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Russische Preise für Kokskohle steigen im Juli um 21–31 Prozent

Russische Produzenten erhöhten die Inlandspreise für metallurgische Kohle im Juli gegenüber dem Vormonat um 21–31 Prozent, meldet NEFT Research. Eine stärkere Stahlnachfrage, knappe frei verfügbare Mengen und attraktive Exporterlöse trieben die Notierungen.

Russische Preise für Kokskohle steigen im Juli um 21–31 Prozent

Produzenten erhöhen die Inlandspreise

Russische Produzenten von metallurgischer Kohle erhöhten ihre Inlandspreise im Juli gegenüber dem Vormonat um 21–31 Prozent. Je nach Sorte erreichten die Notierungen 8.250–11.500 Rubel je Tonne. Die Zahlen stammen aus einer Analyse von NEFT Research, über die Kommersant berichtete.

Die Preise der vier Sorten KS, GZh, OS und Zh lagen etwa 9–22 Prozent über dem Vorjahresniveau. Eine Ausnahme bildete die hochwertige K-Kohle, deren Preis weiterhin 2,5 Prozent unter dem Stand vom Juli 2025 lag. Die Erholung erfasst damit die einzelnen Qualitätssegmente unterschiedlich.

Höhere Notierungen in den Verbrauchsregionen

In den wichtigsten Verbrauchsregionen, der Region Altai sowie den Gebieten Kemerowo, Tscheljabinsk und Lipezk, stiegen die Juli-Notierungen gegenüber dem Vormonat um 16–20 Prozent auf 11.800–14.400 Rubel je Tonne. Trotz dieses kräftigen Monatssprungs lagen die Preise an diesen Lieferbasen noch etwa 1–2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Die regionalen Werte sind für Stahlwerke und Kokereien besonders relevant, weil sie die Kohlekosten näher am industriellen Verbraucher abbilden. Der Abstand zwischen den Produzentenpreisen und den Notierungen in den Verbrauchsregionen berücksichtigt zudem Unterschiede bei Qualität, Lieferbasis und Logistik. Der schnelle Anstieg auf beiden Ebenen weist auf einen breiteren Kostendruck innerhalb der russischen Lieferkette hin.

Stahlnachfrage und Exporte stützen den Markt

NEFT Research führt den Preisanstieg auf eine stärkere Nachfrage der Metallurgie, einen Mangel an frei verfügbaren Mengen und eine attraktive Exportalternative zurück. Diese Kombination verschaffte den Kohleanbietern mehr Spielraum für höhere Inlandsofferten. Laut Kommersant gaben die für den Bericht kontaktierten Kohleunternehmen keine Stellungnahme ab.

Die Exportindikatoren zeigen, weshalb Auslandsgeschäfte mit dem Binnenmarkt um Mengen konkurrieren. Der Preis für Kokskohle der Sorte Zh in russischen Fernosthäfen stieg vom Jahresbeginn bis zum 10. Juli um 17,3 Prozent auf 156 $ je Tonne FOB. Gegenüber dem Vorjahr legte die Notierung um 57,6 Prozent zu.

Auf Basis FOB Finnischer Meerbusen kostete dieselbe Sorte 123 $ je Tonne. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Januar und 25,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der stärkere Jahresanstieg in den Fernosthäfen zeigt, dass sich die Attraktivität des Exports je nach Route deutlich unterscheidet. Angaben zu Zielländern oder Versandmengen liegen jedoch nicht vor.

Für russische Stahlhersteller erhöht der Juli-Anstieg die Kosten eines zentralen Hochofenrohstoffs, während das frei verfügbare Angebot begrenzt ist. Kohleproduzenten profitieren von festeren Inlandspreisen und höheren Exportbenchmarks. Käufer müssen dagegen ihren unmittelbaren Beschaffungsbedarf gegen Preise abwägen, die innerhalb eines Monats stark gestiegen sind. Entscheidend bleiben die Nachfrage der Metallurgie, die Menge nicht gebundener Kohle und die Frage, ob Exporterlöse Verkäufe außerhalb Russlands weiter begünstigen.

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