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Russland erhöht Weizenausfuhrzoll ab 26. August auf 1.012,1 Rubel je Tonne

Russland hebt den Ausfuhrzoll auf Weizen und Mengkorn ab 26. August um 291 Rubel auf 1.012,1 Rubel je Tonne an. Die höheren Kosten könnten Exportmargen und Angebotspreise beeinflussen; zugleich wird der Maiszoll mehr als verdoppelt, während Gerste zollfrei bleibt.

Russland erhöht Weizenausfuhrzoll ab 26. August auf 1.012,1 Rubel je Tonne

Weizenzoll steigt um 291 Rubel

Russland erhöht den Ausfuhrzoll auf Weizen ab 26. August um 291 Rubel je Tonne, wie aus Unterlagen des Landwirtschaftsministeriums hervorgeht. Der Satz steigt von 721,1 auf 1.012,1 Rubel je Tonne. Derselbe Zoll gilt für Mengkorn, eine Mischung aus Weizen und Roggen, da die Sätze für beide Erzeugnisse gleichzeitig angepasst werden und stets identisch sind.

Die Anhebung verteuert russische Weizenexporte unmittelbar. Exporteure müssen die zusätzlichen 291 Rubel je Tonne entweder aus ihrer Marge tragen, niedrigere Einkaufspreise bei inländischen Lieferanten durchsetzen oder einen Teil der Kosten in ihre Exportangebote einrechnen. Die tatsächliche Wirkung hängt von den Vertragsbedingungen, dem Rubelkurs und dem Wettbewerb auf den Absatzmärkten ab.

Der neue Satz setzt eine Folge häufiger Änderungen fort. Zuletzt wurde der Zoll auf Weizen und Mengkorn am 15. Juli ausgesetzt. Auch am 22. April und zu Jahresbeginn lag er bei null. Am 18. März wurde die Abgabe mit 140,9 Rubel je Tonne wieder eingeführt; danach folgten mehrere Erhöhungen und kurze Rückgänge.

Maiszoll wird mehr als verdoppelt

Der Ausfuhrzoll auf Mais steigt von 285 auf 607,3 Rubel je Tonne und damit auf mehr als das Doppelte. Der Satz schwankte zuletzt zwischen Erhöhungen, Senkungen und Nullphasen. Am 29. Juli wurde er mit 232,6 Rubel je Tonne erneut eingeführt. Bereits in der ersten Aprilwoche war ein Zoll von 85,6 Rubel je Tonne erhoben, aber eine Woche später wieder abgeschafft worden.

Gerste bleibt die achtzehnte Woche in Folge zollfrei. Der Nullsatz soll zunächst bis einschließlich 1. September gelten. Gerstenexporteure erhalten dadurch gegenüber Anbietern von Weizen, Mengkorn und Mais einen Kostenvorteil, auch wenn Wettbewerbsfähigkeit außerdem von Qualität, Frachtkosten und der Nachfrage nach der jeweiligen Getreideart abhängt.

Formel ist an Exportvertragspreise gekoppelt

Russlands variable Getreidezölle gelten seit Juni 2021. Nach Angaben von ROSNG entspricht die Abgabe 70 % der Differenz zwischen dem Basispreis und dem Indikativpreis eines Erzeugnisses. Der Basispreis bildet die Schwelle für die Zollerhebung und berücksichtigt unter anderem Aussaatkosten, erwartete Erntemengen, Weltmarktpreise und Wechselkurse. Festgelegt wird er vom Landwirtschaftsministerium.

Der Basispreis für Weizen und Mengkorn beträgt 18.000 Rubel. Für Mais und Gerste steigt er von 16.875 auf 17.875 Rubel. Der Indikativpreis ist das arithmetische Mittel der Exportvertragspreise einer Woche. Die Moskauer Börse berechnet die Werte und übermittelt sie Marktteilnehmern, die die Daten an das Ministerium weitergeben.

Ab 26. August sinkt der Indikativpreis für Weizen und Mengkorn von 193,5 $ auf 191 $. Die Quelle meldet denselben Rückgang für Gerste, während der Wert für Mais von 222,1 $ auf 222,2 $ steigt. Indikativpreise werden weiter in US-Dollar ausgewiesen, weil die Exportverträge in dieser Währung bewertet werden. Die Zollsätze selbst werden seit 6. Juli 2022 in Rubel berechnet.

Getreideerzeuger haben wiederholt die Abschaffung der variablen Zölle gefordert, da das System ihre Rentabilitätsprobleme nicht löse. Das Landwirtschaftsministerium hält an dem Mechanismus fest und bewertet ihn insgesamt als wirksam. Die Einnahmen werden den russischen Regionen als Beihilfen für Erzeuger von Weizen, Roggen, Mais und Futtergerste zugewiesen.

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