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CREA: Ölpreisdeckel bremst Russlands Rohöleinnahmen nicht dauerhaft

Das Centre for Research on Energy and Clean Air erklärt in seiner Monatsanalyse für April 2026, dass der G7-Ölpreisdeckel Russlands Rohöleinnahmen nicht dauerhaft begrenzt; ESPO handelt deutlich über dem Deckel. Ein EU-Verbot maritimer Dienstleistungen, das die Exportmengen treffen würde, liegt nach der Schließung der Straße von Hormus auf Eis.

CREA: Ölpreisdeckel bremst Russlands Rohöleinnahmen nicht dauerhaft

Preisdeckel bremst Russlands Öleinnahmen nicht dauerhaft

Russlands Exporteinnahmen aus fossilen Brennstoffen sind seit Inkrafttreten der westlichen Sanktionen gesunken und haben damit die Finanzierung des Kremlkriegs in der Ukraine verengt, so das Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) in seiner Monatsanalyse für April 2026. Der von Luke Wickenden und Isaac Levi gemeinsam mit dem Data Scientist Panda Rushwood verfasste Bericht argumentiert, dass die Beschränkung unvollständig bleibt und weitere Maßnahmen nötig sind, um Moskaus Einnahmen zu begrenzen.

Laut CREA hat der G7-Ölpreisdeckel keine dauerhafte Grenze für Russlands Rohölexporteinnahmen gesetzt. Der Mechanismus wirkte nur kurz und selektiv bei Urals-Rohöl, während andere Sorten und Exportwege weitgehend unberührt blieben. Die Urals-Preise fielen nur für kurze Zeiträume unter den Deckel von 60 US-Dollar pro Barrel. Zum 1. Februar 2026 wurde der Preisdeckel für Rohöl auf 44,1 US-Dollar pro Barrel gesenkt.

ESPO und der Pazifik-Kanal

ESPO-Rohöl handelte laut CREA durchgängig deutlich über dem Deckel, was seine strukturelle Ausrichtung auf China und die pazifischen Märkte widerspiegelt. Diese Abweichung unterstreicht, dass die Reichweite des Deckels vom Käufer und der Transportroute abhängt und nicht von russischen Barrels insgesamt. Für asiatische Importeure blieb ESPO ein Angebot außerhalb des wirksamen Zugriffs des Deckels.

Die G7+-Sanktionen richten sich bewusst auf Russlands Einnahmen und nicht auf eine Begrenzung der Exportmengen. Der Ansatz soll russische Barrels weiter in die Weltmärkte fließen lassen und Sorgen vor Versorgungsengpässen dämpfen. Insbesondere soll der Preisdeckel den Preis senken, zu dem Russland sein Öl verkaufen kann, nicht die verschiffte Menge.

Das EU-Verbot maritimer Dienstleistungen

Im Januar 2026, als die Preise für russisches Öl inmitten eines Überangebots stark fielen, schlug die EU ein Verbot maritimer Dienstleistungen vor, die Russlands Rohölexporte ermöglichen. Im April 2026 verabschiedete die Union ihr 20. Sanktionspaket, das die Grundlage für ein künftiges Verbot maritimer Dienstleistungen für russisches Rohöl und Erdölprodukte enthält. Dieses Verbot tritt nur in Kraft, wenn eine Einigung mit den G7 und den Mitgliedern der Price Cap Coalition erzielt wird.

Die Maßnahme würde erstmals die Exportmengen russischen Öls statt der Preise treffen und darauf abzielen, die Tankerkapazität zu verringern, die für den weltweiten Transport russischen Öls nötig ist. Für Importeure und Reeder markiert das einen Wechsel von einem einnahmenorientierten Regime hin zu einem, das physische Ströme begrenzen könnte.

Hormus-Schock erzwingt ein Umdenken

Ein starker Preisanstieg nach der Schließung der Straße von Hormus hat laut CREA zu einem Überdenken des mengenorientierten Ansatzes geführt, da politische Entscheidungsträger eine Verschärfung der Versorgungsengpässe auf den Weltmärkten vermeiden wollen. Vor dem Hintergrund der Energiekrise 2026 empfiehlt CREA der Price Cap Coalition, den Preisdeckel entweder auf einem Basisniveau festzusetzen, das Russlands Einnahmen stark einschränkt, oder eine wertbasierte Sanktion einzuführen — etwa eine Steuer auf die Nutzung westlicher maritimer Dienstleistungen für den Transport russischer fossiler Brennstoffe.

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