Rumäniens Gasspeicher zu 76,26 Prozent gefüllt — Ziel von 80 Prozent bis zum 1. Oktober
Rumäniens Erdgasspeicher sind zu 76,26 Prozent gefüllt, das entspricht rund 2,43 Milliarden Kubikmetern und liegt über dem EU-Durchschnitt von 68,26 Prozent, teilte das Energieministerium mit. Betreiber mit Bevorratungspflichten bestätigten, dass das Ziel von 80 Prozent bis zum 1. Oktober erreichbar ist. Die Einspeicherung läuft bei TTF-Preisen von 83 bis 84 Euro je Megawattstunde.
Die rumänischen Erdgasspeicher waren zum jüngsten Stichtag zu 76,26 Prozent gefüllt, das entspricht rund 2,43 Milliarden Kubikmetern. Das geht aus Angaben des Energieministeriums hervor, über die Forbes Romania berichtet. Damit liegt das Land über dem Durchschnitt der Europäischen Union von 68,26 Prozent.
Die Behörden erwarten, dass Rumänien bis zum 1. Oktober einen Füllstand von 80 Prozent erreicht — der Richtwert zum Beginn der kalten Jahreszeit. Bis dahin fehlen noch rund vier Prozentpunkte; das Ministerium betont, die Einspeicherung müsse in den kommenden Wochen in hohem Tempo weiterlaufen.
Betreiber bestätigen den Einspeicherplan
Der Stand der Gasreserven wurde am Dienstag in einer Sitzung des Energiestabs für den Erdgassektor geprüft, geleitet von Cristian Bușoi, Staatssekretär im Energieministerium. In diesem Gremium kommen die Unternehmen und Institutionen zusammen, die für die Versorgung des Systems im Winter verantwortlich sind.
Teilgenommen haben unter anderem:
- Ion Sterian, Generaldirektor des Fernleitungsnetzbetreibers Transgaz
- Vertreter der nationalen Energieregulierungsbehörde ANRE
- Erdgasproduzenten und -lieferanten
- Verteilnetzbetreiber sowie Vertreter von Institutionen mit Zuständigkeiten im Energiesektor
Die Betreiber mit Bevorratungspflichten bestätigten in der Sitzung, dass die Einspeicherung planmäßig verläuft und das Ziel von 80 Prozent bis zum 1. Oktober erreicht werden kann, wie Forbes Romania berichtet. Das Ministerium erklärte, es verfolge den Aufbau der Bestände genau, „damit Rumänien mit einem angemessenen Reserveniveau und mit allen notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Kontinuität und Sicherheit der Erdgasversorgung in die kalte Jahreszeit geht“.
Ein engerer europäischer Markt
Die Vorbereitung auf den Winter 2026-2027 findet in einem schwierigen europäischen Umfeld statt, geprägt von hohen Gaspreisen und niedrigeren Speicherständen als in den Vorjahren. Nach Angaben des Energieministeriums ist der europäische Referenzpreis TTF in den vergangenen Tagen auf 83 bis 84 Euro je Megawattstunde gestiegen — fast dreimal so hoch wie zu Jahresbeginn und der höchste Stand seit Dezember 2022.
Das Ministerium führt den Anstieg auf mehrere Faktoren zurück: geopolitische Spannungen, Schwierigkeiten auf dem globalen Markt für Flüssigerdgas (LNG) und niedrige Gasbestände in Europa. Das erhöht den Druck auf jene Staaten, die ihre Reserven vor Beginn der Heizperiode noch auffüllen müssen, denn jeder verbleibende Kubikmeter wird am oberen Rand der diesjährigen Preisspanne eingekauft.
Vier Punkte fehlen noch
Mit einem Füllstand von gut 76 Prozent fehlen Rumänien rund vier Prozentpunkte bis zum Ziel für den 1. Oktober. „In diesem Kontext bleibt die Versorgungssicherheit in der kalten Jahreszeit die Priorität, ebenso wie ein anhaltend hohes Einspeichertempo in den kommenden Wochen“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.
Die Bestände würden angesichts der Volatilität am europäischen Gasmarkt und der Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit 2026-2027 weiter beobachtet, so das Ministerium. Die Speicherverläufe in der EU bleiben ein Referenzpunkt für die regionale Versorgungssicherheit, und der Unionsdurchschnitt von 68,26 Prozent zeigt, wie viel manche Märkte noch aufzuholen haben.