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Russland beziffert Flussspatreserven auf 34,1 Millionen Tonnen

Russland verfügt laut Rohstoffministerium über 34,1 Millionen Tonnen Flussspatreserven in 44 Lagerstätten. Davon liegen 92 % im Fernen Osten; die neu entdeckte Lagerstätte Gosogor stellt fast 15 %.

Russland beziffert Flussspatreserven auf 34,1 Millionen Tonnen

Russland liegt bei der Rohstoffbasis weltweit auf Rang fünf

Russland verfügt über 34,1 Millionen Tonnen Flussspatreserven, die sich auf 44 Lagerstätten verteilen, teilte das russische Rohstoffministerium mit. TASS berichtete am 26. August über die Angaben. Gemessen an der Größe seiner Flussspat-Rohstoffbasis nimmt Russland weltweit den fünften Platz ein.

Die Zahlen beschreiben Umfang und geografische Verteilung der mineralischen Reserven, nicht aber die aktuelle Förderung, Verarbeitungskapazität oder das tatsächlich verfügbare Angebot. Produktions-, Verbrauchs-, Investitions- und Handelsdaten nannte das Ministerium nicht. Für Bergbauunternehmen und industrielle Abnehmer ist diese Unterscheidung entscheidend: Ein großer geologischer Bestand sagt noch nicht aus, welche Menge in welcher Qualität und zu welchem Zeitpunkt auf den Markt gelangen kann.

92 % der Reserven liegen im Fernen Osten

Auf den Fernen Osten entfallen 92 % der russischen Flussspatreserven. Als wichtigste Gebiete nannte das Ministerium die Regionen Transbaikalien und Primorje, die Republik Burjatien sowie das Jüdische Autonome Gebiet.

Damit ist der Ferne Osten für jede mögliche Ausweitung des russischen Flussspatangebots von zentraler Bedeutung. Neue Bergwerke, Aufbereitungsanlagen und die dazugehörige Verkehrsinfrastruktur müssten überwiegend in diesen Gebieten entstehen oder ausgebaut werden. Die starke Konzentration führt zugleich dazu, dass Betriebsbedingungen, Genehmigungen und Logistik in wenigen Regionen die nationale Rohstoffbasis besonders stark beeinflussen können. TASS veröffentlichte keine Einzelwerte für die vier Gebiete, sodass sich ihre jeweiligen Anteile nicht bestimmen lassen.

Gosogor verfügt über 5,1 Millionen Tonnen

Rohstoffminister Alexander Koslow erklärte, die Lagerstätte Gosogor in Transbaikalien sei im vergangenen Jahr entdeckt worden und die größte Flussspatlagerstätte Russlands. Ihre Reserven belaufen sich auf 5,1 Millionen Tonnen, fast 15 % des landesweiten Bestands. Eine einzige neu entdeckte Lagerstätte erhält damit erhebliches Gewicht in der nationalen Bilanz. Ein Zeitplan für die Erschließung, eine geplante Kapazität oder ein Betreiber wurden jedoch nicht genannt.

Für Produzenten, Verarbeiter und Investoren sind nun Erzqualität, Gewinnbarkeit, Anforderungen an die Aufbereitung, Kapitalkosten und Infrastrukturzugang maßgeblich. Zu diesen Punkten machte das Ministerium keine Angaben. Die Zahlen belegen daher Russlands geologische Position und die dominierende Rolle des Fernen Ostens, erlauben aber noch keine Prognose der künftigen Förderung oder der Wirkung auf das inländische und internationale Angebot. Importeure, Exporteure und industrielle Käufer benötigen Produktions- und Projektdaten, bevor sie die Reserven als zusätzliches Marktangebot einplanen können.

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