prüfung des pakistanischen Pflanzenschutz-Kontrollsystems und wurde vom russischen Föderalen Dienst für Veterinär- und Pflanzengesundheitsaufsicht offiziell an das pakistanische Ministerium für nationale Ernährungssicherheit und Forschung übermittelt.
Nach Angaben der pakistanischen Handelsvertretung in Moskau erfolgte die Freigabe auf Grundlage von Garantien des pakistanischen Pflanzenschutzamtes sowie einer Prüfung der gelisteten Exporteure und ihrer geplanten Ausfuhrmengen aus Punjab. Zwei Exporteure wurden ausgeschlossen, nachdem die russische Behörde festgestellt hatte, dass sie bei Kartoffellieferungen nach Russland im Jahr 2025 gegen die pflanzengesundheitlichen Quarantäneanforderungen der Eurasischen Wirtschaftsunion verstoßen hatten.
Wie sich das Verbot entwickelte
Im Mai 2025 setzte Russland die Kartoffeleinfuhren aus Punjab aus und verwies auf das mutmaßliche Vorkommen der Kartoffelmotte und des Tomatenwelke-Virus. Pakistan brachte das Thema im Februar beim Föderalen Dienst für Veterinär- und Pflanzengesundheitsaufsicht vor und legte Aufzeichnungen zum Schädlingsstatus sowie Laborbefunde vor, die das Fehlen der genannten Schädlinge und Krankheitserreger in der Kartoffelernte bestätigten.
Der jüngste Schritt baut auf einer früheren Teilöffnung auf. Russland hatte bereits drei pakistanischen Exporteuren – Chase International, Zahid Kinnow Grading and Waxing Plant und National Fruit – erlaubt, ab dem 8. April wieder zu liefern, wie aus dem von Dawn zitierten Schreiben des Handelsvertreters hervorgeht.
Eine Rekordernte auf Käufersuche
Der Zeitpunkt ist für die Handelsströme entscheidend. Pakistan bringt in dieser Saison eine Rekordernte an Kartoffeln ein, die auf rund 12 Millionen Tonnen geschätzt wird, davon nahezu 4 Millionen Tonnen als Überschuss für den Export. Die Behörden erwarten, dass die russische Entscheidung hilft, Überschussbestände abzubauen, die inländischen Kartoffelpreise zu stabilisieren, die Landwirtschaft zu stützen und zusätzliche Deviseneinnahmen zu erzielen.
Um die Öffnung zu nutzen, haben die Trade Development Authority of Pakistan und die Pakistan Horticulture Development & Export Company (PHDEC) virtuelle B2B-Treffen mit Exporteuren abgehalten. Nach dem Bericht von Dawn prüfte Pakistan zudem Exportrouten in zentralasiatische Staaten über China und den Iran, nachdem der Grenzübergang Torkham geschlossen worden war.
Worauf Exporteure achten sollten
Der Ausschluss zweier Exporteure wegen Quarantäneverstößen im Jahr 2025 zeigt, dass der Zugang an die Einhaltung der Vorschriften gebunden bleibt. Da die Lieferungen an Garantien des Pflanzenschutzamtes und an eine geprüfte Liste von Firmen und Mengen gekoppelt sind, hängt der weitere Marktzugang davon ab, bei jeder Sendung die pflanzengesundheitlichen Standards der Eurasischen Wirtschaftsunion zu erfüllen. Für Importeure auf russischer Seite erweitert die Öffnung die Bezugsquellen der Saison, doch die Ausschlüsse machen deutlich: Chargenqualität und Zertifizierung der Schädlingsfreiheit bleiben der entscheidende Faktor.