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Russland bleibt mit 46,5 Millionen Tonnen führender Weizenexporteur

Russland exportierte in der Saison 2025/26 schätzungsweise 46,5 Millionen Tonnen Weizen und lag damit vor der EU und Kanada. Eine größere Ernte und eine stärkere Nachfrage aus der Türkei, dem Sudan und weiteren Stammmärkten stützten die Lieferungen.

Russland bleibt mit 46,5 Millionen Tonnen führender Weizenexporteur

Russland behauptet den Vorsprung vor Wettbewerbern

Russland lieferte in der abgeschlossenen Saison 2025/26 rund 46,5 Millionen Tonnen Weizen auf den Weltmarkt und blieb trotz starken Wettbewerbs der größte Exporteur, berichtet NEWS.am. Von der Publikation zitierte USDA-Schätzungen sehen die Europäische Union mit 31,5 Millionen Tonnen auf Rang zwei und Kanada mit 29,6 Millionen Tonnen auf Rang drei.

Damit lag Russland etwa 15 Millionen Tonnen vor der EU und 16,9 Millionen Tonnen vor Kanada. Dieser Vorsprung ist für Getreidehändler und Importländer relevant, weil Russland weiterhin große verfügbare Weizenmengen bereitstellt, besonders für Märkte, die regelmäßig Getreide aus der Schwarzmeerregion beziehen. Zugleich zeigen die Lieferzahlen, dass konkurrierende Anbieter Russland in dieser Saison nicht von der Spitzenposition verdrängen konnten.

Größere Ernte erweitert das Exportangebot

Gestützt wurden die Ausfuhren durch eine höhere russische Weizenernte. Das Land brachte 2025 insgesamt 91,1 Millionen Tonnen ein, 8,5 Millionen Tonnen mehr als 2024, schreibt NEWS.am. Die zusätzliche Produktion vergrößerte das für die Auslandsnachfrage verfügbare Angebot und half Russland, seine etablierten Absatzmärkte zu bedienen.

Die geschätzten Exporte von 46,5 Millionen Tonnen entsprachen etwas mehr als der Hälfte der Ernte von 2025. Beide Angaben sind jedoch nicht unmittelbar vergleichbar, weil eine Vermarktungssaison Bestände aus verschiedenen Erntejahren umfassen kann. Das Lieferniveau verdeutlicht dennoch die Bedeutung ausländischer Käufer für die Aufnahme der russischen Produktion. Veränderungen bei der russischen Ernte oder beim Zugang zu Exportwegen können daher die Versorgungserwartungen großer Importeure beeinflussen.

Türkei und Sudan steigern ihre Käufe

Eine stärkere Nachfrage traditioneller Abnehmer trug zum Ergebnis bei. Die russischen Weizenexporte in die Türkei erreichten etwa 7,3 Millionen Tonnen und damit das 2,2-Fache des Volumens von 2024/25. Die Lieferungen in den Sudan verdoppelten sich auf 2,2 Millionen Tonnen. Ägypten erhöhte seine Käufe laut Quelle um 6%, Israel um 21%.

Gemessen an den veröffentlichten Zahlen entfielen auf die Türkei fast 16% der geschätzten russischen Weizenexporte 2025/26. Die höheren Käufe der Türkei und des Sudan brachten den Lieferanten erhebliche zusätzliche Nachfrage. Das Wachstum in Ägypten und Israel verbreiterte die Unterstützung durch etablierte Märkte. Steigern mehrere Stammkunden gleichzeitig ihre Nachfrage, kann sich der Wettbewerb der Importeure um russischen Weizen verschärfen.

Irak gewinnt als Absatzmarkt an Bedeutung

Die faktische Öffnung des irakischen Marktes war eine weitere wichtige Entwicklung. Analysten von Agroexport erklärten, russischer Weizen habe zwar bereits Marktzugang gehabt, doch bedeutende und regelmäßige Lieferungen seien in den vergangenen Saisons ausgeblieben. 2025/26 stiegen die Ausfuhren auf den Rekordwert von rund 560.000 Tonnen, verglichen mit 82.000 Tonnen in der Vorsaison.

Der Irak blieb kleiner als die Türkei, der Sudan und andere bedeutende Abnehmer Russlands. Der starke Anstieg eröffnete den Exporteuren jedoch einen zusätzlichen Absatzkanal. Regelmäßige Lieferungen auf höherem Niveau würden die geografische Diversifizierung russischer Anbieter stärken und irakischen Käufern eine weitere Weizenquelle erschließen. Das Saisonergebnis beruhte somit sowohl auf stärkeren Verkäufen in traditionellen Märkten als auch auf dem Ausbau eines bislang nur begrenzt erschlossenen Ziels.

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