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Russische Pkw-Reifenproduktion bricht im ersten Quartal 2026 um fast ein Viertel ein

Die russische Produktion von Pkw-Reifen sank im ersten Quartal 2026 laut Kommersant um 23,26 Prozent auf 6,66 Millionen Reifen. Der Gesamtmarkt blieb stabil, da ein Importanstieg von rund 25 Prozent, überwiegend aus China, den Rückgang der heimischen Hersteller von fast 20 Prozent ausglich.

Russische Pkw-Reifenproduktion bricht im ersten Quartal 2026 um fast ein Viertel ein

Reifenproduktion sinkt im ersten Quartal um 23 Prozent

Die russische Produktion von Pkw-Reifen ist im ersten Quartal 2026 um fast ein Viertel gesunken, berichtet Kommersant. Die Fertigung fiel im Jahresvergleich um 23,26 Prozent auf 6,66 Millionen Reifen; die Zahl wurde am 6. Mai bekannt. Eine andere von der Zeitung angeführte Zählung beziffert die Produktion vom 1. Januar bis 15. April auf 7,4 Millionen Reifen, ein Minus von 23,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Trotz des Rückgangs in den Werken blieb der Absatz am Markt insgesamt weitgehend stabil. Eine Kommersant-Umfrage unter großen Herstellern ergab, dass der Pkw-Reifenabsatz im ersten Quartal auf Vorjahresniveau lag, mit einem möglichen Rückgang von höchstens 2 Prozent. Ein Marktkenner sagte, der Absatz russischer Hersteller sei zusammen wohl um etwa 20 Prozent gefallen, doch ein Anstieg der Importverkäufe um rund 25 Prozent habe dieses Volumen ersetzt und den Markt stabil gehalten.

Importe aus China füllen die Lücke

China und Südkorea sind die wichtigsten Lieferanten von Pkw-Reifen für Russland, wobei auf China rund 70 Prozent der Reifenlieferungen entfallen. Laut Daten der chinesischen Zollverwaltung, auf die sich Kommersant beruft, stiegen die Pkw-Reifenimporte aus China im ersten Quartal mengenmäßig um 53 Prozent auf 6,44 Millionen Reifen und wertmäßig um 27 Prozent auf 154,28 Millionen US-Dollar.

Die Importe legten zu, obwohl unverkaufte Bestände am Markt blieben. Kordiant-Generaldirektor Dmitri Gorbatschow bestätigte die Überbevorratung und führte sie auf die saisonale Nachfrage sowie nicht abverkaufte Bestände aus früheren Perioden zurück. Der Überschuss verschärfe den Preiswettbewerb, drücke die Margen und mache Händler vorsichtiger bei Neubestellungen, die sie näher an die Saison verschöben.

Schutzverfahren läuft

Die Reifenhersteller haben bei der Eurasischen Wirtschaftskommission eine spezielle Schutzuntersuchung zu in die EAWU eingeführten Pkw- und Leicht-Lkw-Reifen angestoßen und verweisen auf den stark gestiegenen Import. Das Verfahren könnte in Quoten und Zölle münden, berichtete Kommersant am 16. April.

Die Marktdaten erfasst CRPT, Betreiber des Kennzeichnungssystems „Tschestny Snak", doch seit 2025 werden keine genauen Zahlen mehr veröffentlicht. Im ersten Quartal 2024 erreichte der Pkw-Reifenabsatz laut zuvor veröffentlichten CRPT-Daten 26,8 Milliarden Rubel; laut Kommersant lag die Absatzentwicklung 2025 unter dem Vorjahr.

Hersteller und Ausblick

Die russischen Hersteller legten ihre eigenen Verkaufszahlen nicht offen. Kordiant erklärte, die Lieferungen an Distributoren hätten den Planwerten entsprochen, mit einer Abweichung von weniger als 10 Prozent im Jahresvergleich. Ikon Tyres meldete eine sinkende Nachfrage bei allen drei in Russland vertretenen Marken – dem Premium- und Mittelklasse-Angebot Ikon sowie den Budgetmarken Attar und Bars – im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Das Unternehmen führt den Rückgang auf den starken Einbruch der Neuwagenverkäufe 2022 und das ausbleibende Nachfragewachstum 2023 zurück, da genau diese Käufer nun neue Sommersätze bräuchten.

Auch das Wetter spielte eine Rolle: ungewöhnliche Schneefälle beflügelten im Januar und Februar den Absatz von Winterreifen, während der spätere Start der Sommersaison einen Teil der Lieferungen ins zweite Quartal verschob. Gorbatschow erwartet für das Gesamtjahr einen Absatz nahe dem Niveau von 2025 und verweist auf die hohe Inflation, die schwächere Kaufkraft der Haushalte und den Trend, die Lebensdauer der Reifen auf fünf bis sechs Jahre zu strecken. Auch Pirelli rechnet mit einem Pkw-Reifenabsatz nahe dem Vorjahr oder leicht darüber; hält der Automarkt die im März gezeigte Dynamik, sei ein Wachstum im Wintersegment möglich.

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